NIGERIA, BLEIVERGIFTUNG GOLDMINEN: WETTLAUF MIT DEM TOD – course contre la mort après une contamination de plomb

Nigeria: Wettlauf mit dem Tod nach einer “beispiellosen” Kontamination
Daret (Nigeria) (AFP) – 2010.06.13 10.34
bannergold 240-170Bewaffnet mit landwirtschaftlichen Werkzeugen, ausgerüstet mit Handschuhen, Atemschutzmasken, Masken und weißen Overalls, kratzen die trauernden Dorfbewohner kratzen die Erdoberfläche und füllen Sandsäcke mit Erde: all dies , unter den wachsamen Augen von internationalen Experten in der Verminderung der Umweltverschmutzung.
Daret, ein 2.000 Seelen-Dorf im Nordwesten von Nigeria, ist erheblich mit Blei verseucht, und es gibt keine Zeit zu verlieren. Flächendeckend muss eine Schicht von fünf Zentimetern des Erdbodens abgetragen werden, in der sich das tödliche Metall befindet.
Bei der Suche nach Gold haben die Dorfbewohner von Dareta unwissentlich ihren Lebensraum kontaminiert – ohne es zu wissen.

DEUTSCHE-ÜBERSETZUNG VON DER LESERIN MARIA HAMMES; WEITER UNTER 3. FOTO

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Nigeria: course contre la mort après une contamination “sans précédent”
DARETA (Nigeria) (AFP) – 13.06.2010 10:34
Munis d’outils agricoles, équipés de gants, de masques et de combinaisons intégrales blanches, les villageois endeuillés raclent la surface du sol et remplissent des sacs de terre, sous le regard attentif d’experts internationaux en dépollution.
Dareta, un village de 2.000 âmes dans le nord-ouest du Nigeria, est gravement contaminé au plomb et il n’y a pas de temps à perdre. Il faut retirer partout cinq centimètres de sol contenat le métal mortel.
C’est en cherchant de l’or que les villageois ont sans le savoir contaminé leur lieu de vie.

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Foto (c) AFP: Zwei Kinder vor einem Teich mit Blei kontaminiert DLERM Nigeria 10. Juni 2010
Deux enfants devant une marre contaminée au plomb à Dareta au Nigeria le 10 juin 2010

“Soixante-et-un enfants sont morts ces deux derniers mois, l’un de mes petits enfants est malade”, explique le chef du village Muhammad Bello, un vieil homme inquiet.
L’urgence est désormais de sauver les centaines d’enfants restant dans ce lotissement d’une centaine de maisonnettes de terre, accessible uniquement par des pistes boueuses, situé à près de trois heures de route de Gusau, la capitale de l’Etat de Zamfara.
“Quasiment tous les enfants de ce village sont gravement empoisonnés au plomb”, dit Ian von Lindern, directeur de Terragraphics, une société spécialisée dans la lutte contre la pollution environnementale.
Il supervise les travaux à Dareta, où de gros camions de terre font des allées et venues, tout en renseignant diplomates et officiels venus ce jour là pour se rendre compte du désastre.
L’extraction sauvage d’or dans des mines de la région est courante à Zamfara. Les villageois, pauvres, ramènent chez eux les blocs de roche extraits de ces mines, qu’ils concassent et traitent pour en extraire l’or.
Par malchance, ils sont tombés il y a plusieurs mois sur une mine à la teneur très élevée en plomb,
un métal qui peut, s’il est ingéré ou inhalé, pénétrer dans le système sanguin et bloquer la production d’hémoglobine qui transporte l’oxygène aux organes. Les enfants y sont particulièrement vulnérables.
Six à sept villages auraient été contaminés. Au total 163 personnes sont mortes, dont 111 enfants, selon des chiffres officiels. Mais les experts craignent qu’ils soient en deçà de la réalité. “Nous sommes face à un problème dont nous ne connaissons pas l’ampleur”, estime ainsi l’un d’entre eux.
“C’est sans précédent. Il y a plus de morts par empoisonnement au plomb ici (dans la région, ndlr) que dans le reste du monde au cours des 40 dernières années”, affirme M. Von Lindern qui se tient au bord de la mare de Dareta, dont l’eau est aussi polluée.

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Foto (c) AFP: Des villageois lors d’opérations de dépollution du sol contaminé au plomb le 10 juin 2010 à Dareta au Nigeria
Villagers bereinigen Operationen am Boden mit Blei am 10. Juni 2010 DLERM Nigeria kontaminiert

Les experts internationaux récemment dépêchés dans la zone, parmi lesquels une équipe du Centre for disease control américain (CDC), ont constaté que les enfants avaient dans leur sang un taux de plomb bien supérieur au niveau maximum que leurs machines étaient capables de détecter, raconte-t-il.
“Si nous étions aux Etats-Unis, ils seraient tous hospitalisés et traités”, poursuit Ian von Lindern en regardant autour de lui les bambins qui continuent de jouer et courir pieds nus sur le sol contaminé.
Nombre d’entre eux risquent d’avoir des séquelles qui se révèleront à moyen et long terme. Le plomb peut notamment avoir des effets neurologiques graves.
L’ONG Médecins sans frontières (MSF), qui a déjà déployé une équipe dans un hôpital à une cinquantaine de kilomètres, prévoit de mettre en place un centre de soins pour traiter les habitants de Dareta dans les jours à venir, selon Andreas Häggström, coordinateur du projet.
En attendant les traitements, il faut donc décontaminer les lieux de vie, une opération tout aussi cruciale.
“Nous travaillons dans l’urgence car la saison des pluies va démarrer”, met en garde Simba Tirima, un scientifique venu des Etats-Unis.
Car l’eau risque de déplacer les sols contaminés, rendant le nettoyage encore plus difficile, met-il en garde, tandis que les villageois remplissent des brouettes de terre à évacuer.
© 2010 AFP

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Foto (c) AFP: Männer füllen Säcke von Boden mit Blei am 10. Juni 2010 DLERM Nigeria kontaminiert
Des hommes remplissent des sacs de terre contaminée au plomb le 10 juin 2010 à Dareta au Nigeria

Nigeria: Wettlauf mit dem Tod nach einer “beispiellosen” Kontamination
Daret (Nigeria) (AFP) – 2010.06.13 10.34
Bewaffnet mit landwirtschaftlichen Werkzeugen, ausgerüstet mit Handschuhen, Atemschutzmasken, Masken und weißen Overalls, kratzen die trauernden Dorfbewohner kratzen die Erdoberfläche und füllen Sandsäcke mit Erde: all dies , unter den wachsamen Augen von internationalen Experten in der Verminderung der Umweltverschmutzung.
Daret, ein 2.000 Seelen-Dorf im Nordwesten von Nigeria, ist erheblich mit Blei verseucht, und es gibt keine Zeit zu verlieren. Flächendeckend muss eine Schicht von fünf Zentimetern des Erdbodens abgetragen werden, in der sich das tödliche Metall befindet.
Bei der Suche nach Gold haben die Dorfbewohner von Dareta unwissentlich ihren Lebensraum kontaminiert – ohne es zu wissen.

“61 Kinder sind in den letzten zwei Monaten gestorben, eines meiner Enkelkinder ist krank”, sagt Dorfchef Muhammad Bello, ein alter Mann, besorgt.
Nun ist es dringend geboten, Hunderte von Kindern zu retten, die noch in der Siedlung leben. Diese besteht aus nicht viel mehr als hundert Lehmhäusern und ist nur über schlammige, unbefestigte Straßen erreichbar, etwa drei Autostunden von Gusau entfernt, der Hauptstadt des Bundesstaates Zamfara.
“Fast alle Kinder dieses Dorfes sind ernsthaft durch Blei vergiftet,” sagte Ian von Lindern, Direktor von Terragraphics, einem Unternehmen, dass sich dem Kampf gegen Umweltverschmutzung verschrieben hat. Er beaufsichtigt die Arbeit in Daret, wo derzeit ein reges Kommen und Gehen großer Lastwagen herrscht, Diplomaten und staatliche Vertreter empfangen werden, die kamen, um sich ein Bild von der Katastrophe zu machen.
Die Gewinnung des Goldes in wilden Minen ist in Zamfara üblich. Die unter Armut leidenden Dorfbewohner tragen die in den Minen gewonnenen Felsblöcke in ihre Häuser, wo sie sie zerschlagen und bearbeiten, um Gold zu extrahieren.
Unglücklicherweise sind sie bei ihren Arbeiten vor einigen Monaten auf eine Mine mit einem sehr hohem Anteil an Blei gestoßen, einem Metall, das verschluckt oder inhaliert in die Blutbahn gelangen kann, wo es die Produktion von Hämoglobin blockiert. Dies wiederum wird gebraucht, um den Organen Sauerstoff zuzuführen. Kinder sind besonders gefährdet.
Sechs bis sieben Dörfern sind kontaminiert. Insgesamt starben nach offiziellen Angaben 163 Menschen, darunter 111 Kinder. Doch Experten befürchten, dass die Zahl der Betroffenen in Wirklichkeit weit höher ist. “Wir sind mit einem Problem konfrontiert, dessen Ausmaß wir nicht kennen”, meint einer von ihnen.
“Das ist beispiellos. Es gibt hier mehr Todesfälle infolge der Vergiftung durch Blei (in der Region, Anm. d.V.) als in der Welt während der vergangenen 40 Jahre”, sagt Von Lindern, der neben dem See von Daret steht – auch dessen Wasser ist verschmutzt.
Internationale Experten, die nun in das Gebiet entsandt wurden, darunter ein Team des amerikanischen Center for Disease Control (CDC), haben festgestellt, dass die untersuchten Kinder einen solch hohen Bleiwert im Blut hatten, dass er die Messgrenze ihrer Geräte überschritt., erzählt er.
“Wenn wir in den USA wären, würden sie alle ins Krankenhaus eingeliefert und behandelt werden”, sagt Ian von Lindern und schaut auf die Kinder, die in seiner Nähe wie gewohnt barfuß auf dem verseuchten Boden herumlaufen und spielen.
Viele von ihnen riskieren Folgeschäden davonzutragen, die erst mittel- und langfristig auffallen werden. Das Blei kann vor allem auch schwere neurologische Defekte auslösen.
Die NGO “Ärzte ohne Grenzen (MSF)”, die bereits ein Team in einem Krankenhaus in etwa dreißig Meilen Entfernung stellt, plant die Errichtung eines Gesundheitszentrums um die Bewohner von Daret in Zukunft behandeln zu können, so Andreas Häggström, Koordinator des Projekts.
Während der Wartezeit für die Behandlung müssen die Lebensräume dekontaminiert werden, eine ebenso entscheidende Arbeit.
“Wir arbeiten mit großem Druck, weil die Regenzeit beginnen wird”, warnt Tirima Simba, ein Wissenschaftler aus den Vereinigten Staaten.
Denn das Wasser wird wahrscheinlich verseuchten Boden abtragen und wegspülen, was die Reinigung erheblich erschwert, erklärt er, während die Dorfbewohner Schubkarren mit Erde wegkarren. © 2010 AFP

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