RUANDA VÖLKERMORD: IN DEUTSCHLAND 1. URTEIL wg BEIHILFE- 14 JAHRE – Génocide rwandais: première condamnation en Allemagne pour complicité

Völkermord-Prozess: Deutsches Gericht bestraft Afrikaner für Massaker
18.02.2014 http://www.welt.de/politik/ausland/
Erstmals hat ein deutsches Gericht einen Afrikaner wegen Beihilfe zum Völkermord in Ruanda verurteilt. Ein ehemaliger Bürgermeister soll ein Massaker mit 400 Toten befehligt haben.
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Génocide rwandais: première condamnation en Allemagne pour complicité
Francfort (AFP) – 18.02.2014 10:58
La justice allemande a pour la première fois condamné mardi un Rwandais, reconnu coupable de complicité dans le génocide qui a fait environ 800.000 morts au Rwanda en 1994.

Onesphore Rwabukombe le 18 février 2014 au tribunal à FrancfortOnesphore Rwabukombe le 18 février 2014 au tribunal à Francfort
afp.com – Frank Rumpenhorst

Onesphore Rwabukombe a été condamné à quatorze ans de prison. Agé de 56 ans et réfugié depuis 2002 sur le sol allemand, il était jugé depuis janvier 2011 par la haute cour régionale de Francfort (ouest).
Cet ancien maire de Muvumba, dans le nord-est du Rwanda, était accusé d’avoir ordonné et coordonné un massacre commis en avril 1994, au cours duquel ont péri plusieurs centaines de Tutsi qui s’étaient réfugiés dans une église.
Le parquet fédéral avait requis la réclusion à perpétuité, tandis que la défense avait demandé l’acquittement.
L’assassinat du président rwandais Juvénal Habyarimana le 6 avril 1994 avait marqué le point de départ de tueries ayant entraîné la mort de 800.000 personnes entre avril et juillet 1994, selon l’ONU. Les victimes ont été principalement des Tutsi mais des Hutu modérés figuraient également parmi elles.
© 2014 AFP

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Völkermord-Prozess: Deutsches Gericht bestraft Afrikaner für Massaker
18.02.2014 http://www.welt.de/politik/ausland/
Erstmals hat ein deutsches Gericht einen Afrikaner wegen Beihilfe zum Völkermord in Ruanda verurteilt. Ein ehemaliger Bürgermeister soll ein Massaker mit 400 Toten befehligt haben.
Das Frankfurter Oberlandesgericht hat am Dienstag einen Ruander wegen Beihilfe zum Völkermord im Jahr 1994 zu 14 Jahren Haft verurteilt. Der ehemalige Bürgermeister Onesphore Rwabukombe (56) musste sich wegen eines Massakers an mehreren Hundert Angehörigen der Tutsi-Minderheit verantworten. Nach Zeugenaussagen hatte er Bürger seiner Gemeinde zum Töten aufgefordert. Rwabukombe hatte die Vorwürfe stets bestritten.
Das erste Urteil eines deutschen Gerichts zum Völkermord in Ruanda war mit Spannung erwartet worden. Wie schätzt der Frankfurter Staatsschutzsenat die Glaubwürdigkeit der mehr als 100 Zeugen ein, die in dem drei Jahre langen Verfahren gehört wurden?
Ein Grundsatzurteil – und eine schwierige Aufgabe, darin sind sich Fachleute einig. Denn das Massaker mit mindestens 400 Toten in einer Kirche liegt 20 Jahre zurück. Der Tatort, eine Kirche im ostruandischen Kiziguro, ist viele Tausend Kilometer entfernt. Die Bundesanwaltschaft hatte die Höchststrafe für den angeklagten Ex-Bürgermeister gefordert: lebenslang mit besonderer Schwere der Schuld.
Amnesty International spricht von “wichtigem Signal”
Die Verteidigung hingegen hatte auf Freispruch plädiert. Sie hielt die Zeugenaussagen für zu widersprüchlich, um darauf eine Verurteilung des 56-Jährigen zu stützen. Das Massaker wird vor einem deutschen Gericht verhandelt, weil der Angeklagte aus Ruanda geflohen war und 2002 in Hessen Asyl beantragt hatte.
Die Menschenrechtsorganisation Amnesty International bezeichnete das Urteil als wichtiges Signal. Das Verfahren habe gezeigt, dass rechtsstaatliche Verfahren wegen schwerer Menschenrechtsverbrechen in Deutschland möglich seien, sagte Patrick Kroker, Amnesty-Experte für Völkerstrafrecht. Bei Völkermord müsse jeder Täter damit rechnen, vor Gericht gestellt zu werden.
Es sei entscheidend, dass schwere Menschenrechtsverletzungen rechtsstaatlich aufgearbeitet würden, erklärte Kroker: “Das sind wir den Opfern und ihren Angehörigen schuldig.” Die Erfahrungen aus dem Frankfurter Prozess müssten genutzt werden, um das Weltrechtsprinzip zu stärken. Demnach wiegen Völkermord-Verbrechen so schwer, dass sie unabhängig von Tatort und Aufenthalt der Täter überall auf der Welt geahndet werden können.
AFP/epd/dpa/emk

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