DEUTSCHE MEDIEN, AFRIKABILD: SCHLECHTE ARBEIT – L’Afrique et les médias allemands: catastrophe

– Deutsch, weiter unten –

Chères amies, chers amis du blog,

Pour une fois, je ne vous présente pas de reportage AFP sur un sujet africain, mais un article plus une interview remarquable sur un sujet qui me tiens à coeur. Remarquable, parce que c’est la Deutsche Welle World – sa rédaction française – qui présente un expert d’Afrique allemand et ses critiques.

Banner Taka frRemarquable, parce que ni l’article ni l’interview de Thomas Bierschenk, qui viens d’être nommé Chevalier de l’Ordre National du Bénin, existent en allemand, non plus chez Deutsche Welle World, et que c’est à des gens comme moi d’en livrer une traduction pour les allemands. En voila un autre exemple pour le problème dont il parle!
Un sujet qui me tiens à coeur, parce que justement cette critique, qu’il prononce m’avait conduit à faire ce blog! À lire dans “Pourquoi ce blog?”

Culture | 16.11.2010
L’Afrique et les médias allemands

L’Afrique ne fait pas partie des priorités des médias allemands. Les images du continent véhiculées par la presse allemande ne concernent souvent que les guerres, les maladies et la pauvreté.
=> LIRE ET ECOUTER L’INTERVIEW

Liebe Leserinnen und Leser,

ein kleiner medialer Treppenwitz führt mich zu diesem etwas ungewöhnlichen Beitrag, auch in eigener Sache: Ein deutscher Afrikaexperte liefert der französischen Redaktion von Deutsche Welle World ein Interview mit einer herben und treffenden Kritik an der unterirdischen Qualität der Arbeit der deutschen Medien, was die Darstellung Afrikas betrifft.
Banner Taka deGenau das hatte zur Gründung dieses Blogs geführt, wie ich in “Warum dies Blog?” ausführe.
Ist es nicht ein Symptom für das Problem, dass gerade dieses Interview mit dem kürzlich in Benin mit dem Chevalier de l’Ordre National du Bénin behangenen Univ.-Prof. Dr. Thomas Bierschenk vom Institut für Ethnologie und Afrikastudien der Johannes Gutenberg-Universität Mainz auch an der deutschen Afrikaredaktion von Deutsche Welle World und am deutschen Publikum spurlos vorbeigeht?

=> Hier etwas über Thomas Bierschenk
=> Hier die deutsche google-Übersetzung des frz DWW-Artikels

Das Radiointerview übersetze ich Ihnen nicht, denn es gibt von ihm auch zu lesen:

“Seit 1960 hat sich die Situation des Kontinents tiefgreifend verändert. Die Bilanzen und Rückschauen werden der Komplexität dieser Entwicklung allerdings oft nicht gerecht. Zwei Themen, unter denen wir gelernt haben, Afrika “zu sehen”, dominieren: Demokratie und Entwicklung, bzw. ihre jeweilige Abwesenheit, also Diktatur, Staatsverfall, Bürgerkrieg, Armut, Hunger.

Dabei gerät jedoch aus dem Blick, wie umfassend sich der Kontinent in den letzten 50 Jahren verändert hat – nicht nur auf politischem und wirtschaftlichem, sondern auch, und vielleicht sogar in erster Linie, auf gesellschaftlichem und kulturellen Gebiet. Vielschichtige Verdichtungs-, Differenzierungs- und Transformationsprozesse haben dazu geführt, dass afrikanische Gesellschaften heute bedeutend komplexer sind als zu der Zeit, in der die afrikanischen Staaten unabhängig geworden sind.

Banner mein Artikel 50 JahreSchon die einfachen Fragen, ob Afrika demokratischer geworden ist und ob es sich (ökonomisch) “entwickelt” hat, sind schwer zu beantworten. Und zwar vor allem deshalb, weil sie sich meist, ohne zu differenzieren, auf den ganzen Kontinent beziehen. Kein anderer Kontinent verführt Kommentatoren derart zu Generalisierungen wie Afrika.

Man stelle sich einmal vor, große deutsche Zeitungen hätten nur einen einzigen “Asien-Korrespondenten”, der dann etwa aus Singapur über den Irak berichtet. Genau das ist die Situation in der Berichterstattung über Afrika in den deutschen Medien. Ein Korrespondent ist durchschnittlich für fast 25 Länder zuständig, von denen manche vom jeweiligen permanenten Standort des Journalisten weiter entfernt liegen als von Hamburg.”
=> Weiterlesen in seinem 50-Jahre-Unabhängigkeitsartikel “Kontinuitäten und Brüche”

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