Ellen Johnson-Sirleaf, Auszüge aus Reden, Teil III: Über Landwirtschaft, Armut und Bildung

Deutsche Übersetzungen aus einem guten Dutzend ihrer Reden aus dem Zeitraum von 2006 bis Mitte 2010, also nach ihrer Wahl zur Präsidentin Liberias, und vor den totalen Schuldenerlässen von IWF, Weltbank und Pariser Club 2010. => Liberia hier im Afrikainfoblog
Diese Texte, thematisch in vier Teile aufgegliedert, sind Bestandteil meines Artikels “Wir Afrikaner müssen den Preis für Demokratie selber bezahlen – afrikanische Texte zu 50 Jahren Unabhängigkeit”; sie sind aus Speicherplatzgründen hier separat veröffentlicht.
Die Auszüge sind so ausgewählt und zusammengesetzt, dass Sie sie fast wie ein einziges Manuskript von oben nach unten durchlesen können.
Zur Qualität der Übersetzungen: sie ist gut, vor allem 100%ig korrekt, aber etwas unter meinem optinalen Niveau. Wenn Sie die Quantität in diesem Vierteiler betrachten, werden Sie verstehen, dass ich, im Unterschied zu den anderen drei Texten im Hauptartikel, aus Zeitgründen diesmal oft automatische Google-Übersetzungen in korrektes Deutsch umgeschrieben habe, anstatt alles manuell in wahrscheinlich stilistisch etwas besseres Deutsch zu übersetzen.

Hinweise:
Ellen Johnson Sirleaf ist seit dem 16. Januar 2006 gewählte Präsidentin der Republik Liberia. Englischsprachigen Leserinnen und Lesern empfehle ich die reichhaltige Webseite “Liberia: Past and Present”.
Einen kleinen Artikel über diese “Powerfrau” finden Sie auch ganz unten in meinem Beitrag “schreibt den kongolesischen Frauen”.
Ellen wird 2011 wieder kandidieren, entgegen ihrer früheren Aussage dies nicht zu tun. Nach Lektüre ihrer Reden werden Sie mir zustimmen, dass das nichts mit Machtliebe zu tun hat, sondern ihre frühere Aussage voreilig getroffen war: schon in reicheren Ländern mit viel weniger Problemen brauchen Politiker, die zu Verbesserungen motiviert sind, mehr als eine Amtszeit.
Für mich ist sie eine der besten politischen Kräfte und Personen, die Afrika bislang vorgebracht hat, eher ein afrikanischer Jelzin als Gorbatschow, denn ihre Legitimation beruht bislang ausschließlich auf freier und demokratischer Wahl durch das Volk, auf eisenhartem Willen, den Übeln den Saft abzudrehen und letztendlich am Ende einer langen, sehr schwierigen Strecke für ihr Volk gearbeitet zu haben.
Mit meiner Aufnahme ihrer Texte in meinen Unabhängigkeitsartikel (obwohl Liberia schon sehr lange vor den anderen unabhängig war) und meiner Arbeit daran möchte ich also indirekt ihren nächsten Wahlkampf etwas unterstützen. Der Fairness und Korrektheit halber füge ich daher jetzt noch hinzu, dass sie auch kritisiert wird: in den 1980ern hatte sie während des ersten liberianischen Bürgerkriegs einen der späteren massenmörderischen Diktatoren zu dessen Oppositionszeit einmal finanziell unterstützt, dies aber schon kurz darauf öffentlich bedauert und erklärt, sie habe vorschnell trotz Zweifeln an der Person einem ersten guten Eindruck über die Pläne Charles Taylors nachgegeben. Antikapitalistische Kritiker verweisen auch auf ihre Mitarbeit bei Weltbank und IWF. In ihrem Buch “mein Leben für Nigeria” können Sie aber nachlesen, was sie dort für Funktionen innehatte, was sie getan hat und was sie der Leitung der Institutionen gegenüber für Positionen vertrat, energisch vertrat, was auch zu teilweisen Korrekturen derer Politiken beitrug.

TEIL III: hier
=> TEIL II: Über Korruption, gute Regierungsführung und Ethik
=> TEIL I: Über ihr Land und sie selber
=> TEIL IV: Über afrikanische Frauen und Politik für sie, über Frauen in Führungspositionen
Damit Sie sich die Auszüge nicht selber aus den Originaltexten herausklambüsern müssen, ist am Ende jedes Auszuges der link zur kompletten Rede, am Ende jedes Teil aber auch der englische Text nur der deutschen Übersetzungen.

Rede an einer Agraruniversität in Nigeria, Februar 2010
Ich bin Empfängerin von mehreren Ehrendoktorwürden und anderen Auszeichnungen weltweit, darunter eine von der Universität Jos in Nigeria, gewesen. Ich habe versucht, akademischen Titel wegen des Verdachts der mit ihnen verbundenen Schmeichelei zu widerstehen. Aus diesem Grund nenne ich mich nicht “Doktor”. Dennoch kommen Anerkennung, Ehre und Doktortitel weiterhin, und ich möchte sie auch akzeptieren, weil ich glaube, die Motive der Spender sind echt und aufrichtig. Ich glaube, es ist eine Anerkennung für die Fortschritte der Frauen, des Symbols der Wünsche und Erwartungen der afrikanischen Frauen. Diese Ehre, die Sie mir schenken, ist aus einem besonderen Grund besonderer Natur: Sie stammt aus einer afrikanischen Universität für Bodenkultur, sie gilt einem weiblichen afrikanischen Führer.

Afrika bleibt im Grunde eine Agrargesellschaft. Die harten Realitäten eines vollen und befriedigenden Lebensgenusses sind von extremer Armut, schlechter Gesundheit und Hungersnot in Frage gestellt. Soziale Ungerechtigkeit, wirtschaftliche Ungleichheit und politische Krisen haben den Kontinent geplagt. Geringe Produktivität der Landwirtschaft und Hungersnöte waren schon immer die Grundlage, auf der soziales Elend Afrika heimsucht.

Frauen haben immer an vorderster Front der landwirtschaftlichen Aktivitäten in Afrika gestanden, in der Tat, sie dominieren diesen Sektor. Sie haben das Essen gepflanzt und geerntet, das Essen gelagert, das Essen vermarktet, das Essen serviert. Die Übertragung dieser Ehrendoktorwürde an mich, eine Afrikanerin und Landwirtin, ist in sich selbst die Anerkennung der wichtigen Rolle, die Frauen innehaben und weiterhin in der landwirtschaftlichen Produktivität spielen. Ich widme diese Ehre den hart arbeitenden Menschen in Liberia, insbesondere den Frauen in Afrika im allgemeinen, welche unermüdlich gearbeitet haben, um Ernährungsunsicherheit, Mangelernährung und schlechte Gesundheit zu bekämpfen.
[….]
Eine der kritischen Herausforderungen bei der Sicherstellung der landwirtschaftlichen Entwicklung und der Ernährungssicherheit in Afrika südlich der Sahara im allgemeinen, und insbesondere in Liberia, ist das niedrige Niveau des Humankapitals. Der Mehrzahl der Mitarbeiter auf fast allen Ebenen fehlen das entsprechende Wissen und die Fähigkeiten, effektiv zu arbeiten in einem sich schnell verändernden und komplexen landwirtschaftlichen Umfeld. Üblicherweise wird die Ausbildung, die sie an der Universität/ College erworben haben, der Welt der Arbeit nicht angepasst. Diese Herausforderung wird von anderen verschärft: der fortschreitenden Globalisierung, Wissens- und Informationsexplosion, Privatisierung, schwindende nationale Budgets für den tertiären Bildungsbereich und allgemeine Marginalisierung der landwirtschaftlichen Berufe, mangelnde Anerkennung und schlechter Zugang zu Produktionsfaktoren für Bäuerinnen.

Afrikanische Universitäten und Colleges wie die Ihrige haben eine entscheidende Rolle bei der Neubelebung des Agrarsektors zu spielen, durch eine Reform ihrer Lehrpläne müssen sie an Bedeutung zunehmen, in Reaktion auf die sich verändernden Bedürfnisse von Landwirten, der Agrar-Gemeinschaft und anderen Interessengruppen. Sie müssen ihre Ausbildung stärker auf die angemessene Vorbereitung der Absolventen orientieren, ob als Forscher, Lehrer, Anleiter in der Praxis, politische Entscheidungsträger oder Administratoren, um mit der komplexen Situation der landwirtschaftlichen Entwicklung im 21. Jahrhundert einherzugehen.
[…..]
Doch haben wir keine Illusionen über die vor uns liegenden Herausforderungen. Wir haben keine Illusionen, dass die Erhaltung des sozio-ökonomischen Wachstums und der Entwicklung des Landes abhängig sind von der Landwirtschaft. Ausgebildete und qualifizierte Frauen und Männer können die landwirtschaftlichen Kenntnisse und Fähigkeiten für den Aufbau der institutionellen Kapazitäten zur Bewegung der Branche erzeugen. Seit dem Amtsantritt meiner Administration in 2006 haben wir Fortschritte bei der Reform der Hochschulbildung im Allgemeinen und insbesondere der höheren landwirtschaftlichen Ausbildung gemacht. Allerdings sind Partnerschaften mit anderen afrikanischen Universitäten und Hochschulen sind wichtig, um den Prozess der Reform der liberianischen Universitäten zu beschleunigen, damit diese Absolventen produzieren können, die mit den veränderten Anforderungen des 21. Jahrhunderts klar kommen.
Auszug aus: At the 17th Convocation of the University of Agriculture at Abeokuta
Thursday, February 18, 2010
Abeokuta, Ogun State, Nigeria


Rede vor einem Symposium für Landwirtschaft und Ernährungssicherheit in Chicago, Mai 2010
Im Jahr 2006 begann Liberia den langen Weg zurück von einem Bürgerkrieg, der die Infrastruktur des Landes und seine Institutionen dezimierte, eine Situation verschärft durch eine Bevölkerung, die in die städtischen Gebiete geflohen war, so dass das Land unfruchtbar wurde.

In den vergangenen vier Jahren haben wir im Rahmen der vier Säulen unserer Armutsbekämpfung (oder “Lift Liberia”-Strategie) das Wachstum von durchschnittlichen jährlichen 7 Prozent wiederhergestellt, einen 4,9 Milliarden $ Auslandsschuldensüberhang in Angriff genommen, uns stark gemacht für Fortschritte bei der Konsolidierung des Friedens und der nationalen Sicherheit, bei der Reaktivierung unseres Bergbaus, der Land- und Forstwirtschaft. Wir haben die Institutionen der guten Regierungsführung und der Rechtsstaatlichkeit verstärkt, sowie die Sanierung der Infrastruktur zur Grundversorgung für unsere 3,5 Millionen Einwohner begonnen.

Doch die Herausforderungen bleiben gewaltig und unsere Nation zerbrechlich angesichts der erhöhten Erwartungen und mehrerer Stolpersteine, einschließlich der globalen Finanzkrise 2008/2009, die das Tempo der Erholung und der Reform verlangsamt hat.

Armut bleibt weiterhin die wichtigste Determinante für den Zugang zu Nahrungsmitteln in vielen Teilen Liberia’s, obwohl 70 Prozent der Bevölkerung von der Landwirtschaft leben. In Erkenntnis, dass Wachstum in der Landwirtschaft effektiver bei der Armutsbekämpfung ist als jede Anstrengung in jedem anderen Sektor, hat unsere Regierung das Schwergewicht auf diesen strategischen Sektor gelegt, sowohl im Hinblick auf Exporte und auf Ernährungssicherheit zu Hause.

Unsere politischen Ziele in diesem Sektor sind, Arbeitsabläufe und Tätigkeiten zu beleben, die zu nachhaltigem Wirtschaftswachstum und Entwicklung beitragen, die Ernährungssicherheit und Ernährung anzubieten, und Beschäftigung und Einkommen der Landwirte zu erhöhen – – alles zielt auf messbare Reduzierung der Armut.

Während unser Engagement für die Landwirtschaft eindeutig ist, muss ich anerkennen, dass die öffentliche Finanzierung des Sektors nach wie vor völlig unzureichend ist. Der Anteil unseres nationalen Budgets für landwirtschaftliche Institutionen und Aktivitäten stieg von US $ 3.000.000 im Jahr 2006 auf US $ 7.000.000 im Jahr 2009, bildet aber immer noch lediglich 2 Prozent unseres Budgets.

Darüber hinaus kann ich sagen, ganz offen, dass unsere Bevölkerung trotz der Maßnahmen und Strategien immer noch sehr anfällig für chronische Nahrungsmittelknappheit ist, die sich aus Sach- und Humankapitalzwängen, schlechten Bewirtschaftungsmethoden natürlicher Ressourcen und landwirtschaftlicher Betriebe, schlechter Gesundheit und Ernährungspraktiken ergibt.

Wir intensivieren aber unsere Bemühungen, um die gewünschten Ergebnisse zu erzielen. Um die Wirtschaft wachsen zu lassen, lancierten wir eine “Zurück zur Erde” Kampagne, welche in einer signifikanten Steigerung der Nahrungsmittelproduktion resultierte, insbesondere unserer Hauptprodukte wie Reis und Maniok. Die Reisproduktion hat sich beispielsweise von 85.000 Tonnen im Jahr 2006 auf rund 200.000
Tonnen im Jahr 2009 erhöht, 43 Prozent. Die Erhöhung der Nahrungsmittelproduktion hat das Welternährungsprogramm (WFP) dazu geführt, zum ersten Mal, vor Ort produzierten Reis für den Einsatz in seinem Schul-Ernährungsprogramm zu erwerben.

Die Programme, die die Ergebnisse herbeiführten, haben auch 30.397 Bauern ausgebildet, sie mit neuen Anbaumethoden bekanntgemacht, und 15.000 gefährdete Landwirte und 169 Landwirtegruppen mit Reis-Saatgut versorgt. Unser Erfolg wäre noch größer, wenn mehr Bauern in der Lage wären, Flachland zu verwenden, dessen Rendite in der Reisproduktion die höchste ist im Vergleich zu anderen Umwelten, und wo Reis zwei- oder dreimal pro Jahr angebaut werden könnte.
[….]
Es ist uns sehr klar, dass die Landwirtschaft das Potential hat, eine wichtige Quelle für Beschäftigung zu werden, ganz besonders für die Tausende unserer Bürger, insbesondere Frauen und Jugendliche, denen als Opfer des Krieges wesentliche Fähigkeiten fehlen, aber die lernen können, das Land zu bewirtschaften. Unser Ziel ist es, sie in einer produktiven und dynamischen Einheit für die nationale Entwicklung zu festigen. Jobs in der Landwirtschaft sind eines der Mittel zur Erreichung dieses Ziels.

Wenn Liberia seine eigene Nahrung anbauen und autark sein kann – und wir haben das Potenzial, dies zu tun aufgrund der großen Territorien bebaubarer Böden, des tropischen Klimas und reichlicher Wasserressourcen – kann das Land dann von den Auswirkungen der weltweit steigenden Nahrungsmittelpreise, die wir im Jahr 2008 erfuhren, isoliert werden.

Deshalb entwickelten und validierten wir im Jahr 2009 das Liberia Agriculture Sector Investment Program (LASIP), das unser Ministerium für Landwirtschaft und unsere Entwicklungspartner in eine bessere Koordinierung der Aktivitäten für die Entwicklung der Landwirtschaft in Liberia führt.
[…]
Wir glauben, dass mit Konsequenz in den Bemühungen und Ressourcen, unsere Landwirtschaft den Übergang von “Notfall” zu “Entwicklung” schafft, der auch Nachhaltigkeit und verbesserte Lebensgrundlagen beinhaltet. Im Mittelpunkt dieses Übergangs steht die Umwandlung der kleinbäuerlichen Landwirtschaft in Richtung einer nachhaltigen Diversifizierung, eines Einkommen schaffenden Sektors, der gut in die Märkte integriert ist – einem, in dem die kommerzielle Landwirtschaft Kleinbauern unterstützt und ihnen Anreize gibt.

Um dieses Ziel zu erreichen, beinhalten unsere öffentlichen Landwirtschaftsinvestitions-Prioritäten zwischen 2010 und 2013 Nahrungsmittel- und Ernährungssicherheit; wettbewerbsfähige Wertschöpfungsketten und Marktverbindungen, institutionelle Entwicklung und Entwicklung von Land und Wasser.

In einer neu entstehenden Markt-Wirtschaft wie Liberia’s wird ein großer Teil der tatsächlichen Entwicklung der Landwirtschaft durch den privaten Sektor, durch seine Mitwirkung in verschiedenen Facetten der Produktion, Verarbeitung, Wartung und Handel, durchgeführt. Die Rolle der Regierung in dieser Hinsicht ist es, die günstigen Rahmenbedingungen für die Privatwirtschaft zu schaffen.

Meine Regierung erkennt die Bedeutung des vom privaten Sektor getragenen Wachstums im produktiven Sektor an und ist daher in Konzessionsverträge für die Entwicklung des Agrarsektors mit Investoren getreten. Diese Vereinbarungen geben Landwirtschaftsinvestoren das Recht, produktive Tätigkeiten in den Bereichen ihrer Wahl vorzunehmen, und mit den Kleinbauern zu arbeiten, unterstützt durch Outgrower-Regelungen (Vetragslandwirtschaft) von der öffentlichen Hand.

Investitionen des privaten Sektors steigen in unserem Land, und verschiedene Projekte werden in den kommenden Jahren einen Strom von Einnahmen für Liberia produzieren. Wir freuen uns, dass bis März 2010 die in Liberia engagierten privaten Investitionen in die Landwirtschaft US $ 1,1 Milliarden. Dies schließt eine US $ 847.000.000 Investition für den Anbau von Kautschuk und Palmöl von der malaysischen Firma Sime Darby Berhad ein. Kapitalanlagen im großen Plantagensektor, der out-grower Regelungen durchführt, werden zu Tausenden von Arbeitsplätzen und Exporten führen, aber es wird einige Zeit dauern, um Ergebnisse zu zeigen.

Wir glauben, dass, sobald die privaten Investitionen in Palmöl, Kautschuk, Reis und Holz voll zur Wirkung kommen, unsere Regierung in der Lage sein wird, mehr Ressourcen aus der Ausfuhr von Waren aus diesen Investitionen zu erhalten. Damit wird die Regierung mehr in die Landwirtschaft investieren können, so dass wir uns Erklärung von Maputo nähern, dem Versprechen von mindestens 10 Prozent des Nationalbudgets für den Sektor.

Wir erkennen an, dass eine verstärkte finanzielle Unterstützung allein nicht ausreichen wird, um die erforderliche Transformation von Liberias Agrarsektor zu erreichen und aufrechtzuerhalten. Deshalb fahren wir fort, mit Partnern zusammenzuarbeiten, insbesondere den Vereinigten Staaten, um Liberia zu einem “Kickstart” des Prozesses der Stabilisierung des Landes und der Landwirtschaft zu verhelfen, durch die “Food for the Future/ Nahrung für die Zukunft”- Initiative zu verhelfen, die kürzlich von USAID eingeführt wurde.
[….]
Darüber hinaus begrüßen wir die Initiativen der Obama-Administration, heute hier von Dr. Rajiv Shah vorgestellt, die “Welthunger und Ernährungssicherheit Initiative/ Global Hunger and Food Security Initiative” und die “Feed the Future Initiative/ Füttere die Zukunft Initiative”. Was aus der liberianischen Perspektive äußerst ansprechend über diese US-Initiativen ist, ist dass sie die Teilnahme der wichtigsten Gruppen, darunter Landwirte, Organisationen der Zivilgesellschaft, insbesondere von Frauen, fördern, und sie fördern auch starke ordnungspolitische Maßnahmen, Governance und Rechenschaftspflicht.

Wir sehen diese neue Initiative als ein Zusatz der Millennium Challenge Corporation, die kürzlich Liberia als Schwellennation qualifizierte, die es unterstützt bei eigenen Strategien und die Regierungen belohnt, die in ihre eigene Bevölkerung investieren und verantwortungsbewusst regieren.
Liberia ist erfreut, als eins von 20 Zielländern ausgewählt worden zu sein, und hofft und wird sich bemühen, den Status als ein Land für den Investitionsplan zu erreichen.
Auszug aus: Statement by
Her Excellency Ellen Johnson Sirleaf
President of the Republic of Liberia
?The Role of Agriculture in Post-Conflict Recovery:
The Case of Liberia?
Symposium on Global Agriculture and Food Security
Global Agricultural Development Initiative
Mayflower Renaissance Hotel, Chicago
Thursday, May 20, 2010

aus: Rede bei Empfang “Entwicklungsmöglichkeiten für Liberia”, Juli 2010, Missouri, USA
Doch jenseits dieser großen Investitionen gibt es die grundlegenden Entwicklungsbedürfnisse der Menschen, insbesondere der Frauen und Kinder. Es ist so, wie Sie sich vorstellen können, dass in einem aus mehr als einem Jahrzehnt von Bürgerkrieg und Chaos aufgetauchten Land viel getan werden muss.

Ich möchte drei Bereiche hervorheben, die alle im Zusammenhang mit Bildung und Lernen und Ausbildung stehen. Sie können ein Partner bei diesen Bemühungen werden. Sie können sich uns anschließen bei der Stärkung und Aufwertung der Rolle der Frauen und Mädchen durch die folgenden Programme.

Adult Literacy Program

Der erste hat mit der Alphabetisierung von Erwachsenen zu tun. AKA (Alpha Kappa Alpha Brüderschaft afro-amerikanischer Frauen) ist bereits an diesem Projekt in Liberia beteiligt, über die Stiftung Sirleaf Market Women’s Fund. In der Tat war es bei ihrem Besuch in Liberia im Juni 2009, dass Soror Barbara McKinzie offiziell das Erwachsenen Alphabetisierungsprogramm für Marktfrauen einweihte.

Mein Grund für die Hervorhebung dieses Bereiches ist, dass, während ich das Programm für wertvoll erachtete, glaube, ein sechs-monatiges Programm ist nicht genug für ein wirkliches Verstehen, insbesondere für Frauen, die noch nie in ein Klassenzimmer getreten sind.
[….]
Was wir versuchen, ist daher Unterstützung bei der Erziehung unserer erwachsenen weiblichen Bevölkerung hinauf auf das Niveau der sechsten Klasse, indem sie abends und nachts die Schule besuchen. Ein erweitertes Projekt Alphabetisierung von Erwachsenen würde erfordern: Finanzierung für Lehrer, Schulungsunterlagen, Workshops, Mini-Generatoren und / oder Sonnenkollektoren auf den Klassenzimmern für Licht in der Nacht. Ein solches Projekt würde in Zusammenarbeit mit unserem Bildungsministerium durchgeführt werden, welches einen Nationalen Rat für Erwachsenen- und Nicht-formale Bildung etabliert.
Was immer AKA tun könnte, um ein solches Programm zum Laufen zu bringen, es würde einen gewaltiger Unterschied im Leben unserer Frauen und Mädchen machen.

Community Libraries, Gemeindebibliotheken

Es gibt viele Privilegien, die Menschen in Wohlstandsgesellschaften für selbstverständlich halten – wie Bibliotheken -, der zweite Bereich, den ich hervorheben möchte. Wissen Sie, dass Liberia nach dem Krieg keine einzige öffentliche Bibliothek hatte? Liberia hat 1,6 Millionen Kinder, aus seiner Gesamtbevölkerung von 3,5 Millionen. Die meisten haben noch nie eine Bibliothek gesehen, noch wissen sie, was die tut. Das ist eine ernüchternde Wahrheit. Mit unseren beschränkten Ressourcen mussten wir uns auf den Bau und die Renovierung von Schulen konzentrieren, um den obligatorischen Primärbereich, die Grundschulpflicht, durchzusetzen.

Als Präsidentin frage ich mich oft: Wie werden wir uns jemals aus der Armut heben, wenn unsere Kinder niemals wissen, wie es ist, zu einer Bibliothek zu gehen, zu lesen und das Wissen zu genießen, um zwischen den Deckeln der Bücher zu entdecken und das Internet und einen Computer zu nutzen, um etwas über die größere Welt da draußen zu lernen?

Während unser oberstes Ziel ein nationales öffentliches Bibliothekswesen ist, müssen wir auch irgendwo anfangen. Und dieser Ort könnte die Einrichtung von Gemeindebibliotheken mit Fokus auf Kinder sein. Wenn wir in einem frühen Alter die Phantasie der Kinder erfassen können, und in ihnen die Liebe zu Büchern einflößen, dann wird der Tag kommen, wo wir nicht mehr an Sie, Sorors, appellieren müssen, erweiterte Erwachsenenbildungs-Programme in Liberia zu unterstützen.

Jede Gemeindebibliothek könnte einen Lesesaal voller Bücher haben und eine Welt der Informationen sein und als sicherer Ort dienen, wo Kinder hingehen, um zu lernen und zu erforschen. Solche Bibliotheken, durch ausgebildete Bibliothekare betrieben, müssten mit den Grundlagen ausgestattet werden: Kinderbücher, 2-3 Computer, auf denen die Kinder etwas tun und interagieren könnten, Internetzugang und Strom, Tische und Stühle.

Von AGOA profitieren

Der dritte und letzte Bereich hat mit Ausbildung der liberianischen Frauen im Umgang mit hochwertigen Waren zu tun,, was einen Mehrwert zu unseren Produkten produzieren soll.
Im Moment sind Liberias größte Ausfuhren in die Vereinigten Staaten Rohstoffe – Eisenerz, Gummi, Holz-Chips, Kakao und Palmöl – aber unser Land extrahiert sie nur und sendet sie dann in Übersee.
Also, warum sind wir nicht in der Lage, unsere reichlich vorhandene Rohstoffe zu nutzen – wiederum Kautschuk für OP-Handschuhe oder Kondome, Plastikeimer und Stühle, Kakao in den freien Handel als Bio-Schokolade bringen, Möbel machen aus unseren wunderschönen tropischen Hölzern?

Eine Menge davon ist unserem langen Bürgerkrieg geschuldet, nach dem unsere industrielle Branche am Boden zerstört war. Wir verloren eine Generation von Handwerkern und Technikern, und unsere Lehrlinge haben die Gelegenheit verpasst, ihr Handwerk richtig zu lernen.

Als Folge stellen wir Produkte von schlechter Qualität und schlechten Standards her, die es schwer machen, unsere Waren in anderen Märkten zu verkaufen. Unsere Frauen produzieren alle Arten von Kunsthandwerk sowie schön gestaltete Stoffe, die wir als “Land Tuch” bezeichnen, das, was ich heute Abend zum Beispiel trage, aber es fehlt das technische Know-how, wie diese Produkte fertig zu bringen sind bis zu den Standards, wo sie den Wettbewerb um Marktanteile in den USA bestehen können. Liberia muss wieder Dinge herstellen, und sie gut machen.

In der Tat ist Liberia eines der afrikanischen Länder, die Vorteile ziehen aus den besonderen Präferenzen der US-Regierung, im Rahmen des Afrika Growth and Opportunity Act (AGOA). Diese Anordnung ermöglicht es uns, Waren aus Liberia zollfrei in die Vereinigten Staaten zu exportieren. Dies bedeutet, dass ein Investor in unser Land kommen kann, ein Geschäft gründen und junge Frauen ausbilden kann, Kleidung zu fertigen und sie auf dem US-Markt zu Preisen zu verkaufen, die wettbewerbsfähig sind oder sogar niedriger als die aus einem anderen Land, das nicht in den Genuss der AGOA- Vorteile gekommen ist.

Und wie bei unseren natürlichen Ressourcen, könnten wir die angebotenen Vorteile besser nutzen. In der Tat, im Jahr 2009, exportierten wir in die Vereinigten Staaten Waren im Wert von US $ 78.000.000, aber nur ein mickriger Teil von 3.000 US-Dollar ging unter AGOA. Einige Änderungen haben in diesem Jahr begonnen, mit einer liberianischen Produktion, im kleinen Maßstab, von Kleidern für den Export.

Um die Dinge wieder in Gang zu bringen, brauchen wir das Know-how und die Technologie, und wir müssen in Erfahrung bringen, wie man die Dinge gut produziert. Wir wissen, dass die Vereinigten Staaten ein wettbewerbsorientierter Marktes sind, also müssen wir hochwertige Produkte herstellen, die die Verbraucher wollen.
[…]
Kurz gesagt, wollen wir AKA’s Hilfe, um unsere Frauen in einer Weise zu trainieren, dass ihre Waren Marktzugang bekommen, wodurch AGOA für Liberia arbeitet.
Stellen Sie sich den gewaltigen Beitrag dieser Frauen und Mädchen in ihren jeweiligen Gemeinden vor, wenn sie die erforderlichen technischen Fähigkeiten erwerben, um hochwertige Produkte, die auf dem Weltmarkt konkurrieren können, produzieren zu können. Als kompetente Frauen und Mädchen, die auf eigenen Beinen stehen können, würde ihr Leben für immer geändert werden – zum Besseren.
Auszug aus: Remarks by H.E. President Ellen Johnson Sirleaf
On ?Development Opportunities in Liberia?
At Reception Hosted in Her Honor
By Alpha Kappa Alpha Sorority
Hyatt Regency Hotel, St. Louis, Missouri
Saturday, July 10, 2010

Weiter => Teil IV: Über afrikanische Frauen und Politik für sie, über Frauen in Führungspositionen

Originaltext der übersetzten Auszüge:

I have been the recipient of several honorary degrees and other honors worldwide, including one from the University of Jos here in Nigeria. I have tried to resist academic titles because of the suspicion of flattery associated with them. For that reason, I refuse to be called ?doctor.? Yet, the recognition, the honor, and the doctorate degrees keep coming, and I keep accepting them because I believe the motives of the givers are genuine and sincere. I believe it is a recognition of the progress of women, of the symbol of African women aspirations and expectations. This honor you bestow upon me is special for a special reason: It comes from an African University of Agriculture conferred on a female African leader.

Africa remains basically an agrarian society. The harsh realities of fully and satisfactorily enjoying life have been challenged by extreme poverty, poor health and famine. Social injustice, economic inequity, and political crises have plagued the continent. Low agricultural productivity and famine have always been the foundation upon which social miseries afflict Africa.

Women have always been in the forefront of agricultural activities in Africa, in fact, dominating this sector. They have grown the food, stored the food, marketed the food, served the food. The conferral of this Honorary Doctorate Degree on me, an African woman and farmer, is in itself recognition of the vital role women have and continue to play in agricultural productivity. I dedicate this honor to the hard-working people of Liberia, in particular, and the women of Africa, in general, who have labored tirelessly to combat food insecurity, malnutrition and poor health.
….
One of the critical challenges in ensuring agricultural development and food security in sub-Saharan Africa in general, and Liberia in particular, is the low level of human capital. The majority of staff at almost all levels lacks the appropriate knowledge and skills to work effectively in a rapidly changing and complex agricultural environment. Usually, the training they acquired at university/college does not match with the world of work. This challenge is compounded by other related ones, including ongoing globalization, knowledge and information explosion, privatization, dwindling national budgets for tertiary education, and general marginalization of agriculture careers, lack of recognition and access to factors of production by women farmers.

African universities and colleges such as yours have a critical role to play in the revitalization of the agriculture sector by reforming their curricula to become more relevant and responsive to the changing needs of farmers, the agribusiness community, and other stakeholders. They need to make their training programs more responsive to adequately prepare graduates ? whether as researchers, teachers, extension workers, policy makers or administrators ? to deal with the complex agricultural development situation in the 21st century.
…..
Yet, we have no illusion about the challenges we face. We have no illusions that sustaining the country?s socio-economic growth and development is dependent on the agriculture sector. Educated and skilled men and women can generate the agriculture knowledge and skills for building the institutional capabilities of moving the sector. Since my Administration took office in 2006, we have made progress in reforming higher education in general and higher agricultural education in particular. However, partnerships with other African universities and colleges are critical in fast-tracking the process of reforming Liberian universities to enable them to produce graduates that can cope with the changing demands of the 21st century.
http://www.emansion.gov.lr/doc/President_EJS_Speech_at_Abeokuta_final_1.pdf

In 2006, Liberia started the long road back from a civil conflict that decimated the
country?s infrastructure and institutions, a situation compounded by a population that
fled to the urban areas, leaving the land unproductive.

In the past four years, under the four pillars of our Poverty Reduction or ?Lift Liberia?
Strategy, we have restored growth to an average annual 7 percent, tackled a $4.9 billion
external debt overhang, made strong progress on consolidating peace and national
security, reactivating our mining, agriculture and forestry sectors, promoted the
institutions of good governance and the rule of law, and rehabilitating infrastructure to
extend basic services to our 3.5 million population.

Yet the challenges remain awesome and our nation fragile in the face of raised
expectations and the several stumbling blocks, including the 2008/2009 global financial
crisis, that have slowed the pace of recovery and reform.

Poverty continues to be the most significant determinant of food access in many parts of
Liberia although 70 percent of the population depends on agriculture. Recognizing that
agricultural growth is more effective in reducing poverty than any effort in any other
sector, our Government is placing emphasis on this strategic sector both in terms of
exports and food security at home.

Our policy goal in the sector is to revitalize operations and activities that contribute to
sustainable economic growth and development; to provide food security and nutrition;
and to increase farmers? employment and income ? all aimed at measurably reducing
poverty.

While our commitment to agriculture is unequivocal, I must acknowledge that public
financing of the sector is still woefully inadequate. The share of our national budget
allocated to agricultural institutions and activities rose from US$3 million in 2006 to
US$7 million in 2009 but this still represents a mere 2 percent of our budget.

Moreover, I can say, quite candidly, that despite the policies and strategies, our
population is still highly vulnerable to chronic food insecurity, stemming from physical
and human capital constraints, poor natural resource and farm management practices,
and poor health and nutrition practices.

We are, nevertheless, intensifying our efforts to achieve the desired results. To grow the
economy, we embarked upon a ?Back to the Soil? Campaign that resulted in significant
increase in food production, particularly of our staples as rice and cassava. Rice
production, for example, increased from 85,000 metric tons in 2006 to about 200,000
metric tons in 2009 ? a 43 percent increase. The increase in food production has led the
World Food Programme (WFP), for the first time, to purchase locally produced rice for
use in its school-feeding program.

The programs that supported the results have also trained 30,397 farmers, providing
them with new farming methods, and provided 15,000 vulnerable farmers and 169
farmer groups with seed rice. Our success would have been even greater if more
farmers had been able to use lowland areas where yields in rice production is highest
compared to other ecologies, and where rice could be cultivated two or three times per
year.
….

It is very clear to us that agriculture has the potential to become a major source of
employment, most especially for the thousands of our citizens, especially women and
youth who, as casualties of the war, lack essential skills, but who can learn to farm the
land. Our objective is to consolidate them into a productive and dynamic entity for
national development. Jobs in the farming sector are one of the means of accomplishing
that aim.

If Liberia can grow its own food and be self-sufficient ? and we have the potential to do
so due to the large territorial farmable soils, the tropical climate and abundant water
resources ? the country would then be insulated from the effects of the soaring global
food prices, which we experienced in 2008.

This is why, in 2009, we developed and validated the Liberia Agriculture Sector
Investment Program (LASIP), which is guiding our Ministry of Agriculture and our
development partners in better coordinating activities aimed at Liberia?s agricultural
development.

We believe that with consistency in efforts and resources, our agriculture sector is
transitioning from ?emergency? to ?development?, which includes sustainability and
improved livelihood. At the core of this transition is the transformation of smallholder
agriculture into a sustainable diversified, income-generating sector that is well
integrated into markets ? one in which commercial agriculture provides support and
incentives to small farmers.

To achieve this objective, our public sector agriculture investment priorities between
2010 and 2013 include food and nutrition security; competitive value chains and market
linkages; institutional development; and land and water development.

In an emerging market-driven economy like Liberia?s, a large share of the actual
development of agriculture is carried out by the private sector through their involvement
in different facets of production, processing, servicing and trade. Government?s role in
this regard is to provide the enabling environment for the private sector to thrive.

My Government recognizes the importance of private sector-led growth in the
productive sector, and has therefore entered into concession agreements with investors
for development of the agriculture sector. These agreements give agriculture investors
the right to undertake productive activities in areas of their choice, and to work with
smallholders through out-grower arrangements supported by the public sector.

Private-sector investment is picking up in our country, and various projects will produce
a stream of income for Liberia in the years to come. We are pleased to note that as of
March 2010, committed private-sector investment in agriculture in Liberia totaled
US$1.1 billion. This includes a US$847 million investment for the cultivation of rubber
and oil palm by the Malaysian firm Sime Darby Berhad. Investments from the large
plantation sector, which include out-grower schemes, will result in thousands of jobs
and exports, but it will take time to show results.

We believe that once the private-sector investments in palm oil, rubber, rice and
logging come fully ?on line,? our Government will be able to receive more resources
from the exportation of products from these investments. This will enable the
Government to invest more in agriculture, allowing us to move toward the Maputo
Declaration promise of a minimum of 10 percent budget allocation to the sector.

We recognize that increased budgetary support alone will not be sufficient to achieve
and sustain the required transformation of Liberia?s agriculture sector. Therefore, we
continue to work with partners, especially the United States, to help Liberia to ?kick
start? the process of stabilizing the country and the agriculture sector through the ?Food
for the Future? program, launched recently by USAID.
….

Moreover, we applaud the initiatives of the Obama Administration, presented here today
by Dr. Rajiv Shah, the ?Global Hunger and Food Security Initiative,? and the ?Feed the
Future Initiative.? What is most appealing from the Liberian perspective about these
U.S. initiatives is that they encourage the participation of key groups, including farmers,
civil society organizations, especially women, and they also promote strong regulatory
policies, governance and accountability.

We see this new initiative as a compliment to the Millennium Challenge Corporation,
which recently qualified Liberia as a threshold nation in that it supports home-grown
strategies and rewards governments that invest in their own people and govern
responsibly.
Liberia is pleased to have been selected as one of 20 target countries, and hopes and
will strive to achieve status as an investment plan country.
http://www.emansion.gov.lr/doc/20100520_Remarks_at_Symposium_on_Global_Agriculture.pdf

However, beyond these major investments are the basic development needs of the people, particularly women and children. There is, as you can imagine, much that needs to be done in a country coming out of more than a decade of civil war and mayhem.

I wish to highlight three areas, all related to education and learning and training. You can be a partner in this effort. You can join us in empowering and enhancing the role of women and girls through the following programs.

Adult Literacy Program

The first has to do with adult literacy. AKA is already involved with this project in Liberia, through the Sirleaf Market Women?s Fund. As a matter of fact, it was during her visit to Liberia, in June 2009, that Soror Barbara McKinzie officially launched the Adult Literacy Program for Market Women.

My reason for highlighting this area is that while I believe the literacy program to be valuable, a six-month program is not enough for any real comprehension, especially for women who have never entered a classroom.
….

What we seek, therefore, is assistance in educating our adult female population up to the level of the sixth grade by enabling them to attend evening and night school. Undertaking an expanded adult literacy project would require: funding for teachers, training materials, training workshops, mini-generators and/or solar panels to light the classrooms at night. Such a project would be undertaken in collaboration with our Education Ministry,
which has established a National Council for Adult and Non-formal Education.
Whatever AKA could do to get such a program up and running would make an immense difference in the lives of our women and girls.

Community Libraries

There are many privileges which people in affluent societies take for granted ? like libraries ? the second area I wish to highlight. Do you know that post-war Liberia does not have a single public library? Liberia has 1.6 million children, out of its total population of 3.5 million. Most have never seen a library, nor know what it does. That is a sobering truth. With our limited resources, we have had to focus on the building and renovation of schools in order to enforce compulsory primary education.

As President, I often ask myself: How will we ever lift ourselves out of poverty if our children never know what it is to go to a library, to read and savor the knowledge to be discovered between the covers of books, and to learn, using the Internet and a computer, about the greater world out there?

While a national public library system is our ultimate goal, we need to start somewhere. And that place could be the setting up of community libraries with a focus on children. If we can capture, at an early age, the imaginations of children and instill in them a love of books, the day will come when we will no longer need to appeal to you, Sorors, to support expanded adult literacy programs in Liberia.

Each community library could include a reading room filled with books and a world of information, and serving as a safe place where children could go to learn and explore. Such libraries, operated by trained librarians, would need to be equipped with the basics: children?s books, 2-3 computers where the children could engage and interact; internet access and electricity; tables and chairs.

Benefiting from AGOA

The third and final area I want to touch upon has to do with training Liberian women in how to produce quality goods, thereby adding value to our products.
At the moment, Liberia?s biggest exports to the United States are raw materials ? iron ore, rubber, wood chips, cocoa, and palm oil ? but our country is simply extracting then sending them overseas.
So why haven?t we been able to capitalize on our abundantly available raw materials ? turn rubber into surgical gloves or condoms, plastic buckets and chairs; turn cocoa into free-trade organic chocolate; make furniture from our wonderful tropical woods?

A lot of that is due to our long civil war, during which our industrial sector was devastated. We lost a generation of artisans and technicians, and our apprentices have missed the opportunities to learn their craft properly.

As a result, we make products of low quality and poor standards, which makes it hard to sell our goods to other markets. Our women produce all kinds of crafts as well as beautifully designed fabrics which we call ?country cloth,? exemplified by what I have on tonight, but they lack the technical expertise of how to finish these products to bring them up to standards where they can compete for U.S. market share. Liberia needs to be making things again, and to make them well.

In fact, Liberia is one of the African countries that benefits from special preferences offered by the U.S. Government under the Africa Growth and Opportunity Act (AGOA). This arrangement allows us to export goods made in Liberia to the United States duty free. This means that an investor can come to our country, set up a business to train young women in making clothes, and then sell the clothes to the U.S. market at prices that are competitive or even lower than those made in another country that does not enjoy AGOA benefits.

And like our natural resources, we could be taking better advantage of the benefits offered. In fact, in 2009, of the US$78 million worth of goods we exported to the United States, only a measly US$3,000 came under AGOA. Some change started this year, with a Liberian producing, on a small scale, garments for export.

To start making things again, we need the know-how and the technology, and we need experience in how to make things well. We know that the United States is a competitive market, so we need to make quality products that consumers want.

In short, we seek AKA?s help to train our women in a way that their goods gain market access, thereby making AGOA work for Liberia.
Imagine the huge contribution these women and girls would make in their respective communities once they acquire the technical skills required to produce quality products that can compete on the world market. As empowered women and girls, able to stand on their own, their lives would forever be changed ? for the better.
http://www.emansion.gov.lr/doc/AKA_statement.pdf

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