NIGERIA: BOKO HARAM ISLAMISTEN VERSCHLEPPEN 100 SCHÜLERINNEN – Nigeria: plus de 100 lycéennes enlevées par des islamistes

Nigeria – Islamisten entführen mehr als 100 Schulmädchen
15.04.2014 http://www.welt.de/politik/ausland/
Die Schülerinnen werden nachts überfallen und auf Lastwagen verschleppt. Nigerias Präsident macht Boko Haram für die Terrorserie verantwortlich. Zuvor hatte es über 70 Tote bei Anschlägen gegeben.
DEUTSCHER ARTIKEL WEITER UNTER DEM FRANZÖSISCHEN

=> => ALLE ARTIKEL ZUM THEMA – TOUS ARTICLES SUR LE SUJET

Nigeria: plus de 100 lycéennes enlevées par des islamistes
Maiduguri (Nigeria) (AFP) – 15.04.2014 17:54
Plus de 100 jeunes filles ont été enlevées dans leur lycée de l’Etat de Borno, dans le nord-est du Nigeria, par des islamistes de Boko Haram, a déclaré une source sécuritaire à l’AFP.

Des écolières à Maiduguri, capitale de l'Etat de Borno, le 28 juillet 2010
Schülerinnen in Maiduguri, Bundesstaat Borno, Nigeria
Des écolières à Maiduguri, capitale de l’Etat de Borno, le 28 juillet 2010
afp.com – Pius Utomi Ekpei

Interrogé à propos d’une information publiée dans les médias, selon laquelle 200 jeunes filles auraient été enlevées lundi par des islamistes dans un établissement scolaire de Chibok, cette source, qui a requis l’anonymat, a répondu que “leur nombre ne s’élève pas à 200 mais il y a en a plus de 100”.
Emmanuel Sam, responsable de l’éducation pour la ville de Chibok, où l’attaque a eu lieu lundi soir, avait confirmé plus tôt l’attaque du lycée public pour filles de Chibok, qui a eu lieu lundi soir.
Le groupe islamiste Boko Haram – dont le nom signifie “l’éducation occidentale est un pêché” en langue haoussa – a souvent pris pour cible des écoles au cours de son insurrection qui a fait plusieurs milliers de morts depuis 2009.
Selon un habitant ayant requis l’anonymat, les hommes armés sont arrivés “dans des camions et sur des motos et ils se sont dirigés vers l’école”.
Les forces de l’ordre ont pu “suivre les traces d’un camion” qui a emmené les jeunes filles et ont retrouvé le véhicule “hors service dans les broussailles”, a précisé la source sécuritaire.
“Nous tentons maintenant de localiser les jeunes filles enlevées”, a-t-elle ajouté.
© 2014 AFP

– AFRIKANEWS ARCHIV –
jetzt auch auf
FACEBOOK

Nigeria – Islamisten entführen mehr als 100 Schulmädchen
15.04.2014 http://www.welt.de/politik/ausland/
Die Schülerinnen werden nachts überfallen und auf Lastwagen verschleppt. Nigerias Präsident macht Boko Haram für die Terrorserie verantwortlich. Zuvor hatte es über 70 Tote bei Anschlägen gegeben.
Bewaffnete Männer haben im Norden Nigerias eine Schule angegriffen und nach unbestätigten Angaben 103 Mädchen entführt. Bei den Tätern soll es sich um islamistische Kämpfer von Boko Haram handeln, wie nigerianische Onlinemedien meldeten. Die Täter seien in der Nacht zum Dienstag mit einem Lastwagen vor die Schule in dem Ort Chibok im Bundesstaat Borno gefahren und hätten den Mädchen befohlen mitzukommen, berichtete der britische Sender BBC.
Die Schülerinnen lebten offenbar in einer Art Hostel auf dem Gelände. Der Polizeichef der Stadt Maiduguri, Gideon Jibrin, bestätigte den Angriff, wollte sich aber nicht zur Zahl eventueller Opfer äußern.
Zahlreichen Mädchen sei es noch gelungen, von dem Laster zu springen. Die Angreifer machten offenbar das ganze Dorf dem Erdboden gleich. Dabei gab es offenbar auch Tote.
Die Hintergründe der Tat waren zunächst unklar. Jedoch gilt es als wahrscheinlich, dass auch für diese Tat die radikal-islamische Sekte Boko Haram verantwortlich ist. Sie hatte in den vergangenen Monaten speziell in der Region Borno zahlreiche Anschläge verübt. Auf ihr Konto soll auch der verheerende Anschlag auf einen Busbahnhof in der Hauptstadt Abuja am Montag gehen. Die Gruppe will in Nordnigeria einen Gottesstaat einrichten.
Erst Montag starben mindestens 71 Menschen
Bei dem Doppelanschlag in einem Busbahnhof für Arbeitspendler in die Hauptstadt waren mehr als 70 Menschen getötet und rund 120 weitere verletzt worden. Zwar bekannte sich niemand zu dem Anschlag, doch fiel auch hier der Verdacht auf Boko Haram. Parlamentssprecher Aminu Tambuwal bezeichnete die Bluttaten als “feige und barbarisch”.
Präsident Goodluck Jonathan versprach, die Gruppe zu besiegen. Es war der schwerste Anschlag in Abuja seit einem verheerenden Anschlag auf das UN-Hauptquartier in der Hauptstadt 2011. Damals hatte der Selbstmordattentäter mehr als 20 Menschen in den Tod gerissen.
Boko Haram kämpft seit 2009 mit Gewalt für einen islamischen Staat im mehrheitlich muslimischen Norden Nigerias. Die Gruppe verübte regelmäßig blutige Angriffe auf Polizei, Armee und Behörden, aber auch auf Schulen und Kirchen.
Die Gruppe, deren Hausa-arabischer Name übersetzt “westliche Bildung ist verboten” oder “Bücher sind verboten” bedeutet, hat wiederholt blutige Massaker an Schülern, Studenten und Lehrern begangen.
Abuja rüstet sich für Weltwirtschaftsforum
In Abuja soll vom 7. bis zum 9. Mai der Afrika-Gipfel des Weltwirtschaftsforums stattfinden. 6000 Soldaten und Polizisten sollen dieses Treffen sichern, kündigte Finanzminister Ngozi Okonjo-Iweala an. Das sei der größte Einsatz von Sicherheitskräften, “der je in diesem Land für ein internationales Treffen auf die Beine gestellt wurde”, schrieb der Minister in einer Mitteilung an die Gipfel-Teilnehmer.
Nach dem Bombenanschlag waren Zweifel aufgekommen, ob es noch sicher sei, eine Tagung in der nigerianischen Hauptstadt abzuhalten. Boko Haram war bislang vor allem im Nordosten fern der Hauptstadt der mittlerweile größten Volkswirtschaft Afrikas (gerade hat es Südafrika überholt) aktiv. Nigeria ist der größte Ölexporteur Afrikas.
Befürchtet wird, dass die Gruppe ihr Kampfgebiet vor der Präsidentenwahl im Februar bis zum Regierungssitz im Zentrum des Landes ausweiten könnte.
dpa/al
© Axel Springer SE 2014

Leave a Reply