LIBYEN: DAS ENDE GADDAFIs (II, 22.08. – NUR auf DEUTSCH) – en allemand seulement

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=> PART III : LIBYEN: LETZTE TAGE DES REGIMES (Part III , 23.08.- 26.08.) – Libye, les derniers jours d’une despotie

=> einige Gaddafi-Karikaturen

Mussolini Clara Hanging by Ankles_jpgDas Bild rechts, Mussolini und Gattin 1942, ist nur zufällig in dieses Blog hineingerutscht. 😉

Jetzt: acht mal Danke an meine Freundin und Mithelferin aramata für ihre Aufarbeitung mehrerer taz-Artikel:

1. Endlich!

LIBYEN 42 Jahre Diktatur unter Muammar al-Gaddafi sind beendet: Die Rebellen erobern weite Teile der Hauptstadt Tripolis. Gaddafi-Getreue leisten Widerstand. Der Diktator selbst bleibt verschwunden

TRIPOLIS/BERLIN afp/taz | Fast 42 Jahre lang hat Muammar al-Gaddafi Libyen mit eiserner Hand regiert. Opposition war verboten, Andersdenkende verschwanden in Gefängnissen und Folterkellern. Nun wird der ewige “Revolutionsführer” selbst von der Revolution überrollt. “Heute ist der Tag der Entscheidung”, sagte ein Militärsprecher der Aufständischen.

Die Rebellion, die vor einem halben Jahr im Osten des Landes begann, hat die Hauptstadt Tripolis überrollt. “Mein ganzes Volk liebt mich”, hatte Gaddafi noch getönt und die Libyer dazu aufgefordert, die “Ratten” zu verjagen. Doch am Montag jubelten die Bewohner von Tripolis den Aufständischen zu. =>” class=”middle” border=”0″><a href=HIER WEITER

2. Der Mann der Stunde

by Kichka 04-2011
“Das Bild sah mir nicht ähnlich…” – “Le dessin ne me ressemblait pas”
Zeichnung von/ cartoon par Kichka, einem israelischen Cartoonisten / un dessinateur israelien

BERLIN afp/taz | Vor einem halben Jahr war der Mann mit dem dünnen grauen Bart und der Halbglatze im Ausland kaum bekannt. Doch mit dem Aufstand gegen den libyschen Machthaber Muammar al-Gaddafi wurde der Chef des oppositionellen Nationalen Übergangsrates, Mustafa Abdel Dschalil, zum Gesicht des Widerstands. In den vergangenen Tagen trat der 59-Jährige immer wieder vor die Presse, um die Erfolge der Rebellen zu verkünden. So war er es, der am Sonntag die Festnahme von Gaddafis Sohn Seif al-Islam bekanntgab und am Montag verkündete, die politische Vertretung der Rebellen werde bald nach Tripolis umsiedeln.

Dabei war der Jurist Dschalil drei Jahre lang, bis zum Beginn des Aufstands im Februar dieses Jahres, Gaddafis Justizminister. Doch schon als Minister tat er nicht alles, was der für die blutige Unterdrückung seiner Gegner bekannte Revolutionsführer von ihm verlangte. So zeigte Dschalil sich bereit, Gefangene aus dem berüchtigten Gefängnis Abu Salim freizulassen, das allerdings nicht seinem Ministerium, sondern dem Geheimdienst unterstand. Im Januar 2010 kündigte er öffentlich an, wegen der Zustände in Abu Salim als Minister zurückzutreten, blieb aber, auch auf Wunsch Gaddafis, im Amt.

Sie habe den Minister im Jahr 2009 gefragt, ob in der Anstalt tatsächlich 330 Häftlinge ohne jede rechtmäßige Grundlage einsäßen, erinnert sich Heba Morayef von der Menschenrechtsorganisation Human Rights Watch. Dschalil habe das bestätigt. “Er hat uns beeindruckt, denn er war wirklich ein ehrenwerter Mann”, sagt Morayef der Nachrichtenagentur AFP. Dschalil sei als Minister wahrscheinlich der “unabhängigste Geist der Regierung” gewesen, meint auch Malcolm Smart, Leiter der Nahost- und Nordafrikaabteilung der Menschenrechtsorganisation Amnesty International.

Als Gaddafis Truppen in der Rebellenhochburg Bengasi auf friedliche Demonstranten schossen, wechselte Dschalil endgültig die Seiten und war einer der Gründer des Nationalen Übergangsrats.

Einen ersten Erfolg verzeichnete Dschalil, als der französische Präsident Nicolas Sarkozy ihn am 10. März im Élysée-Palast empfing und den Übergangsrat als legitime Vertretung des libyschen Volkes anerkannte. Eine Woche später begannen die Luftangriffe auf Stellungen der Truppen Gaddafis, dessen Herrschaft nun vor dem Zusammenbruch steht. “Das Ende ist sehr nahe, mit Gottes Hilfe”, sagte Dschalil am Samstag. hier ist der artikel

3. “Eine Art Roadmap”

REAKTIONEN Wie die Welt auf die Revolution in Libyen reagiert und die Franzosen abermals vorweggehen

BERLIN dapd/dpa/taz | Der französische Präsident Nicolas Sarkozy hat am Montag den Vorsitzenden der libyschen Übergangsregierung, Mahmud Dschibril, für diesen Mittwoch zu Gesprächen nach Paris eingeladen. Die militärische Entwicklung am Boden “bestätigt, dass das Ende Gaddafis und seines Regimes unvermeidlich und nah ist”, hieß es in einer Erklärung aus Paris. Zuvor hatte bereits Außenminister Alain Juppé die Herrschaft Gaddafis für beendet erklärt.
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4. Der narzisstische Volkstribun

GADDAFI Der libysche Herrscher begann seine Karriere beim Militär. Schon früh strebte der Beduinensohn den Sturz des Königs an. Er träumte von der panarabischen Revolution nach ägyptischem Vorbild und schuf ein diktatorisches System eigener Prägung, das 42 Jahre hielt.

Ein politischer Nachruf VON BEATE SEEL

Die politische Karriere von Muammar al-Gaddafi hat mit Ägypten angefangen und geht mit Ägypten zu Ende. Denn nach der Revolution in Tunesien war es vor allem die Massenbewegung in dem Land am Nil, die zum Rücktritt von Präsident Husni Mubarak führte und den Unzufriedenen in der arabischen Welt zeigte, dass ein politischer Wechsel möglich ist.

Wie viele arabische und afrikanische Staatsoberhäupter seiner Generation schlug Gaddafi am Anfang die militärische Laufbahn ein. Im Gegensatz zu seinen späteren Kollegen war dies für den Beduinensohn nicht nur der einzige sich bietende Weg des sozialen Aufstiegs, sondern ein gezielter Schritt hin zum Sturz des damaligen Königs Idris al-Sanussi. Eine Karriere in der Armee, so Gaddafi damals zu gleichgesinnten Klassenkameraden, sei der einzige Weg, eine Revolution anzuzetteln. Als Vorbild dafür galt ihm der ägyptische Präsident Gamal Abdel Nasser, der 1952 mit einer Gruppe “Freier Offiziere” König Faruk gestürzt hatte und panarabische Ideen vertrat.
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5. Von allen Seiten auf die Hauptstadt

REBELLEN Verschiedene Gruppen und ein ständig wechselnder Frontverlauf: ein Überblick über die Gefechte der letzten sechs Monate

VON BEATE SEEL UND DOMINIC JOHNSON

Sechs Monate und sechs Tage hat es gedauert, bis der libysche Volksaufstand gegen Diktator Muammar al-Gaddafi ans Ziel gekommen ist. Die arabische Revolution erreichte Libyen Mitte Februar, direkt nach dem Fall von Husni Mubarak in Ägypten am 11. Februar. Die Festnahme des populären Anwalts Fethi Tarbel in Bengasi am 15. war das Fanal für einen “Tag des Zorns” in Libyen zwei Tage später.
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6. Die Verantwortung der UNO

NATO Wenn das libysche Regime gefallen ist, hat die Nato ihren Job erledigt. Wer hilft dann dabei, die Nachkriegsordnung zu sichern? Die UNO zögert.

VON ANDREAS ZUMACH

Die Luftstreitkräfte Frankreichs, Großbritanniens, der USA und anderer Nato-Staaten haben zwischen dem 19. März und gestern fast 20.000 Einsätze in Libyen geflogen. Die Einsätze erfolgten zunächst unter nationalem Oberbefehl dieser Länder, seit April unter gemeinsamem Kommando und Einsatzplanung der Militärallianz. Was bedeutet ein Ende des Gaddafi-Regimes für die Nato in Libyen?
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7. Blogger über Tripolis
“Bye bye Gaddafi”

Mission erfüllt? Von wegen! Auch nach der Einnahme großer Teile von Tripolis sehen internationale Blogger die wahren Probleme erst noch kommen.von Frédéric Valin

Tripolis fällt, Gaddafi soll auf der Flucht sein, aber: nichts Genaues weiß man nicht. Das ist auch in der deutschen Blogosphäre so, die sich derzeit in weiten Teilen mit Einschätzungen und Diagnosen zurückhält. Im Zweifel wird auf Al-Jazeeras Liveblog oder aber auf Twitter-Korrespondenten vor Ort verwiesen.

Das mag daran liegen, dass die deutsche Öffentlichkeit auf einem Auge blind ist: dem des Fernsehens. Revolution will not be televised: Was bei Scott Heron wie eine Mahnung klang, klingt heute nach Enttäuschung. Die deutschen Nachrichtensender seien “einfach unbrauchbar”, schreibt beispielsweise Abassin Sidiq, dabei bräuchten die Rebellen gerade jetzt Unterstützung: “Weltweit schauen Leute zu und weltweit fühlen die Leute mit und sind genauso angespannt, wie es weitergeht. Es ist wichtig, dass Journalisten vor Ort sind und auch zeigen, dass alles was passiert von jedem gesehen wird. Sie schützen damit auch die Rebellen.”
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Jetzt kann endlich der schwierige Aufbau einer gerechteren Ordnung beginnen

8. Die Revolution geht weiter

Kommentar von DOMINIC JOHNSON

Mit dem spektakulären Untergang Gaddafis in Libyen schließt sich der Kreis der nordafrikanischen Revolutionen, der im Januar in Tunesien begann und im Februar in Ägypten seine Fortsetzung fand. Direkt nach Ben Alis Sturz in Tunesien waren die Ägypter auf die Straße gegangen; direkt nach Mubaraks Sturz traten die Libyer mit Massenprotesten für die Freiheit ein – aber Gaddafi, anders als seine schließlich gestürzten Nachbardiktatoren, griff gegen sie bedenkenlos zu den Waffen.

Nun, sechs Monate später, wird der dienstälteste Diktator der Welt nach fast 42 Jahren an der Macht vom eigenen Volk gestürzt, trotz seines einzigartig repressiven und brutalen Herrschaftssystems. Die internationalen Mächte, welche im März die Bevölkerung von Bengasi vor Massakern schützten und danach den libyschen Aufständischen bei ihrem Kampf geholfen haben, dürfen sich geehrt fühlen, einmal auf der richtigen Seite der Geschichte zu stehen.
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0 thoughts on “LIBYEN: DAS ENDE GADDAFIs (II, 22.08. – NUR auf DEUTSCH) – en allemand seulement”

  1. Man kann die taz mögen oder auch nicht. Du magst dieses Blatt, ich nicht.

    Die Komplimente:

    – eine ausgezeichnete alternative Zeitung auf Papier.
    – sehr gute Afrikarubrik innerhalb der grossen Interessenwellen. (Kennt die taz Mali?)

    Meines Erachtens hat diese Zeitung das Internetzeitalter verpasst,
    ihre Webseite ist wie die papierene Vorgängerin,
    Geld sammelt sie nur für sich.

    Ich persönlich werbe hier meist nicht-kommerziell für verschiedene Webseiten, gestatte Kommentatoren auch Werbung.

    Ich betreibe hier aber auch ein unideologisches, unvorgefärbtes Blog.

    Die taz sortiert ihre Nachrichten,
    Mali z.B. gibt es bei ihr GAR nicht,

    ergo

    bin ich nicht mehr bereit,

    dieses Blog

    andauernd unentgeltlicher taz-Reklame zur Verfügung zu stellen.

  2. Ich finde auch, dass, wer auch immer kann, (sei es die NATO oder die UNO oder ein einzelner mutiger Mensch, vielleicht gibt es ja noch jemanden in seiner Umgebung, da wo er sich befindet) diesen Typen beseitigen sollte, denn dann endlich könnten die Menschen anfangen zu leben.
    Anfangen, das kann dauern. Wir in Russland haben das erlebt und erleben es immer noch, seit 20 Jahren.
    Ich kenne aber auch das Ende vor so einem Anfang, den Tod vor dem Leben.

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