KOMMENTAR: MALI: FREUDE AM STILLSTAND – La joie de demeurer là oû l’on en est

Kommentar:
MALISCHE REGIERUNG WILL ENDLICH DIE VERHANDLUNGEN MIT DEM NORDEN AUFNEHMEN – Mara lance des négociations sur le statut des régions du Nord
Der Dauerwitz, um alle internationalen Geber und Malifreunde an einer substanzlosen Stange zu halten, Hauptsache, die Hilfen laufen und nichts muss sich wirklich verändern.
Jeden Tag gibt es in Afrika Entwicklungen, emanzipatorische wie leider vor allem rückläufige.
Mali sollte dabei eine der letzten afrikanischen Nationen sein, die sich ausruht.
Und doch tut sie es,
viele viele Freunde pumpen ja hinein,
in die Lethargie eines ganzen zutiefst konservativen Volkes, das fast alles mit sich machen lässt.
Hauptsache, hinterher läuft es so weiter wie vorher.

Fortschritt, schlechter wie guter, beruht auf Dynamik. Resultate können dauern.
So arm diese Gesellschaft ist, so reich ist sie doch im Vergleich zu anderen afrikanischen Gesellschaften, dass sie immer noch glaubt, sich Stillstand leisten zu können.
Trotz der gegenwärtigen alt-neuen Abschlachtungen in Kongo, Zentralafrika, Sudan und Südsudan begibt sich der ganze Kontinent auf einen Weg der Emanzipation, teilweise sogar auf einen Weg zur Emanzipation der eigenen Menschen.
In zehn Jahren wird Afrika wieder ganz anders aussehen/sein als heute, und sicherlich im Sinne der Menschenrechte besser als aktuell.
Mali wird weiter zu den auch im afrikanischen Kontext rückständigen Nationen gehören.

Warum?
Lesen Sie hier einfach mal die malischen Debatten der letzten zwei Jahre!
Es ist, als wenn es drumherum keine Welt gäbe, obwohl das Land fast zerrissen war.
So einen Luxus leistet sich nicht eimal die Präsidentin Zentralafrikas.
Mali kann das, Mali wird gut gefüttert, Mali ist seit der Unabhängigkeit vor 60 Jahren ein potemkisches Dorf. Auch die malischen Frauen scheinen sich zuvorderst durch Unterwürfigkeit auszuzeichnen.
Schade nur um die vielen kleinen Kinder, die dankbarerweise lesen lernen, aber sonst wohl nichts, den Koran vielleicht.

OXFAM
In meiner nördlichen Heimat Oldenburg gibt es jetzt auch einen secondhand-Laden dieser NGO. Eine der Schautafeln, die oben über den Klamotten hängen, erzählt (wie die anderen auch) die pädagogische Aktivität:
“Die Kinder lernen lesen UND universelle Werte”,
damit es sogar da ein Morgen gibt, ganz entgegen der europäischen Lehrerbevölkerung, die ausgerechnet dort nicht lehrt, sondern “Kulturen” akzeptiert und mitträgt und indirekt in eine Zukunft ohne Menschenrecht hineinträgt.

Das relativ zu ärmeren afrikanischen Nationen und zu viel gebeuteteren Völkern enorm große Netzwerk von deutschen Hilfsorganisationen scheint mir im vergangenen Jahrhundert stecken geblieben zu sein.

Diesen Preis, bedingt durch die Abwesenheit von mutigen und zielorienterten Pädagogen,
werden allein die malischen Kinder bezahlen.

Wie immer.

Aber ohne Afrikanews Archiv.

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