Briefe an die Macht: Offener Brief an Laurent Gbagbo – von Venance Konan – Lettre ouverte à Gbagbo

-Partie française en bas, en dessous du texte allemand-

Geschätzte Leserinnen und Leser,

Sie befinden sich hier sowohl im dritten Artikel einer kleinen Serie von “Briefen an die Macht” hauptsächlich des ivorischen Autoren Venance Konan, aber auch anderen,
wie auch in der Rubrik “by african authors- de- fr” mit deutsch übersetzten Texten afrikanischer Herkunft, die von nun an (Mitte Februar 2011) zu einer etwa 14-tägigen regelmäßigen Kolumne weiterentwickelt wird.
Die “Briefe an die Macht” werden zudem jeweils einzeln untereinander verlinkt.
Informationen über den Autor sind jeweils unter seinem Artikel.

Bisher erschienen:
=> “Warum ich mein Land verlassen habe”, von Venance Konan, Jan. 2011
+ Offener Brief an Laurent Gbagbo, von Tiburce Koffi, Jan 2011

=> Brief an Seine Eminenz Kardinal Bernard Agré – “Welche Art von Pastor sind Sie eigentlich?”, von Venance Konan, Dez. 2010

=> Liebes Franz(ösisch)-Afrika, Chère Françafrique! An die panfrikanistischen Intellektuellen und Gbagbo-Freunde, von Venance Konan, 31 décembre 2010 / Im Artikel gelber Block unten rechts

=> Extern: “Die Nacht der Hyänen”, Offener Brief Konan’s an die Beraterin von Gbagbo

Nicht informiert über die politischen Zusammenhänge? Tipp: Dieser und die drei anderen Texte sind in einem Gastartikel von mir im Blog “Der Spiegelfechter” => hier Teil I, => hier Teil II zu sehen, umrahmt von einer thematischen Einführung und einem Ausblick meinerseits.

Offener Brief an Gbagbo: “Warum wurdest Du schließlich Kouglizia, dieser andere mythische Vogel, der nur den Tod ankündigt?”
Venance Konan à Gbagbo : “Pourquoi fus-tu finalement le Kouglizia, cet autre oiseau mythique qui n`annonce que la mort ?”
04.01.2011, von Venance Konan, frz Original
Deutsche Übersetzung von Andreas Fecke

Venance KonanDie Nacht wird fallen, Laurent Koudou Gbagbo. Sie wird lang sein. Sehr lang, Laurent Koudou. Denn es ist die Nacht Deines Rendezvous mit Deinem Schicksal, Laurent. Hast Du Dir die Augenlider ausgerissen? Hast Du es wie Sakouato gemacht, der mythische Vogel aus Deiner Heimat, der, mit der Aufgabe betraut, die Dörfer vor herannahenden Gefahren zu warnen, sich die Augenlider herausgerissen hatte, um sich nicht vom Schlaf überraschen zu lassen? Koudou, die Nacht wird lang werden. Es wird die Deines Schicksals sein. Und des Schicksals Deines Landes, der Elfenbeinküste.

Wie man in den Dörfer während der langen Totenwachen das Feuer unterhält, indem man regelmäßig Holzstückchen hinzugibt, so will ich diese lange Nacht unterhalten, lass mich Dir Dein Leben erzählen. Lass mich Deinen Weg auf dieser Erde erzählen, wie man es während der langen Totenwachen am Feuer macht. Denn eine Trauerwache wird sie sein, diese Nacht. Morgen wird es mindestens einen Toten geben, Laurent, Du weisst es. Du oder Dein Land, an das Du Dein Schicksal vor so langer Zeit schon gebunden hattest. Kommen wir der Totenwache also zuvor! Und verzeihe mir meine Erinnerungslücken, Laurent Koudou Gbagbo, Sohn von Zézé Koudou Paul Gbagbo.

Koudou, geboren wurdest Du am 31. Mai 1946 in Mama, da unten, im Bété (Ethnie)-Land, im Westen dieses Territoriums, das damals französische Kolonie war und 1960 die République de Côte d’Ivoire wurde. Zézé Koudou Paul Gbagbo kam gerade erst aus dem Zweiten Weltkrieg zurück. Du wurdest sehr kurze Zeit nach seinem Kennenlernen von Marguerite, Deiner Mutter, geboren, was böse Zungen behaupten ließ, er wäre nicht Dein richtiger Vater gewesen. Marguerite selber erzählte dann bei der Beerdigung von Zézé Koudou Paul, dass sie vor ihm mit einem Malinké verheiratet war, jenem Volk, das aus dem Norden der Elfenbeinküste und Nachbarländern gekommen war. Manche sagten, Dein richtiger Vater wäre ein Ausländer gewesen. Egal. Große Männer haben oft obskure Herkünfte.

Sicher ist, dass Du eine Kindheit in Armut verbrachtest. Oft hast Du es Deinem Volk erzählt, um Deinen Erfolg zu unterstreichen. Zézé Koudou Paul war ein Polizist und Vater einer zahlreichen Nachkommenschaft Es scheint, er hatte die beiden Kinder von Marguerite, also Dich und Deine Schwester Jeannette Koudou, vernachlässigt. Wie oft erzähltest Du nicht, dass Dein Beispiel zeigt, dass man arm auf die Welt und später ins höchste Amt des Landes gelangen kann?
Du hattest viel Glück, Laurent Koudou, Sohn von Zézé Koudou Paul. Zur Zeit Deiner Kindheit gingen alle Kinder umsonst zur Schule, auf Staatskosten. So solltest Du 1979 in Frankreich eine These für Dein Doktorat verteidigen, mit einem staatlichen Stipendium. In diesem Land solltest Du Deine erste Frau kennenlernen, eine Französin, und dort konvertiertet Du zum Sozialismus.

Wieder im Land, zeigte sich der Geschichtslehrer, der Du warst, wenig zahm gegenüber der Macht des Félix Houphouët-Boigny. Der erste Präsident Deines Landes kerkerte Dich ja auch mehrmals ein, um Dich zu lehren, gegen seine Partei zu protestieren. 1982 flohst Du nach Frankreich, um seiner Wut zu entkommen. Und da fütterten Dich Deine sozialistischen Genossen durch. Guy Labertit, der Afrikaspezialist der Sozialistischen Partei, beherbergte Dich und Henri Emmanuelli, der am selben Tag wie Du geboren war, sollte in Dir einen Zwillingsbruder sehen. Deine Kampfgenossin Simone Ehivet, die Du nach der Scheidung von der Französin geheiratet hattest, sie war daheim im Land geblieben.

ZU IHRER INFORMATION – HIER IM BLOG – ARTIKELAUSWAHL – ELFENBEINKÜSTE WAHLKÄMPFE, WAHLEN, DIE KRISE – AUGUST 2010 BIS 10. FEBRUAR 2011

PORTRAITS VON GBAGBO und OUATTARA (und Bédié)

INTERESSANT AUCH: 2 Abidjaner JOURNALISTEN ÜBER PROBLEME UND HOFFNUNGEN; Übersetzungen von fünf Editorials aus dem Abidjaner “Le Nouveau Courrier”, (10/2010)

VORHER

ELFENBEINKÜSTE – 50 JAHRE UNABHÄNGIGKEIT, WAHLEN 31. OKTOBER (08/2010)

ELFENBEINKÜSTE, WAHLEN: PRÄSIDENT GBAGBO WILL “STÖRER NIEDERWERFEN” (09/2010)

1. WAHLRUNDE

WAHLKAMPF

WAHLEN VERLAUFWAHLEN ERGEBNISSE (3. und 9. 11.2010)

WAHLEN 2. RUNDE

WAHLKAMPF (20. – 26.11.2010)

DER WAHLTAG – DER BEGINN DES STREITS (28.11. – 02.12. 2010)

DIE POSTELEKTORALE KRISE

05.12. – 09.12.2010 (Zwei Präsidenten)

09. – 16.12.2010 (Gbagbos Panzer, Schlacht um TV)

17.12. – 27.12.2010 (Beginn internationaler Druck, Gbagbos Verschwörungstheorie, Mobilisierungen)

27.12.2010 – 03.01.2011 (Machtkampf)

04.01. – 11.01.2011 (Machtkampf, Druck, AU, Vermittlung, Flüchtlinge)

14.01. – 28.01.2011 (Gbagbos Geldhahn zu, gescheiterte Vermittlungen, mehr Druck)

30.01. – 08.02.2011 (AU-Gipfel, Gbagbo pleite)

Houphouët-Boigny’s Wut verrauchte und 1988 kehrtest Du zurück und gründetest Deine Partei, die Ivorische Volksfront (Front Populaire Ivoirien FPI). 1990 triebst Du den Ehrgeiz so weit, gegen den Alten zu kandidieren, wie man den Staatschef nannte. Er hatte sich dem Mehrparteiensystem öffnen müssen, weil die Wirtschaftskrise die Jugend seines Landes auf die Straße geworfen hatte und die ging in ihrer Vermessenheit sogar so weit, ihn einen Dieb zu nennen. Um die Krise zu wenden, ernannte er Alassane Ouattara zum Premierminister. Logischerweise wurdest Du geschlagen, denn nieman in der Côte d’Ivoire konnte sich Houphouët-Boigny gegen einen Neuling wie Dich eine Wahl zu verlieren vorstellen.

Aber das gab Dir den Status des Mutigen, des Führers der neu geborenen Opposition. Du versprachst dem Volk den Sozialismus und Du machtest es träumen. Nach einem von Dir organisierten Protestmarsch, der in Zerstörungen öffentlicher Güter und Autoverbrennungen ausgeartet war, warf Alassane Ouattara Dich 1992 mit Deiner Frau Simone und ihrem Sohn ins Gefängnis.

Als Houphouët-Boigny dann aber nach 33 Jahren an der Macht am 7. Dezember 1993 seines schönen Todes starb, da war es Henri Konan Bédié, ein Mann aus seinem Klan, der seine Nachfolge antrat. Du alliiertest Dich also mit Alassane Ouattara, der von Bédié und den Seinen als Ausländer behandelt wurde, weil sein Vater aus dem benachbarten Burkina Faso eingewandert war, das man damals Obervolta nannte. Man erfand ein nach Maß geschneidertes Gesetz, das Personen mit einem Elternteil, das nicht in der Elfenbeinküste geboren war, den Zugang zur Präsidentschaft verbot.

Das war der Beginn dessen, was man die Ivorität (ivoirité) nannte, die das Land spaltete. 1999 wurde Bédié von General Guéï gestürzt und Du alliiertest Dich auf einmal mit dem gegen Ouattara. Später erklärtest Du, dass es keine unnatürliche Allianz gibt, wenn man bekommt, was man will. Du wolltest die Macht, und Du verbandest Dich mit dem, der Dir ermöglichte, näher an sie heranzukommen. 2000 liess Guéï vom Obersten Gericht alle anderen Kandidaten eliminieren, auch Ouattara und Bédié, und Ihr beide alleine bestrittet die Päsidentschaftswahl, die in größter Konfusion ablief. Guéï erklärte sich zum Sieger. Du holtest das Volk in die Straßen und er wurde hinweg gefegt. Erinnerst Du Dich daran, dass Du da die volle Unterstützung Deiner französischen sozialistischen Genossen bekommen hattest?

Das Volk sah in Dir den Séplou, diesen Vogel, der in der Mythologie Deiner Heimat die guten Nachrichten überbringt.
Wie aber, Laurent Koudou, wurde Du schlußendlichpourquoi der Kouglizia, dieser andere mythische Vogel, der nur den Tod ankündigt? Am Tag Deiner Amtseinführung fand man sechzig Tote in einem Massengrab. Und die zehn Jahre Deiner Macht waren gekennzeichnet vom Siegel des Blutes. Schon 2001, als Du Ouattara das Recht einer Kandidatur bei den Parlamentswahlen verweigertest, liessest Du auf seine wütend protestierenden Anhänger schiessen. Frauen wurden in der Polizeischule, wo man sie festhielt, vergewaltigt. Und Simone, Deine Schlangenprinzessin, sie erklärte “aber was mussten die denn in den Straßen demonstrieren?”

Ah, Simone! Sie war es, die Dich zum evangelischen Christentum konvertieren machte. Und sie war die Person, die man beschuldigte, die Todesschwadronen in Marsch gesetzt zu haben, die während der 2002 im Norden ausgebrochenen Rebellion Dutzende Deiner Mitbürger töteten. Von ihr sagt man, dass sie die Hosen bei Euch trägt und die Dir die harte Linie Deines Regimes aufzwingt. Das hinderte Dich jedoch nicht, gemäß der polygamen Gebräuche Deines Landes eine zweite Frau zu heiraten, die schöne Nady. 2004 liessest Du wieder auf eine Demonstrantenmenge schiessen und die UNO zählte 120 Tote. Im selben Jahr bombardiertest Du den Norden Deines Landes und schicktest Deine Jugend gegen die französischen Truppen, die dann das Feuer eröffneten. Auch Du liessest erneut das Feuer eröffnen, als 2008 die Frauen in die Straßen gingen, um ihren Hunger und ihre Wut zu schreien. Zwei Tote gab es.

Laurent Koudou Gbagbo, kann man die Toten zählen, die Deine Herrschaft abgesteckt haben? Laurent Koudou Gbagbo, Kouklizia ! Warum all diese Toten, seit Du die Wahlergebnisse anfichst? Wie viele sind es, denen Deine Milizen und liberianischen Söldner das Leben entrissen haben? Die internationalen Organisationn sprechen in Hunderten. Sie sprechen auch von Massengräbern. Warum hast Du diesen Schleier des Terrors über das Land geworfen, Laurent Koudou Gbagbo ?

Koudou, die Nacht wird lang sein ! Hast Du Dir die Augenlider ausgerissen, um Dich nicht von Deinen Feinden überraschen zu lassen, die Dir näher kommen? Diese Nacht wird die Deines Treffens mit Deinem Schicksal sein. In dieser Nacht wird sich Dein Schicksal darbieten und das Deines Volkes. Zehn Jahre lang hast Du Dich in infamen Freuden gewälzt, in Korruption, Verbrechen, Betrug. Sechs mal gelang es Dir, die Wahlen zu verschieben. Sie hätten 2005 stattfinden sollen. Alle von Dir unterzeichneten Verträge hast Du mit Füßen getreten. Wenig war Dir Dein gegebenes Wort wert. Das einzige, was für Dich zählte, war der Machterhalt um jeden Preis. Auf Seite 18 Deines Theaterstücks “Soundjata, Löwe aus Manding” (“Soundjata, lion du Manding”, éditions CEDA, 1979) hattest Du geschrieben : “Ich bin an der Macht und ich bleibe es.” Einige Tage vor der Präsidentschaftswahl Ende 2010, zu der die internationale Gemeinschaft Dich gezwungen hatte, hast Du es in einem Interview wiederholt. Du hast diese Wahlen verloren. Aber die Macht, Du bist und bleibst dort.

Simone und ihre Pastoren, wiederholen sie Dir nicht von früh bis spät, dass Dir Deine Macht von Gott zukommt und das nur Er sie Dir wegnehmen kann? Was ist das Volk für den Kämpfer, der Du bist? “Meine Macht, ich habe sie Stück für Stück an mich gerissen”, sagtest Du einmal. Also muss man sie Dir mit Gewalt aus der Hand reissen. Sie kommt näher, die Stunde, wo Du diese Macht verteidigen müssen wirst, Laurent Koudou. Hörst Du die Feinde kommen? Sie sind zahlreich, Koudou. Aber ich kenne Dich, Du hast niemals Angst. Nennt man Dich nicht den Woody, den Jungen, weil bei Dir allein die mutigen Männer, die kühnen Krieger das Recht haben, Junge genannt zu werden, während alle anderen Mädchen sind?
Laurent Koudou Gbagbo, der Woody aus Mama ! Dein Schicksal wird sich in dieser Nacht abspielen und die Wache wird lang sein. Wirst Du so weit gehen, Dein Volk Deinem Ego zu opfern? Warum,, Laurent Koudou, würdest Du für dieses letzte Rendez-vous nicht wieder der Séplou, den man erwartet hatte? Warum trätest Du nicht vor Dein Volk und verkündtest ihm die gute Nachricht, dass Du seinen Willen akzeptierst? Sehr viel würde Dir dann verziehen werden, Laurent Koudou, wenn Dir diese Transformation gelänge. Und Du trätest in die Geschichte Deines Landes ein wie auch in den Pantheon der großen Bété-Krieger. Ist bei Euch der große Krieger nicht derjenige, der von seinem Volk die großen Unglücke abwendet und ihm den Frieden bringt?

Venance Konan (aus Addis-Abeba)
Venance Konan (*1958 in der Côte d’Ivoire / Elfenbeinküste) ist Journalist und Autor und hat sein Jura-Studium mit einer Promotion in Nizza abgeschlossen. Er war lange Jahre bei Fraternité-Matin, der größten Tageszeitung des Landes, tätig; er ist heute Mitarbeiter verschiedener Zeitungen und Zeitschriften in seiner Heimat und in Frankreich. Zu seinen literarischen Werken gehören die Romane Les prisonniers de la haine (Abidjan 2003, «Die Gefangenen des Hasses ») und Les Catapila, ces ingrats (Paris 2009, «Die Krabbelkäfer, diese Undankbaren ») sowie u.a. die Erzählbände Robert et les Catapila (Abidjan 2005) und Nègreries (Abidjan 2007).
Kindheit: “Das Verschwinden meines Vaters”


Chers francophones!

Vous voici dans une rubrique présentant des traductions allemandes d’auteurs africains (principalement francophones aussi). Comme ici, je copie la première partie des originaux avec le lien pour continuer la lecture.
Voici ma rubrique Cote d’Ivoire.

Venance Konan (journaliste-écrivain) à Gbagbo :/ “Pourquoi fus-tu finalement le Kouglizia, cet autre oiseau mythique qui n`annonce que la mort ?”

La nuit va tomber, Laurent Koudou Gbagbo. Elle sera longue. Très longue, Laurent Koudou. Car c’est la nuit de ton rendez-vous avec ton destin, Laurent. T’es-tu arraché les paupières ? As-tu fait comme Sakouato, l’oiseau mythique de chez toi qui, chargé de prévenir le village des dangers, s’était arraché les paupières pour ne pas se laisser surprendre par le sommeil ? La nuit sera longue Koudou. Elle sera celle de ton destin. Et de celui de ton pays, la Côte d’Ivoire. Alors, pour entretenir cette nuit, comme dans ton village on entretient le feu lors des longues veillées funèbres en y ajoutant régulièrement des brindilles de bois, laisse-moi te raconter ta vie. Laisse-moi raconter ton parcours sur cette terre, comme on le fait au cours des longues veillées funèbres autour du feu. Car funèbre elle sera, cette veillée. Il y aura au moins un mort demain, Laurent, tu le sais. Toi ou ton pays auquel tu as lié ton destin il y a très longtemps déjà. Anticipons alors la veillée. Pardonne-moi mes oublis, Laurent Koudou Gbagbo, fils de Zézé Koudou Paul Gbagbo.

Koudou, tu es né le 31 mai à Mama, là-bas, en pays Bété, dans l’Ouest de ce territoire alors colonie française et qui deviendra en 1960 la république de Côte d’Ivoire. Zézé Koudou Paul Gbagbo venait tout juste de rentrer de la seconde guerre mondiale. Tu es né très peu de temps après qu’il ait rencontré Marguerite, ta mère, ce qui a fait dire aux mauvaises langues qu’il ne serait pas ton véritable père. C’est Marguerite elle-même qui raconta lors des funérailles de Zézé Koudou Paul qu’avant lui, elle était mariée à un Malinké, ce peuple venu du nord de la Côte d’Ivoire et des pays voisins. Certains ont pu dire que ton véritable géniteur serait un étranger. Peu importe. Les grands hommes ont souvent des origines obscures. Ce qui est certain est que tu passas une enfance pauvre. Tu l’as plusieurs fois raconté à ton peuple, pour souligner ta réussite. Zézé Koudou Paul était un policier, père d’une nombreuse progéniture. Il semble qu’il négligea les deux enfants de Marguerite, à savoir toi et ta sœur Jeannette Koudou. Combien de fois n’as-tu pas raconté que ton exemple montrait que l’on pouvait naître pauvre et accéder à la plus haute marche de l’Etat ?

Tu eus beaucoup de chance, Laurent Koudou, fils de Zézé Koudou Paul….
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