Briefe an die Macht: Offener Brief an Kardinal Bernard Agré – von Venance Konan – Lettre à son Eminence le Cardinal Agré

-Partie française en bas, en dessous du texte allemand-

Geschätzte Leserinnen und Leser,

Sie befinden sich hier sowohl im zweiten Artikel einer kleinen Serie von “Briefen an die Macht” hauptsächlich des ivorischen Autoren Venance Konan, aber auch anderen,
wie auch in der Rubrik “by african authors- de- fr” mit deutsch übersetzten Texten afrikanischer Herkunft, die von nun an (Mitte Februar 2011) zu einer etwa 14-tägigen regelmäßigen Kolumne weiterentwickelt wird.
Die “Briefe an die Macht” werden zudem jeweils einzeln untereinander verlinkt.
Informationen über den Autor sind jeweils unter seinem Artikel.

Bisher erschienen:
=> “Warum ich mein Land verlassen habe”, von Venance Konan, Jan. 2011
+ Offener Brief an Laurent Gbagbo, von Tiburce Koffi, Jan 2011

=> Offener Brief an Gbagbo: “Warum wurdest Du schließlich Kouglizia, dieser andere mythische Vogel, der den Tod ankündigt?”, von Venance Konan, Jan. 2011

=> Liebes Franz(ösisch)-Afrika, Chère Françafrique! An die panfrikanistischen Intellektuellen und Gbagbo-Freunde, von Venance Konan, 31 décembre 2010 / Im Artikel gelber Block unten rechts

=> Extern: “Die Nacht der Hyänen”, Offener Brief Konan’s an die Beraterin von Gbagbo

Nicht informiert über die politischen Zusammenhänge? Tipp: Dieser und die drei anderen Texte sind in einem Gastartikel von mir im Blog “Der Spiegelfechter” => hier Teil I, , => hier Teil II zu sehen, umrahmt von einer thematischen Einführung und einem Ausblick meinerseits.

Brief an Seine Eminenz Kardinal Bernard Agré – “Welche Art von Pastor sind Sie eigentlich?”
Lettre à son Eminence le Cardinal Bernard Agré – “Quel genre de pasteur êtes-vous donc ? ”
von Venance Konan, 27.10.2010, frz Original
Deutsche Übersetzung von Andreas Fecke

Venance KonanAm vergangenen 23. Dezember hörte ich im von Laurent Gbagbo kasernierten ivorischen Fernsehen den Kardinal Bernard Agré. Seine Eminenz bat zunächst um einen Moment des Gedenkens für die Personen, die ihr Leben während der Ereignisse der vergangenen Tage verloren hatten, für ihre Kinder und Nahestehenden, die das Weihnachtsfest ohne sie feiern werden. Die Krise selbst betreffend erinnerte Bernard Agré, der sich wie ein einfacher Pastor präsentierte, daran, dass es wie in allen Ländern der Welt eine für alle verbindliche Verfassung gibt und dass unsere Verfassung in Bezug auf Wahlen dem Verfassungsrat das letzte Wort erteilt. Was bedeute, dass ein jedermann sich dem Spruch des Verfassungsrates zu beugen habe, wenn dieser sein Urteil gesprochen hat. Um seine Worte zu illustrieren, nahm er das Beispiel Frankreichs, wo der Verfassungsrat Herrn Sarkozy als Sieger über Frau Royal erklärt hatte. Er nahm auch das Beispiel der USA, wo der Oberste Gerichtshof über George W. Bush und Al Gore entschieden hatte. Dann bäumte der Kardinal sich gegen die Einmischungen der internationalen Gemeinschaft auf, die nichts könne außer Chaos verbreiten, wie sie es im Irak getan habe. Schließlich nannte er das Beispiel des kleinen Vietnam, das es geschafft hatte, so große Mächte wie Frankreich und die USA zu besiegen.
Eure Eminenz, muss ich Sie daran erinnern, dass einer der kardinalen Werte der christlichen Doktrin die Wahrheit ist? Diese Doktrin sagt, dass Gott seinen Sohn Jesus auf die Erde gesandt hatte, um den Menschen die Wahrheit zu bringen. Und nicht nur zufällig unterstrich Jesus all seine Predigten mit den Worten “in Wahrheit sage ich es Euch”. Im Heiligen Buch der Christen, Johannes 1,14, steht geschrieben “Und das Wort ward Fleisch und wohnte unter uns, und wir sahen seine Herrlichkeit, eine Herrlichkeit als des eingeborenen Sohnes vom Vater, voller Gnade und Wahrheit.”

Eure Eminenz, die zwei Wahrheiten, die Sie Ihren Schäflein und über die hinaus allen Ivorern hätten sagen sollen sind folgende.
Die erste: Im Jahr 2005 in Pretoria entschieden unsere politischen Führer, vorneweg der ehemalige Staatschef Laurent Gbagbo, dass, angesichts des zwischen allen politischen Akteuren herrschenden Misstrauens, die Ergebnisse dieser Wahlen in fine durch die Vereinten Nationen zu zertifizieren seien. Und diese haben das 2007 in die Resolution 1765 geschrieben. Das bedeutet, dass das letzte Wort nicht mehr dem ivorischen Verfassungsrat gehört, sondern dem entsprechenden Gremium der UNO.

Sie werden mit mir einverstanden sein, Eure Eminenz, dass es unnötig gewesen wäre, eine externe Gerichtsstelle zu suchen, wenn das letzte Wort einer unserer Institutionen zugedacht gewesen wäre. Ich bemerke, dass Sie selber nicht gezuckt hatten, als der UN-Beauftragte nach dem Verfassungsrat die Ergebnisse der ersten Runde der Präsidentschaftswahlen zertifizierte, die Herrn Gbagbo an die Spitze setzten und Herrn Bédié und andere aus dem Rennen warfen. Wie können Sie also von Einmischung sprechen, wo es doch die Ivorer selber waren, die der UNO ohne jeden Zwang antrugen, ihre Wahlen zu zertifizieren? Als dieselbe internationale Gemeinschaft unseren Wahlprozess finanzierte, von den Massenversammlungen bis zu den Wahlkabinen, der unlöschbaren Tinte und der Registrierung in die Wählerlisten, da haben Sie keine Einmischung in unsere inneren Angelegenheiten gesehen?

Die zweite Wahrheit, die Sie ihren Schäflein, allen Ivorern und der ganzen Welt hätten sagen müssen, ist, dass unser Recht in Bezug auf die Rolle des Verfassungsrates präzise vorschreibt: “Im Falle, dass der Verfassungsrat ernsthafte Unregelmäßigkeiten feststellt, die die Wahrhaftigkeit der Wahl in Frage stellen und das Gesamtergebnis berühren, verfügt er die Annullierung der Wahl. Er teilt seine Entscheidung der unabhängigen Wahlkommission mit, die den Sonderbeauftragten des UN-Generalsekretärs informiert… Der Termin für die neuen Wahlen wird dann per Dekret vom Ministerrat verfügt, nach Vorschlag der unabhängigen Wahlkommission, dies innerhalb von 45 Tagen nach der Entscheidung des Verfassungsrates.”

Eure Eminenz, an keiner Stelle erlaubt unser Recht es dem Verfassungsrat, die Wahlergebnisse einer Region zu annullieren und die Gesamtergebnisse umzudrehen. Wäre es so, wie Sie sagen, dass der Verfassungsrat das letzte Wort zu sprechen hätte, dann wäre es, um Recht zu sprechen, nicht um es zu erfinden. Der ivorische Gesetzgeber hat dem Verfassungsrat nicht die Macht gegeben, die Wählerstimmen aus welcher Region auch immer und aus welchem Motiv auch immer zu löschen.

ZU IHRER INFORMATION – HIER IM BLOG – ARTIKELAUSWAHL – ELFENBEINKÜSTE WAHLKÄMPFE, WAHLEN, DIE KRISE – AUGUST 2010 BIS 10. FEBRUAR 2011

PORTRAITS VON GBAGBO und OUATTARA (und Bédié)

INTERESSANT AUCH: 2 Abidjaner JOURNALISTEN ÜBER PROBLEME UND HOFFNUNGEN; Übersetzungen von fünf Editorials aus dem Abidjaner “Le Nouveau Courrier”, (10/2010)

VORHER

ELFENBEINKÜSTE – 50 JAHRE UNABHÄNGIGKEIT, WAHLEN 31. OKTOBER (08/2010)

ELFENBEINKÜSTE, WAHLEN: PRÄSIDENT GBAGBO WILL “STÖRER NIEDERWERFEN” (09/2010)

1. WAHLRUNDE

WAHLKAMPF

WAHLEN VERLAUFWAHLEN ERGEBNISSE (3. und 9. 11.2010)

WAHLEN 2. RUNDE

WAHLKAMPF (20. – 26.11.2010)

DER WAHLTAG – DER BEGINN DES STREITS (28.11. – 02.12. 2010)

DIE POSTELEKTORALE KRISE

05.12. – 09.12.2010 (Zwei Präsidenten)

09. – 16.12.2010 (Gbagbos Panzer, Schlacht um TV)

17.12. – 27.12.2010 (Beginn internationaler Druck, Gbagbos Verschwörungstheorie, Mobilisierungen)

27.12.2010 – 03.01.2011 (Machtkampf)

04.01. – 11.01.2011 (Machtkampf, Druck, AU, Vermittlung, Flüchtlinge)

14.01. – 28.01.2011 (Gbagbos Geldhahn zu, gescheiterte Vermittlungen, mehr Druck)

30.01. – 08.02.2011 (AU-Gipfel, Gbagbo pleite)

In allen Demokratien ist das Wahlrecht sakrosankt. Niemand, auch keine Institution, kann sich an die Stelle des Volkes setzen, das seinem Willen über das Votum Ausdruck verleiht. Aus diesem Grunde hat der Verfassungsrat die von der Wahlkommission veröffentlichten Ergebnisse zu bestätigen, wenn es Betrug gibt, dieser aber nicht das Gesamtergebnis berührt. Gibt es dagegen Betrug, der den Volkswillen verfälscht, dann hat man die Wahl zu annullieren und dem Volk erneut das Wort zu erteilen. Mir scheint, das ist doch ganz einfach und fällt in den Bereich des gesunden Menschenverstandes. Ich wiederhole Ihnen noch einmal, was Sie übrigens auch vorher wussten, dass keine Disposition unsres Rechts den Verfassungsrat autorisiert, Wahlergebnisse egal welcher Region zu annullieren. Er hat es getan und damit auf eine völlig parteiische, illegale und gefährliche Weise gehandelt.

Ihnen war nicht unbekannt, dass die Krise, aus der wir uns mit Hilfe dieser Wahlen lösen wollten, aus dem Gefühl der Ausgeschlossenheit der Bevölkerungen des Nordens heraus entstanden war, welches seinerseits durch die “Ivorität” geschaffen wurde. (Anm.: Wessen beide Elternteile in der Elfenbeinküste geboren wurden, ist “echter” Ivorer, die anderen nicht und dürfen beispielsweise nicht zur Präsidentschaft kandidieren wie Ouattara mehrmals. Der Begriff hat auch ethnische Konflikte kreiert.) Mit der parteiischen Annullierung der Ergebnisse aller nördlichen Regionen streitet der Verfassungsrat den Bevölkerungen dieses Teils unseres Landes ihre ivorische Staatsbürgerschaft ab. Nehmen Sie die Konsequenzen wahr? Sehen Sie nicht, dass Sie mit der Unterstützung solch einer Übeltat dabei sind, die kurzfristige Zerstörung unseres Landes gutzuheissen?

Niemand ignoriert die brüderlichen Verhältnisse zwischen Mitgliedern des Verfassungsrates und Laurent Gbagbo. Er war es, der uns erzählt hat, dass der Verfassungsratspräsident einer seiner Freunde ist und dass er ihn liebevoll Pablo nennt. Pablo und seine Kameraden haben sich also in der Pflicht geglaubt, den Soldaten Laurent zu retten, der soeben die Wahlen verloren hatte. In Missachtung des Überlebens ihres Landes. Schade, dass sie nicht ihren kleinen Satz gesagt hatten, welcher von Robert Badinter am 4. März 1986 gesagt wurde, dem Tag wo er seinen Amtseid als französischer Verfassungsgerichtspräsident abgelegt hatte: “Herr François Mitterrand, mein Freund, Danke, mich an die Spitze des Verfassungsgerichts zu setzen. Wissen Sie aber, dass ich von diesem Augenblick die Pflicht habe, Ihnen gegenüber gnadenlos zu sein.”

Durch ihre Dankbarkeitspflicht gegenüber ihrem Wohltäter Laurent Gbagbo geblendet, waren Paul Yao-Ndré « Pablo » und seine Freunde im Verfassungsrat die einzigen, die von Abidjan aus massive Betrügerein in allen Departements, die für Herrn Ouattara gestimmt hatten, erkennen konnten – dort, wo die Präfekten, die Unterpräfekten, die vor Ort anwesenden internationalen Beobachter Ouattara, Diplomaten und Journalisten nur geringfügige Zwischenfälle gesehen hatten. Und heute sind Laurent Gbagbo und seine Bedingungslosen, deren einer zu sein Sie verdächtigt sind, die einzigen, die in ihm den Präsidenten der Republik sehen, während der Rest der Welt eher Herrn Ouattara in dieser Rolle sieht. Selbstverständlich kennen Sie diesen von Laurent in Bezug auf Slobodan Milosevic 1999 formulierten Satz: « Wenn alle Welt in einem Dorf einen weissen Rock sieht und Sie der einzige sind, der einen schwarzen sieht, dann haben Sie ein Problem. »

Eure Eminenz, muss ich Sie daran erinnern, dass es unter Ihrem Schutz geschah, als Laurent Gbagbo und Robert Guéï im Jahre 2000 einen Pakt abschlossen, dem zufolge Gbagbo akzeptierte, dass Guéï Präsident würde und er selber sich mit der Rolle des Premierministers zufrieden gäbe? Guéï hat diese Geschichte kurz vor seiner Ermordung erzählt. Bei dieser Gelegenheit attestierte er Ihnen wenig ruhmreiche Qualitäten, vor deren Reproduktion an dieser Stelle ich mich zurückhalte. Sie haben nicht dementiert. Der Zugang Gbagbo’s zur Macht in 2000 wurde mit dem Tod von Hunderten von Menschen bezahlt. Bis heute habe ich sie diese Massaker nicht verurteilen gehört. Am 19. September 2002 flüchtete Robert Guéï in die Keller Ihrer Kathedrale, und dort haben die Soldaten Laurent Gbagbo’s ihn aufgetan und wie einen Hund auf der Corniche de Cocody umgebracht, ohne dass man bis zum heutigen Tag weiss, wer sie über seine Anwesenheit in ihrem Gebäude informiert hatte.

Im März 2004 hat Laurent Gbagbo auf die Personen schiessen lassen, die für die Einhaltung des Linas-Marcoussis-Vertrages demonstrieren wollten. Die UNO hat 120 Tote gezählt. In 2008 hat Laurent Gbagbo auf die Frauen schiessen lassen, die gegen das teure Leben demonstrierten. Immer noch keine Verurteilung Ihrerseits. Und in diesem Dezembermonat 2010, Monat der Ankunft auf der Erde des Gottessohnes, den Sie innig lieben, da hören Sie die Schreie der Personen nicht, die von liberianischen Milizen Nacht für Nacht gefoltert und umgebracht werden. Die UNO hat bis zum heutigen Tag 173 Tote, Hunderte von Verletzten und Dutzende Fälle von Folter und plötzlichem Verschwinden gezählt. Wie viele Liter Blut wird es brauchen, um den Machtdurst von Laurent Gbagbo zu stillen? Sie bitten um ein Gebet für diese Opfer, aber Sie verurteilen die Verantwortlichen nicht, die Sie sehr gut kennen. Welche Art von Priester sind Sie also, Kardinal Bernard Agré ?

Eure Eminenz, wären Sie ein Mann der Wahrheit, dann würden Sie Ihre Autorität benutzen, um Laurent Gbagbo zu verstehen zu geben, dass er die Côte d’Ivoire in das Chaos führt, indem er sich an eine Macht klammern will, die die Ivorer ihm an den Urnen verweigert haben. Wir anderen, die wir unter den Kugeln der Killer Gbagbo’s fallen, während Männer wie Sie schweigen, wir haben nichts anderes getan, als diese internationale Gemeinschaft, die Sie zu verabscheuen scheinen, zu Hilfe zu rufen. Die Elfenbeinküste wird kein neues Vietnam werden. Es gibt keinen anti-kolonialen Kampf mehr und auch keinen Kalten Krieg. Es gibt nur ein Volk, dass sich gegen einen Tyrannen schlägt und das den Rest der Welt um Hilfe bittet, ein Volk, das für seine Freiheit kämpft und das will, dass seine Stimme respektiert wird. Und wir glauben tief an diese Worte von Apollinaire :
« Niemals werden die Dämmerungen die Morgenröte besiegen. Lasst uns über die Abende staunen, aber lasst uns die Morgen leben. »

Wir werden nicht aufhören, uns zu schlagen, bis zu unserem letzten Blutstropfen, wir werden niemals die Arme senken, wir glauben an diese Worte Barack Obama’s am Tag seiner Amtseinführung: “Lasst uns mit Hoffnung und Rechtschaffenheit einmal mehr den kommenden eiskalten Strömungen und den Stürmen trotzen, damit die Kinder unserer Kinder von uns sagen können werden, dass wir uns im Moment der Herausforderung geweigert haben, den Weg zu verlassen, weder zurückgewichen sind noch und gebeugt haben, dass wir dieses große Geschenk der Freiheit getragen und den zukünftigen Generationen heil und gesund weitergereicht haben, mit festem Blick auf den Horizont und stark dank Gottes Gnade.”

Venance Konan (aus Addis-Abeba)
Venance Konan (*1958 in der Côte d’Ivoire / Elfenbeinküste) ist Journalist und Autor und hat sein Jura-Studium mit einer Promotion in Nizza abgeschlossen. Er war lange Jahre bei Fraternité-Matin, der größten Tageszeitung des Landes, tätig; er ist heute Mitarbeiter verschiedener Zeitungen und Zeitschriften in seiner Heimat und in Frankreich. Zu seinen literarischen Werken gehören die Romane Les prisonniers de la haine (Abidjan 2003, «Die Gefangenen des Hasses ») und Les Catapila, ces ingrats (Paris 2009, «Die Krabbelkäfer, diese Undankbaren ») sowie u.a. die Erzählbände Robert et les Catapila (Abidjan 2005) und Nègreries (Abidjan 2007).
Kindheit: “Das Verschwinden meines Vaters”


Chers francophones!

Vous voici dans une rubrique présentant des traductions allemandes d’auteurs africains (principalement francophones aussi). Comme ici, je copie la première partie des originaux avec le lien pour continuer la lecture.
Voici ma rubrique Cote d’Ivoire.

Lettre à son Eminence le Cardinal Bernard Agré – “Quel genre de pasteur êtes-vous donc ? ”
Publié le lundi 27 décembre 2010 | Le Patriote

Le 23 décembre dernier, j’ai écouté le cardinal Bernard Agré à la télévision ivoirienne caporalisée par M. Laurent Gbagbo. Son Eminence a d’abord demandé que l’on ait une pensée pour les personnes qui avaient perdu la vie au cours des évènements des jours précédents, ainsi que pour leurs enfants et proches qui célèbreront Noël sans leur présence. Sur la crise elle-même, Bernard Agré, qui s’est présenté comme un simple pasteur, a rappelé que dans tous les pays du monde il y a une constitution qui s’impose à tous, et que notre constitution dispose qu’en matière d’élection, c’est le Conseil constitutionnel qui a le dernier mot. Ce qui signifie que lorsque le Conseil constitutionnel s’est prononcé, tout le monde doit s’incliner. Et pour illustrer son propos, il a pris l’exemple de la France où c’est le Conseil constitutionnel qui avait déclaré M. Sarkozy vainqueur de Madame Royal. Il a aussi pris l’exemple des Etats-Unis où c’est la Cour suprême qui avait départagé Georges W. Bush et Al Gore. Enfin, le cardinal s’est insurgé contre les ingérences de la communauté internationale qui ne sait que semer le chaos, comme elle l’a fait en Irak, avant de citer l’exemple du petit Vietnam qui avait réussi à défaire d’aussi grandes puissances que la France et les Etats Unis.
Votre Eminence, dois-je vous rappeler que l’une des valeurs cardinales de la doctrine chrétienne est la Vérité ? Cette doctrine dit que Dieu a envoyé son fils Jésus sur terre pour dire la Vérité au Hommes. Et ce n’est pas par hasard que Jésus ponctuait tous ses sermons de ces mots : « en vérité je vous le dis ». Il est écrit dans le livre sacré des chrétiens, à Jean 14, « Et la Parole a été faite chair et elle a habité parmi nous, pleine de grâce et de vérité ; et nous avons contemplé sa gloire, une gloire comme la gloire du Fils unique venu du Père. » Votre Eminence, les deux vérités que vous auriez dû dire à vos ouailles, et, au-delà d’eux, à tous les Ivoiriens, sont celles-ci…..
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