DR KONGO: HUMANITÄRER ALARM – RDC: l’aide internationale ne répond pas aux besoins

Humanitäre Lage im Osten der Demokratischen Republik Kongo alarmierend – Ärzte ohne Grenzen veröffentlicht Bericht
03. März 2014 https://www.aerzte-ohne-grenzen.de/
Kinshasa/Berlin, 3. März. Das Ausmaß der humanitären Notlage im Osten der Demokratischen Republik Kongo ist gewaltig. Das zeigt ein heute veröffentlichter Bericht der Hilfsorganisation Ärzte ohne Grenzen. Der Bericht “Everyday Emergency: Silent Suffering in Democratic Republic of Congo” basiert auf umfassenden medizinischen Daten sowie zahlreichen Berichten von Patienten und Helfern der Organisation und kommt zu dem Schluss, dass in den östlichen Provinzen viele Menschen dringend benötigte Nothilfe nicht erhalten.
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RDC: l’aide internationale ne répond pas aux besoins les plus urgents
Kinshasa (AFP) – 04.03.2014 18:55
L’aide internationale importante à destination de la République démocratique du Congo “ne répond pas aux besoins de ceux qui en ont le plus besoin”, déplore Médecins sans frontières (MSF) dans un rapport transmis mardi à la presse.

Des hommes déchargent des sacs d'aide alimentaire au Katanga, dans le sud-est de la RDC
Lebensmittelhilfe wird entladen, in Katanga, DR Kongo
Des hommes déchargent des sacs d’aide alimentaire au Katanga, dans le sud-est de la RDC
afp.com – Stephanie Savariaud

“L’aide humanitaire est mal répartie et profite surtout aux personnes vivant dans des camps et dans des zones urbanisées”, écrit l’organisation non gouvernementale dans ce document intitulé “L’urgence au quotidien : souffrance silencieuse en République démocratique du Congo”.
Sur les quelque trois millions de personnes déplacées à l’intérieur du pays, “beaucoup […] sont invisibles aux yeux des organisations et ne reçoivent aucune aide”, vivant “auprès de familles d’accueil ou se [cachant] dans les forêts ou la brousse”.
Pour MSF, “le gouvernement n’a pas tenu son engagement d’assurer des services et des soins de santé de base dans le pays. En conséquence, des milliers de personnes meurent chaque année des suites de maladies évitables et traitables”.
L’organisation déplore également les conséquence de la poursuite de la violence liée à la présence persistante de dizaines de groupes armés dans la moitié est du pays (déchirée par les conflits depuis près de vingt ans).
“Pendant des combats, les gens renoncent à se rendre à une clinique mobile ou fuient leurs maisons, compliquant ainsi l’accès à des soins de santé”, ajoute le rapport, et le “personnel médical et les hôpitaux sont régulièrement attaqués”.
Parlant d’une situation “inacceptable” qui rend “l’organisation de soins de santé primaires difficile, voire impossible”, MSF “appelle à la prise de mesures immédiates pour mettre fin à ces souffrances”.
En 2013, la Mission des Nations unies pour la stabilisation en RDC (Monusco), présente dans le pays depuis 1999 et forte de près de 20.000 Casques bleus, a été dotée d’un mandat l’autorisant à neutraliser tous les groupes armés et à soutenir l’armée congolaise dans sa lutte contre les milices.
MSF estime que “cette situation compromet gravement la perception de neutralité de l’aide humanitaire et médicale dans la mesure où les opérations offensives de l’ONU utilisent des moyens de transport ressemblant à ceux des humanitaires”.
Plusieurs personnes au sein des agences humanitaires des Nations unies ont indiqué à l’AFP que l’engagement de la Monusco au côté de l’armée congolaise compliquait leur tâche dans la mesure où l’ONU n’apparaît désormais plus neutre dans le conflit.
© 2014 AFP

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Ein Mitarbeiter von Ärzte ohne GrenzenEin Mitarbeiter von Ärzte ohne Grenzen impft ein Kind in der Provinz Orientale gegen Masern.
© Ikram N’gadi/MSF

Humanitäre Lage im Osten der Demokratischen Republik Kongo alarmierend – Ärzte ohne Grenzen veröffentlicht Bericht
03. März 2014 https://www.aerzte-ohne-grenzen.de/
Kinshasa/Berlin, 3. März. Das Ausmaß der humanitären Notlage im Osten der Demokratischen Republik Kongo ist gewaltig. Das zeigt ein heute veröffentlichter Bericht der Hilfsorganisation Ärzte ohne Grenzen. Der Bericht “Everyday Emergency: Silent Suffering in Democratic Republic of Congo” basiert auf umfassenden medizinischen Daten sowie zahlreichen Berichten von Patienten und Helfern der Organisation und kommt zu dem Schluss, dass in den östlichen Provinzen viele Menschen dringend benötigte Nothilfe nicht erhalten. Ärzte ohne Grenzen ruft zu sofortigem Handeln auf, um das Leiden der Bevölkerung zu mildern. Die Organisation behandelt Jahr für Jahr deutlich mehr als eine Million Patienten in der Demokratischen Republik Kongo.
“Die Infrastruktur und das Gesundheitssystem funktionieren kaum. Der anhaltende Konflikt, fehlender Respekt für Helfer, ein System, dass Patienten zwingt, auch in Krisensituationen für medizinische Hilfe zu bezahlen – all diese Faktoren haben katastrophale Folgen für die Gesundheit der Menschen im Osten der Demokratischen Republik Kongo”, sagt Annemarie Loof, Leiterin der Projektabteilung von Ärzte ohne Grenzen in Amsterdam.
Viele Dörfer im Osten des Landes sind wegen der schlechten Infrastruktur oder aufgrund von Kämpfen und Vertreibungen völlig von der medizinischen Versorgung abgeschnitten. Besonders in abgelegenen und vom Konflikt betroffenen Regionen leisten der Staat und Hilfsorganisationen jedoch zu wenig Hilfe. Vor allem für die knapp drei Millionen intern Vertriebenen ist die Situation prekär -ganz besonders für die vielen “unsichtbaren” Vertriebenen, die bei der einheimischen Bevölkerung unterkommen oder sich in Wäldern versteckt halten.
In den umkämpften Gebieten im Osten des Landes sind auch deshalb viele von der Gesundheitsversorgung ausgeschlossen, weil sie für die Leistungen des Staates, aber auch von Nichtregierungsorganisationen, oft bezahlen müssen. Dabei sieht das nationale Gesundheitssystem eigentlich kostenlose medizinische Versorgung in Notsituationen vor. Zudem zwingt die allgegenwärtige Gewalt medizinische Helfer immer wieder, Hilfsprogramme zu unterbrechen. Auf die Helfer wird außerdem Druck ausgeübt, Hilfe in bestimmte “befreite” Zonen fließen zu lassen, um so Konfliktgebiete zu “stabilisieren” und die staatliche Autorität zu stärken.
“Jahr für Jahr kommt es im Osten der Demokratischen Republik Kongo zu Ausbrüchen von Krankheiten wie Masern, Malaria und Cholera. Doch das Gesundheitssystem ist in den meisten Fällen nicht imstande, diese zu verhindern oder darauf zu reagieren”, sagt Jatinder Singh, medizinischer Koordinator von Ärzte ohne Grenzen. “Viele Menschen müssen deshalb leiden und sterben. Die eigentliche Tragödie ist aber, dass dies meist verhindert werden könnte.”
Ärzte ohne Grenzen fordert alle Konfliktparteien auf, Zivilisten, humanitäre Helfer und medizinische Einrichtungen zu respektieren. Zudem müssen andere humanitäre Akteure angemessenere und flexiblere Nothilfe leisten. Die Hilfe darf allein an den Bedürfnissen der Menschen und nicht an politischen Zielen ausgerichtet sein. Außerdem muss medizinische Hilfe weniger kosten und es müssen bessere Strategien zur Prävention und Behandlung von Epidemien installiert werden.
Ärzte ohne Grenzen ist seit 1981 in der Demokratischen Republik Kongo. Derzeit arbeiten mehr als 2.700 Mitarbeiter der Organisation in allen Provinzen des Landes. Im Jahr 2012 haben die Teams mehr als 1,6 Millionen kostenlose Behandlungen durchgeführt, fast eine halbe Million Malariapatienten behandelt und mehr als 90.000 Patienten stationär behandelt. Seit 2008 haben sie mehr als fünf Millionen Kinder gegen Masern geimpft und die Geburt von einer halben Million Babys begleitet. In keinem anderen Land betreibt Ärzte ohne Grenzen ein so umfassendes medizinisches Nothilfeprogramm.
Der Bericht “Everyday Emergency: Silent Suffering in Democratic Republic of Congo” steht hier als PDF-Datei zur Verfügung.

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