MALI: PORTRAIT AUTOR IBRAHIM LY – "SPINNENNETZE", FILM und ROMAN – Toiles d’araignées

Mali braucht Helden im Moment, sogar Filmhelden packen es
15. März 2013 Von Gregory Mann
ibrahima lyMali mangelt es an Helden im Moment. Der Krieg im Norden hat nur sehr wenige geschaffen, nur Schurken in Hülle und Fülle, einige von ihnen in Uniform. Das gleiche gilt für Bamako’s tiefe, existentielle politische Krise. Viele Menschen haben versucht, den Moment zu nutzen, nur wenige waren auf der nötigen Höhe dafür. So ist es gut, an jemanden wie Ibrahima Ly erinnert zu werden……
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FILM

Mali a besoin de héros au moment, même des héros cinématographiques le feront
15 mars 2013 Par Gregory Mann
Le Mali est à court de héros pour le moment. La Guerre dans le nord en a produit très peu, des méchants seulement, à profusion, certains d’entre eux en uniforme. La même chose vaut pour la profonde crise politique existentielle de Bamako. Beaucoup de gens ont essayé de saisir le moment; trop peu en ont été à la hauteur. Il est donc bon de se rappeler quelqu’un comme Ibrahima Ly…..
SUITE DE LA TRADUCTION FRANÇAISE TOUT EN BAS

Mali needs heroes at the moment–even cinematic ones will do
March 15, 2013 By Gregory Mann in “Africa is a country” – history.columbia.edu/faculty/Mann.html
Mali is short of heroes at the moment. War in the north has produced very few, only villains aplenty, some of them in uniform. The same holds for Bamako’s deep, existential political crisis. Many people have tried to seize the moment; few have risen to it. So it’s good to be reminded of someone like Ibrahima Ly.
Ly’s been gone a long time, but Ibrahima Touré’s feature adaptation of Ly’s powerful novel Toiles d’araignées (Spiders’ webs) just won two prizes at FESPACO, Africa’s prestigious biennial film festival. I haven’t seen the film and we can’t find a trailer online (some shaky images here), but Ly merits the recognition, and Mali needs his memory. So who was Ibrahima Ly?
Born 1936, in Kayes, western Mali. Died 1989, in exile in Senegal, having fled the regime of Moussa Traore (1968-1991). In between time, he’d been a leader of African students in Paris, taught math in Bamako and Dakar, and spent four years in Moussa’s prisons. He’d published one novel, started another, and left us a model of dignity in suffering.
Ibrahima Ly was one of Africa’s first ‘prisoners of conscience,’ an early subject of Amnesty International’s Africa campaigns. He and a dozen others signed what might be Mali’s most important political tract, “la Farce électorale du 2 juin 1974.” The election might have been a farce, but Moussa was not joking. Prisons, beatings, torture followed. The thin man looking out at you is tougher than he might appear. Tough enough, even sensitive enough, to capture the pride torturers take in their profession. From Toiles d’araignées: “As for us guards, since our real chiefs left, we don’t have whips worthy of the name. We have to make do with strips cut from old truck tires. The country is screwed.”
Ly is not at the center of his novel, humanity is. More specifically, Mariama is. She’s a young woman forced into a marriage she rejects. Prison is the price of her rebellion. Mariama endures the electric shock treatments we know others went through, and she also endures the silence: “The screams worried no one in the country. Everyone had left pity, even compassion, behind and entered the harbor of indifference by the bridge of powerlessness, cowardice, and dehumanization.”
If that was true, Ly helped to change that. Words from a volume dedicated to his memory: “Diarama Ly. You’ll always remain with us. We’re preparing new solidarities, to provoke necessary ruptures. The duty of the generation will be accomplished.” Heavy words from a man who knew both dissidence and power. Alpha Oumar Konaré signed them in 1989. Two years later, Moussa was overthrown. Alpha won one presidential campaign, then another. He left office over a decade ago. He and so many others are silent now, in Mali’s moment, for reasons good and bad. Meanwhile, even if Mali’s interim president Dioncounda Traore shares a lot with Ly (militant, math professor, former prisoner of Moussa…), the country lacks the intellectuals it could once be proud of. Or so says my good friend Isaie Dougnon (who is one of them).
I haven’t seen Toiles d’araignées. But I suspect Mali needs it.
http://africasacountry.com/category/media/film/

Mali braucht Helden im Moment, sogar Filmhelden packen es
15. März 2013 Von Gregory Mann
Mali mangelt es an Helden im Moment. Der Krieg im Norden hat nur sehr wenige geschaffen, nur Schurken in Hülle und Fülle, einige von ihnen in Uniform. Das gleiche gilt für Bamako’s tiefe, existentielle politische Krise. Viele Menschen haben versucht, den Moment zu nutzen, nur wenige waren auf der nötigen Höhe dafür. So ist es gut, an jemanden wie Ibrahima Ly erinnert zu werden.
Ly ist schon lange von uns gegangen, aber Ibrahima Touré’s filmische Adaption des starken Ly-Romans Toiles d’araignées (Spinnennetze) gewann gerade zwei Preise bei FESPACO, Afrika’s renommiertem zweijährigen Filmfestival. Ich habe den Film nicht gesehen, und wir können nur einen Trailer online (einige zitternde Bilder hier) finden, aber Ly verdient die Anerkennung und Mali braucht seine Erinnerung. Also, wer war Ibrahima Ly?
Geboren 1936 in Kayes, im westlichen Mali. Gestorben 1989 im Exil in Senegal, geflohen vor dem Regime von Moussa Traore (1968-1991). In Zwischenzeit war er ein Führer der afrikanischen Studenten in Paris, lehrte Mathematik in Bamako und Dakar, und verbrachte vier Jahre in Moussa’s Gefängnissen. Er hatte einen Roman veröffentlicht, einen weiteren begonnen, und hinterließ uns ein Modell für das behalten der Würde im Leiden.
Ibrahima Ly war einer der ersten “politischen Gefangenen” in Afrika und ein frühes Thema der Afrika-Kampagnen von Amnesty International. Er und ein Dutzend andere brandmarkten, was man als Mali’s wichtigste politische Handlung ansehen kann, “die Wahlfarce vom 2. Juni 1974.” Die Wahl mag eine Farce gewesen sein, aber Moussa war kein Witz. Gefängnisse, Schläge, Folter folgten der Kritik. Der dünne Mann, der Sie anschaut, ist härter, als er erscheinen mag. Stark genug, aber auch sensibel genug, um die stolzen Folterer in ihrem Beruf zu packen. Aus Toiles d’araignées: “Was uns Wächter betrifft, da unsere wirklichen Chefs uns verlassen haben, haben wir keine Peitschen mehr, die diesen Namen verdienen. Wir müssen uns dafür Streifen aus alten LKW-Reifen schneiden. Das Land ist im Arsch. ”
Ly steht nicht im Zentrum des Romans, es ist die Menschlichkeit. Genauer gesagt ist es Mariama. Sie ist eine junge Frau, die in eine ungewollte Ehe gezwungen wurde. Das Gefängnis ist der Preis ihrer Rebellion. Mariama erträgt die Behandlungen mit elektrischen Schlägen, durch die, wie wir wissen, andere gingen, und auch sie erträgt das mit Schweigen: “Schreie sorgten niemanden im Land. Jeder hatte Mitleid, sogar Mitgefühl, hinter sich gelassen und war in den Hafen der Gleichgültigkeit eingekehrt über die Brücke der Ohnmacht, Feigheit und Entmenschlichung. ”
Wenn das wahr war, half Ly, dies zu ändern. Worte aus einer Festschrift zu seinem Gedächtnis: “Diarama Ly. Du wirst immer bei uns bleiben. Wir bereiten neue Solidaritäten vor, um die notwendigen Brüche zu provozieren. Die Pflicht der Generation wird eingelöst werden.” Schwere Worte von einem Mann, der sowohl Dissidenz als auch Macht kannte. Alpha Oumar Konaré schrieb sie im Jahre 1989. Zwei Jahre später wurde Moussa gestürzt. Alpha gewann die folgende Wahl, dann noch eine. Er verließ sein Büro vor über einem Jahrzehnt. Er und viele andere sind jetzt still, in Mali’s Moment, aus guten und schlechten Gründen. Inzwischen, auch wenn Malis Interims-Präsident Dioncounda Traoré viel mit Ly gemein hat (Aktivist, Mathematik-Professor, ehemaliger Häftling des Moussa …), fehlen dem Land die Intellektuellen, auf die es einmal stolz sein konnte. So sagt mein guter Freund Isaie Dougnon (der einer von ihnen ist):
Ich habe Toiles d’araignées nicht gesehen. Aber ich vermute, Mali braucht diesen Film.

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