50 JAHRE AFRIKANISCHE UNABHÄNGIGKEIT – Informationen, Geschichte, Hintergründe, Aktuelles, Dossiers – 50 ANS D’INDEPENDANCE AFRICAINE, histoire, actualites,

=> NEU: Mein eigener großer Artikel “Wir Afrikaner müssen den Preis für Demokratie selber bezahlen” – 50 Jahre afrikanische Unabhängigkeit, Texte aus Afrika” mit Übersetzungen von Alain Mabanckou, Achille Mbembe und Ellen Johnson-Sirleaf

Liebe Leserinnen und Leser,
Chers lectrices et lecteurs francophones, veuillez regarder tout en bas.

Unabhängigkeit in Afrika

Manche afrikanischen Länder wurden zwar schon vorher “entkolonialisiert”, aber mit fast 20 Staaten – darunter die beiden Kongo, Mauretanien, Senegal, Mali, Niger, Nigeria, Tansania, Elfenbeinküste, Tschad, Gabun, Kamerun, Somalia –, die 1960 oder 1961 ihre Unabhängigkeit von den Kolonialmächten erlangten, wird 1960 allgemein als das große Jahr der afrikanischen Unabhängigkeit und des Endes des Kolonialismus angesehen, zumindest des Anfangs vom Ende und des klassischen Kolonialismus, der ja dann oft lediglich anderen Formen von Fremdherrschaft, Abhängigkeit und/oder Unfreiheit vieler von eigenen Diktatoren ausgebeuteter und unterdrückter Völker Platz machte.
Wir haben erst den 3. Januar, so kann dies hier nur eine Ankündigung und der Beginn meiner Dokumentationen sein.
Vier Punkte:
1. Meine exklusive Quelle für dieses Blog, der frankophone Weltsender tv5-monde, hat ein grosses Dossier zum Thema aufgemacht, mit Film- und Textbeiträgen und Hinweisen auf weitere Dossiers. Das findet natürlich nur in französischer Sprache statt, hineinschauen, Filme anschauen und Stöbern wird sich aber trotzdem lohnen. Sie finden hier unter dieser Einleitung eine verbesserte Google-Übersetzung des Leittextes dieses Dossiers.
2. Hier im Blog wird das Thema natürlich das ganze Jahr über mit den üblichen übersetzten AFP-Depeschen begleitet. Ich habe dafür eine extra Rubrik, ein tag eingerichtet, unter dem alles gesammelt wird, wie immer ohne Kommentierung meinerseits (siehe Punkt 4):
http://afri-russ-archiv.blog.de/tags/50-years-african-independance/fullposts/
3. Specials: in meinem Hauptblog “Unser globales Dorf” werde ich mich, insbesondere während der Oster- und der Sommerpause, auch ausführlich mit dem Thema beschäftigen, und zwar wie gehabt mit eigenen Übersetzungen afrikanischer Quelltexte (auch älterer), von der härtesten Selbstkritik bis zu netten Berichten über Feierlichkeiten. Die Existenz solcher Arbeiten wird hier in diesem Blog auch angekündigt werden, Sie werden die Verlinkungen hier unter dem obigen tag “50 years african independance” finden.
4. Frankreich/ Sarkozy: die Agentur AFP als Quelle haben, heisst auch, la France und Sarko bei den Reportagen öfter mal dabei zu haben. Seine Afrikapolitik ist mehrfach ambivalent (nett gesagt, nicht wahr?), zu ihren verschiedenen Aspekten gibt es die unterschiedlichsten Meinungen, so auch bei mir. Dieses Afrikablog jedoch ist mein Ort für Nachrichten und Berichte, nicht für meine Ansichten dazu. Ich werde also bei jedem Unabhängigkeitsartikel hier schweigen (außer jemand kommentiert und ich antworte) und halte mein Hauptblog für die Ansichten bereit, siehe Punkt 3.
Einen Renner gibt es dort schon lange, meine (kommentierte) Übersetzung der “Rede Sarkozys an die Jugend Afrikas und Replik des kameruner Essayisten Achille Mbembe”, aber ich finde sein Afrikaengagement in manchen Punkten für Deutschland und Europa auch vorbildlich.

»»»» DOSSIER TV5
Eine unvermeidliche Emanzipation
von Sylvie Braibant

Mehr als jeder andere Kontinent wurde Afrika, das Land so reich an Mineralien und Rohstoffen, Beute der Kolonialisten. In der Nähe der europäischen Reiche, wurde es durch die Engländer, Holländer, Deutsche, Italiener, Spanier, Portugiesen, Belgier und Französisch erobert. Mit Ausnahme von Äthiopien, ein souveräner Staat stets – abgesehen von einem kurzen Einbruch im zwanzigsten Jahrhundert von Mussolini-, entkam keine Region der Eroberung.

Die Besetzungen waren mehr oder weniger heftig, die westlichen Staaten mehr oder weniger ausbeuterische, aber alle in unterschiedlichem Maße praktizierten den Sklavenhandel, wo Afrikaner wurden kaum etwas besser als Vieh behandelt.

Frankreich und Großbritannien waren die wichtigsten Kolonialmächte, jedoch mit unterschiedlichen Ansätzen zur Behandlung der lokalen Bevölkerung: mit gönnerhafter Herablassung durch die Engländer, mit Verachtung von den Franzosen, auch nach der französischen Revolution, in denen neue Republikaner wollten mit Gewalt auferlegen ihre Werte als “universell”. Aus ihrer Heimat entwurzelte Männer und Frauen wurden sogar in menschlichen Zoos ausgestellt, fast überall in Europa.

In Bandung 1955 erklang durch den indischen Nehru, Sukarno aus Indonesien und den Ägypter Nasser die Totenglocke der Imperien. Auf der französischen Seite (Frankreich und Belgien), die Entkolonialisierung war oft die heftigste, hat irreparable Spuren in den aufstrebenden neuen Ländern hinterlassen, die oft in künstliche Grenzen entstanden, von den alten Eroberern eingeführt.

Chers lectrices et lecteurs francophones,

A vous il n’y pas grande chose a communiquer, vu que mes sources sont francophones.
Je recommande le grand et nouveau vidéo-texte- dossier chez tv5-monde (voir en bas),
et j’annonce l’installation d’un tag (rubrique) spécial ici dans ce blog
http://afri-russ-archiv.blog.de/tags/50-years-african-independance/fullposts/
ou seront groupés tous les articles sur les 50 ans de l’indépendance africaine.

A écouter chez Deutsche Welle World, en francais:
2010, c’est l’année de toutes les commémorations en Afrique ! Dix-sept pays célèbrent le cinquantenaire de leur indépendance. Parmi eux : la Côte d’Ivoire et le Mali. En écoute à la carte : les réactions de deux superstars de la musique africaine, l’Ivoirien Tiken Jah Fakoly et le Malien Habib Koité.

»»»» DOSSIER TV5
Une émancipation inéluctable
par Sylvie Braibant

Plus que tout autre continent, l’Afrique, aux terres si riches en minerais et matières premières, fut la proie des colonisateurs. Proche des empires européens, elle fut conquise par les Anglais, les Hollandais, les Allemands, les Italiens, les Espagnols, les Portugais, les Belges et les Français. À l’exception de l’Ethiopie, seul État toujours souverain, hormis une brève incursion italienne au XXème siècle par Mussolini, aucune région n’échappa à la conquête.

Les occupations furent plus ou moins sévères, les États occidentaux plus ou moins exploiteurs, mais tous pratiquèrent, à des degrés divers, la traite négrière, les Africains étant le plus souvent à peine mieux considérés que du bétail.

La France et la Grande-Bretagne furent les principales puissances colonisatrices, mais avec des approches différentes de traitement des populations locales : avec condescendance par les Anglais, avec mépris par les Français, même après la révolution française, où les nouveaux républicains voulurent par la force, imposer leurs valeurs dites « universelles ». Des hommes et des femmes arrachées à leur terre furent même exhibés dans des zoos humains, un peu partout à travers l’Europe.

À Bandung en 1955, l’Indien Nehru, l’Indonésien Sukarno et l’Égyptien Nasser sonnèrent le glas des Empires. Côté francophone (France et Belgique), la décolonisation fut le plus souvent violente, laissant des traces irrémédiables dans les nouveaux pays émergents, aux contours souvent très artificiels, imposés là encore, par les anciens conquérants.

3 thoughts on “50 JAHRE AFRIKANISCHE UNABHÄNGIGKEIT – Informationen, Geschichte, Hintergründe, Aktuelles, Dossiers – 50 ANS D’INDEPENDANCE AFRICAINE, histoire, actualites,”

  1. Pour en savoir plus sur les zoos humains
    http://www.deshumanisation.com

    Anmerkung des Blogautoren:
    Diese Webseite “Wenn der Mensch im Käfig endet” ist eine exzellente Empfehlung, sie ist sowohl engagiert als auch unglaublich reichhaltig dokumentiert, über Jahrhunderte bis heute.
    Ich werde sie (etwa ab Februar) dem deutschsprachigen Publikum mit einigen Teilübersetzungen vorstellen.
    andreas_fecke

  2. Merci pour cette excellente recommandation. Le mois prochain, j’en traduirai quelques éléments en allemand, pour la rendre plus accessible pour les lecteurs germanophones. Vous en serez informé.

  3. Afrika zwischen Aufbruchstimmung und Ausverkauf – L’AFRIQUE ENTRE UN CLIMAT DE DEPART VERS DES NOUVEAUX HORIZONS ET LA BRADERIE
    “Afrika zwischen Aufbruchstimmung und Ausverkauf” = Sendung des Deutschlandradio Kultur vom 08.05.2011

    Aufzeichnung einer Talkrunde im Café Central im Grillo-Theater, Essen am 03. Mai 20:00 Uhr

    Dominic Johnson spricht über sein Buch “Afrika vor d…

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