EXCISION, FGM: WARIS DIRIE – KLINIK in BERLIN für OPFER WEIBLICHER GENITALVERSTÜMMELUNG – Allemagne – MGF: Clinique « Fleur du Désert » ouvre ses portes

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http://www.desertflowerfoundation.org/de/waris-dirie/
http://www.desertflowerfoundation.org/en/about-waris-dirie/

2. Erste Klinik für Frauen mit Genitalverstümmelung eröffnet
http://www.dw.de/themen/afrika/s-12324
Millionen Mädchen weltweit werden jährlich verstümmelt. Die Folge: Inkontinenz und Schmerzen – bis hin zum Tod. Eine Klinik in Berlin will den Opfern von Genitalverstümmelung helfen, unterstützt vom Ex-Model Waris Dirie.
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Allemagne -La Clinique « Fleur du Désert » ouvre ses portes
http://www.dw.de/actualit%C3%A9s/afrique/s-11551 11.09.2013
Désormais, en Allemagne, les femmes victimes d’excision pourront trouver à Berlin une aide médicale et psychologique dans une clinique spécialisée, la première du genre en Europe. Inaugurée hier, cette clinique appelée « Centre Fleur du Désert » accueille les patientes à partir de ce jeudi. Parmi les personnalités présentes lors de cette inauguration, une célèbre militante pour la défense des droits humains : la Somalienne Waris Dirie, qui parraine le projet.

Waris Dirie, à l'inauguration du centreWaris Dirie, bei der Einweihung , à l’inauguration du centre

Une enfance douloureuse
L’ex-top modèle est particulièrement connue pour son autobiographie « La fleur du désert ». Le livre, qui a aussi fait l’objet d’un film, décrit l’extraordinaire parcours de Waris Dirie : petite fille, elle est excisée à l’âge de trois ans, comme le veut la tradition de sa région ; puis gardienne de chèvres, à 13 ans elle fuit un mariage forcé, se réfugie chez sa grand- mère à Mogadiscio avant d’émigrer à Londres.
Là-bas, elle est finalement repérée par un photographe de mode. Elle découvre alors un autre monde et apprend aussi qu’en Europe, les filles ne sont pas soumises à l’ablation du clitoris, des grandes et petites lèvres ou à l’infibulation, (rétrécissement de l’orifice vaginal), autant de procédures qui entraînent souvent de grandes douleurs et de dangereuses infections, parfois mortelles.
De mannequin à ambassadrice
Depuis Waris Dirie a quitté le monde de la mode. Elle est devenue ambassadrice de l’ONU contre les mutilations génitales et consacre une grande partie de son temps à cet engagement. Elle a créé la fondation « Fleur du Désert », et le centre du même nom inauguré hier dans l’hôpital berlinois de Waldfriede travaille en coopération avec sa fondation.
bannerwomenUne équipe de chirurgiens spécialisés, de psychologues et d’assistants sociaux sont à la disposition des patientes pour divers traitements et pour les aider aussi bien sur le plan physique, psychique, ou social.
Selon l’ONG Terre des Femmes, 24.000 femmes en Allemagne ont été victimes de mutilations génitales et environ 5000 fillettes risquent de subir une excision..
L’OMS, l’Organisation mondiale de la Santé, estime qu’environ cent quarante millions de filles et de femmes dans le monde souffrent actuellement des séquelles de mutilations génitales, dont plus de 90 millions rien qu’en Afrique.
Date 12.09.2013
Auteur Philippe Pognan
Edition Aude Gensbittel


Video zum Thema – Hilfe für beschnittene Frauen


1. Waris Dirie Waldfriede Klinik für beschnittene Frauen öffnet in Berlin

Von Elmar Schütze 11.09.2013 http://www.berliner-zeitung.de/
Sie sind nicht nur körperlich unvorstellbar verwundet. Genitalverstümmelung traumatisiert Frauen und beeinflusst sie den Rest ihres Lebens. In Berlin eröffnet am Mittwoch das erste Behandlungszentrum für diese Leiden. Schirmherrin ist Waris Dirie.
Ich war drei Jahre alt, und am Abend davor habe ich eine Extraportion Reis bekommen.“ Mit diesen Worten aus dem Off wird in dem Film „Wüstenblume“ die Schlüsselszene anmoderiert, bei dem ein Mädchen mitten in einer kargen Wüstenlandschaft brutal beschnitten wird und ihre Genitalien verstümmelt werden.
Es ist die Geschichte von Waris Dirie, früheres Supermodel aus Somalia und mit ihrer Stiftung Desert Flower (Waris heißt in ihrer Stammessprache Wüstenblume = Desert Flower) seit anderthalb Jahrzehnten entschlossene Kämpferin gegen das grausame Ritual, das von den Vereinten Nationen als Menschenrechtsverletzung geächtet wird. Und dem doch weltweit rund 150 Millionen Frauen vor allem in Afrika unterworfen sind.
Am Mittwochabend, als sie im Krankenhaus Waldfriede in Zehlendorf die Passage des Films sieht, kämpft UN-Sonderbotschafterin Dirie mit den Tränen – und verliert. Es braucht eine Weile, bis die heute 47-Jährige tun kann, worum sie nach Berlin gekommen ist: im Waldfriede das Desert Flower Center eröffnen, das erste Krankenhaus weltweit, das genitalverstümmelte Frauen ganzheitlich behandelt. „Das heißt, die Patientinnen werden betreut, operiert, anschließend gepflegt und bei Bedarf seelsorgerisch begleitet, um ihnen die Rückkehr in die Gesellschaft zu erleichtern“, erklärt Bernd Quoß, Geschäftsführer des Krankenhauses an der Argentinischen Allee.
Bis zu 8.000 verstümmelte Frauen in allein Berlin
Das Waldfriede ist für sein Zentrum für Darm- und Beckenbodenchirurgie bekannt, Chefarzt Roland Scherer eine Kapazität auf dem Gebiet. Diese Fachkenntnis führte Stiftung und Krankenhaus zusammen. Tatsächlich sei die Rekonstruktion von Klitoris und/oder Schamlippen technisch kein Problem für das Team, sagt Quoß. „Der Schritt ist nicht mehr so groß.“
Dennoch haben die Zehlendorfer dieser Tage Hilfe erhalten. Im Gefolge von Waris Dirie ist Pierre Foldès aus Paris angereist. Der Chirurg hat schon 5 000 beschnittene Frauen operiert. Nachdem vorige Woche in Zehlendorf die ersten zwei Frauen behandelt wurden, will Foldès an diesem Donnerstag zusammen mit Scherers Team zwei weitere operieren, eine aus Äthiopien, die andere aus Djibouti. In diesen ostafrikanischen Ländern ist die Tradition des Beschneidens weit verbreitet. Ähnliches gilt für Westafrika, wo fast jede Frau beschnitten ist, obwohl dies in den meisten Ländern verboten ist.
Die Ostafrikanerinnen sind über Diries Stiftung nach Berlin gekommen. Das Waldfriede rechnet mit bis zu 100 Betroffenen jährlich, um wirtschaftlich arbeiten zu können. Derzeit liegen fünf Anfragen aus Wien vor. Zwar leben auch rund 8.000 verstümmelte Frauen in Berlin, doch die Patientinnen werden hauptsächlich über die Stiftung kommen. Eine Rekonstruktion kostet zwischen 4 000 und 10 000 Euro. Bei hiesigen Versicherten bezahlt die Krankenkasse, bei Nicht-Versicherten springen ein Förderverein der Klinik oder die Stiftung ein.
Berlin soll der Anfang sein
Neben den gemeinsamen Operationen stehen Workshops mit Schwestern und Ärzten auf dem Programm. Dafür ist eine Ärztin aus dem sudanesischen Khartum angereist – ebenso wie Fachleute aus Kairo, London und der Schweiz. Dieser Austausch soll alltäglich werden, sobald das Desert Flower Center mit seiner Arbeit begonnen hat.
Viel Zeit für Berlin hat sich Waris Dirie nicht genommen, heute wird sie bei der Uno in Genf erwartet. Von dort sei der Vorschlag lanciert worden, eine ähnliche Klinik in Kenias Hauptstadt Nairobi zu eröffnen, sagt Walter Lutschinger, Geschäftsführer der Wüstenblume-Stiftung: Berlin soll erst der Anfang sein.

2. Erste Klinik für Frauen mit Genitalverstümmelung eröffnet
http://www.dw.de/themen/afrika/s-12324
Millionen Mädchen weltweit werden jährlich verstümmelt. Die Folge: Inkontinenz und Schmerzen – bis hin zum Tod. Eine Klinik in Berlin will den Opfern von Genitalverstümmelung helfen, unterstützt vom Ex-Model Waris Dirie.
Die Äthiopierin Senait Demisse war sieben, vielleicht acht, als ihre Klitoris bei einer feierlichen Zeremonie weggeschnitten wurde. Zwei kleine Mädchen waren vor ihr dran. “Ich habe das gesehen und bin weggerannt.” Aber sie sei wieder eingefangen worden, erzählt die junge Frau in ihrem Patientenzimmer im Berliner Waldfriede Krankenhaus. An das, was danach kam, könne sie sich nicht mehr erinnern. Die 34-Jährige wird sich am Donnerstag (12.09.2013) im “Desert Flower Center”, einem neugegründeten Zentrum für Opfer von Genitalverstümmelungen an der Berliner Klinik, einer rekonstruktiven Operation unterziehen, bei der ihre Klitoris wiederhergestellt wird.
“Das ist keine einfache Operation, weil die Verletzungen zum Teil sehr lange zurück liegen”, erklärt der Chirurg Roland Scherer, der die Operationen durchführen wird, bei der Eröffnung des “Desert Flower Center” an diesem Mittwoch. Bei der Genitalverstümmelung, oft auch unter der englischen Abkürzung FGM bekannt, die in weiten Teilen Afrikas und auch in geringerem Ausmaß in Asien und im Nahen Osten praktiziert wird, werden Teile der Klitoris und oft auch die Schamlippen entfernt. Nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation sind etwa 150 Millionen Frauen davon betroffen.
Die Gründe sind vielseitig: So werden unbeschnittene Frauen oft als “unsauber” gesehen. “In den Augen anderer Frauen ist eine 45-jährige unbeschnittene Frau jünger als eine 15-jährige, die schon beschnitten ist”, erklärt Evelyn Brenda, die in Kenia gegen Genitalverstümmelungen kämpft.
“Ein Verbrechen”
Die Folge: Inkontinenz, starke Schmerzen und Komplikationen beim Geschlechtsverkehr und bei Geburten. “Genitalverstümmelung ist schlicht und einfach ein Verbrechen”, so fasst es die UN-Sonderbotschafterin und Menschenrechtsaktivistin Waris Dirie zusammen. “Die Frauen leiden. Sie leiden wenn sie Kinder bekommen und wenn sie mit einem Mann schlafen.”
Die gemeinnützige “Desert Flower Foundation” der Somalierin Dirie, die durch ihren gleichnamigen Roman und ihren Einsatz gegen Genitalverstümmelung weltweit bekannt wurde, unterstützt das Zentrum finanziell und übernimmt die Behandlungskosten für Patientinnen, die keine Krankenversicherung haben. “Im Prinzip kann jede Frau weltweit kommen”, so Scherer. Der Arzt rechnet mit jährlich bis zu 100 Patientinnen, die sich der Operation unterziehen werden.
“Uralte Tradition”
Zwar gibt es bereits mehrere Ärzte, die rekonstruktive Operationen durchführen, doch sei die Berliner Klinik durch ihr “ganzheitliches Behandlungskonzept” einzigartig. So stünden neben den Ärzten auch Seelsorger und Psychologen zur Verfügung. Denn schließlich müssten sich Frauen auch gegen eine “uralte Tradition” – und oft auch ihre eigenen Familien wenden. Waris Dirie kündigte an, weitere Zentren, auch in Afrika zu eröffnen. “Damit wird Frauen etwas zurückgegeben. Denn all diese Frauen wissen gar nicht, wie es sich anfühlt, eine Frau zu sein.”
Allerdings ist es je nach Tiefe der Beschneidung nicht immer möglich, Frauen tatsächlich ein völlig normales Sexualempfinden zurückzugeben. Deshalb will Senait Demisse auch zurück in ihr Heimatland und dort gegen die Verstümmelung kämpfen.
Datum 11.09.2013
Autorin/Autor Naomi Conrad
Redaktion Ulrike Quast

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