SIMBABWE: ENTSCHEIDENDE WAHLEN ABSEITS INTERNATIONALEM INTERESSES – Zimbabwe élections: Tsvangirai croit à la victoire face à Mugabe

Vorabkommentar des Blogautoren: Mugabe ist einer der letzten und der derzeit noch hinterfotzigste der Despoten des Kontinents. Für wieviel mehr Wert sich sein Kontrahent Tsvangirai, dem meine volle Unterstützung gilt, erweisen wird, wird der dann zeigen. Das Volk dieses Landes hatte unter Kommunismen und Kapitalismen unsäglich gelitten. Glück auf nun zu Besserem!

=> => SIMBABWE in AFRIKANEWSARCHIV; ca 110 articles 10/2009 – 08/2013

Simbabwe : ROG kritisiert Einschüchterungen und verzerrte Berichterstattung vor der Wahl
Berlin – Vor der Parlamentswahl in Simbabwe am Mittwoch (31. Juli) ruft Reporter ohne Grenzen (ROG) die Regierung des südafrikanischen Landes zu grundlegenden Medienreformen und einem wirksamen Schutz für Journalisten auf….
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Zimbabwe: Tsvangirai croit à la victoire face à Mugabe
Harare (AFP) – 29.07.2013 17:23
Le Premier ministre zimbabwéen Morgan Tsvangirai s’est dit lundi sûr de sa victoire face au président Robert Mugabe aux élections générales de mercredi, lors d’un grand meeting à Harare, en dépit des incertitudes planant sur la crédibilité du scrutin
“Je n’ai aucun doute que la victoire sera nôtre”, a lancé Morgan Tsvangirai devant quelque 30.000 partisans réunis sur un terrain du centre d’Harare, à deux jours d’élections particulièrement disputées.
“Je veux que le président Mugabe profite de sa retraite dans la paix et le confort de sa région d’origine. (…) Nous le traiterons comme notre ancien chef d’Etat, un ancien auprès de qui nous irons chercher conseil en cas de difficultés”, a-t-il dit de Robert Mugabe, 89 ans, qui est au pouvoir depuis l’indépendance du pays en 1980.
Robert Tsvangirai, qui était arrivé en tête du premier tour de la présidentielle de 2008 mais s’était ensuite retiré en raison des violences dont étaient victimes ses partisans, a estimé que le scrutin de mercredi serait “historique”, le plus important de l’histoire du pays.
“C’est un choix entre un passé sombre et un avenir meilleur, entre la régression et la relance, entre l’autoritarisme et la gouvernance démocratique”, a-t-il déclaré.”Le choix n’est pas seulement politique, c’est un choix générationnel”, a noté M. Tsvangirai, 61 ans. “Les problèmes d’aujourd’hui ne peuvent pas être réglés avec les gens d’hier!”
Faisant écho aux révolutions démocratiques qui ont renversé les dictateurs du Moyen-Orient et d’Afrique du Nord, les partisans de M. Tsvangirai ont brandi des cartons rouges marqués “Game Over” (Fin de partie) à l’adresse du vieux président.
Il étaient rassemblés sur le terrain, rebaptisé “Place de la Liberté”, où ils avaient été brutalement dispersés par les alliés de M. Mugabe pendant la campagne de 2008.
“Nous nous sommes réunis en ce lieu en 2008 et nous nous sommes rassemblés à nouveau aujourd’hui pour envoyer un message clair au régime: nous sommes fatigués de la tyrannie”, a expliqué à l’AFP Cleto Manjova, un militant pro-Tsvangirai.
Robert Mugabe avait tenu son dernier meeting dimanche, appelant à un vote paisible et promettant que l’élection serait libre et équitable. “Nous ne forçons personne à voter de telle ou telle façon”, a-t-il dit.
© 2013 AFP

Simbabwe : ROG kritisiert Einschüchterungen und verzerrte Berichterstattung vor der Wahl
Berlin – Vor der Parlamentswahl in Simbabwe am Mittwoch (31. Juli) ruft Reporter ohne Grenzen (ROG) die Regierung des südafrikanischen Landes zu grundlegenden Medienreformen und einem wirksamen Schutz für Journalisten auf. “Vor allem Journalisten der privaten Medien sind regelmäßig Einschüchterungskampagnen ausgesetzt”, sagte ROG-Geschäftsführer Christian Mihr. “Die staatlichen Medien verbreiten fast ausschließlich die Positionen von Präsident Robert Mugabe und seiner Partei.”
Simbabwes Präsident Robert Mugabe gilt seit Jahren als einer der größten Feinde der Pressefreiheit weltweit. ( http://bit.ly/12QK1Ub ) Erst vor wenigen Tagen beschimpfte er die unabhängigen Medien als gewissenlose Mitschuldige an einer Blockadepolitik der Opposition. ( http://bit.ly/13a3D9l ) Auch von Mugabes Hauptrivalen Morgan Tsvangirai und dessen Anhänger sind Drohungen und Handgreiflichkeiten gegen Journalisten bekannt. ( http://bit.ly/18sObcd )
Im Wahlkampf wurden wiederholt Journalisten festgenommen oder von Geheimdienstagenten belästigt. (http://bit.ly/17IMkfg) Ein Reporter der kenianischen Zeitungsgruppe The Nation wurde laut einem Medienbericht am Flughafen von Harare festgenommen, weil er versuchte, ohne Akkreditierung einzureisen. ( http://bit.ly/15Px92C )
Bei der Bildung ihrer Einheitsregierung im Jahr 2008 hatten sich Mugabes Partei Zanu-PF und Tsvangirais MDC-T auf eine Reihe von Medienreformen verständigt. So wollten sie neue Rundfunklizenzen vergeben, eine ausgewogenere Berichterstattung der Staatsmedien erreichen sowie Beschimpfungen und Hassparolen in den Medien eindämmen. Umgesetzt ist davon bis heute wenig; dies war auch ein Hauptgrund, warum Tsvangirai zuletzt einen späteren Wahltermin forderte. ( http://bit.ly/13hYEPq )
Unverändert in Kraft ist insbesondere das irreführend benannte Gesetz für Informationsfreiheit und den Schutz der Privatsphäre, das es ermöglicht, Medien etwa als Sanktion für Verdachtsberichterstattung über Korruptionsfälle zu schließen. Auch ein Gesetz von 2007, das die Überwachung von Telefon- und E-Mail-Verkehr ohne Richterbeschluss erlaubt, wurde nicht angetastet. Erst im Mai bekräftigte Informationsminister Webster Shamu die feindselige Haltung der Regierung zur Pressefreiheit: “Dieses Land ist durch den Gewehrlauf entstanden. Es kann nicht mit dem Stift weggenommen werden, niemals.” (bit.ly/19cgbie)
Nach wie vor ist das staatliche ZTV der einzige zugelassene Fernsehsender. Im Frühjahr tat er sich mit Verleumdungen gegen die Menschenrechtsaktivistin Jestina Mukoko hervor ( http://bit.ly/12LhFj3 ), im laufenden Wahlkampf mit einer Kampagne über sexuelle Eskapaden Tsvangirais. ( http://bit.ly/1b82Jj2 ) Kundgebungen von Mugabes Zanu-PF würdigte ZTV mit stundenlangen Live-Berichten und ausführlichen Nachrichten, die Aktivitäten der Opposition erwähnte er dagegen allenfalls in einem schlechten Licht.
So erhielten positive Berichte über die Zanu-PF in der ersten Wahlkampfwoche mehr als 90 Minuten Sendezeit in den abendlichen Hauptnachrichten. Die MCD-T kam nur mit gut zehn Minuten weitgehend negativer Berichte vor, die übrigen Oppositionsparteien mit kaum fünf Minuten. ( http://bit.ly/148o2hR ) Ähnlich verzerrt ist die Berichterstattung in der größten staatlichen Zeitung The Herald. ( http://bit.ly/14g8qBK )
Den neuen, seit Mitte Juli mit dem Anspruch “unabhängiger, sachlicher Nachrichten” aus Südafrika sendenden Privatsender First TV brandmarkte Mugabes Sprecher umgehend als Piratensender, den die Regierung “kaputtmachen” werde. ( http://bit.ly/1brmsKw ) Unterdessen ist von der Ankündigung neuer Rundfunklizenzen nur die Zulassung zweier privater, aber regimenaher Radiosender übriggeblieben. Die Signale ausländischer Sender werden gestört. Im Februar verbot die Polizei sogar den Besitz von Kurzwellenempfängern, die auf dem Land von Menschenrechtsgruppen verteilt wurden. ( http://bit.ly/13aectN )
Nach einer Phase leichter Entspannung werden vor allem Journalisten der unabhängigen Zeitungen seit Herbst 2012 wieder verstärkt bedrängt und eingeschüchtert. ( http://bit.ly/V9tR9s ) Mitte Juni wurde der NewsDay-Reporter Paul Pindani von Maskierten verschleppt und zusammengeschlagen, die ihn verdächtigten, er habe über die Verhaftung eines Zanu-PF-Mitglieds in einem Mordfall berichtet. ( http://bit.ly/12RiSEX ) Auch andere NewsDay-Reporter sowie Journalisten von Daily News/Daily News on Sunday und der Wochenzeitung Zimbabwe Independent wurden wiederholt festgenommen, verhört oder angegriffen. ( http://bit.ly/19cgbie ) Die Ermordung des freien ZTV-Kameramanns Edward Chikomba 2007 ist bis heute nicht ernsthaft untersucht worden.
Auf der ROG-Rangliste der Pressefreiheit steht Simbabwe auf Platz 133 von 179 Ländern. Laufende Meldungen zur Situation von Journalisten und Medien im Land finden Sie unter http://en.rsf.org/zimbabwe.html.
Reporter ohne Grenzen
Ulrike Gruska / Christoph Dreyer
presse@reporter-ohne-grenzen.de
www.reporter-ohne-grenzen.de
T: +49 (0)30 60 98 95 33-55

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