UGANDA: BLUTIGE ETHNISCHE GEWALT, ARMEEEINSATZ – Ouganda: près de 100 morts dans les combats

Fast hundert Tote bei ethnischer Gewalt in Uganda
8. Juli 2014, 18:31 http://derstandard.at/r652/Afrika
Armee geht gegen Kämpfer an Grenze zum Kongo vor
Kampala – Bei Gefechten mit bewaffneten Stammeskämpfern im Westen Ugandas sind laut Armee seit dem Wochenende mindestens 96 Menschen getötet worden. Seit Einsatzbeginn habe die Armee 75 “Angreifer” getötet, sagte der lokale Armeesprecher Ninsiima Rwemijuma am Dienstag der Nachrichtenagentur AFP. Mindestens 21 Menschen seien in Gebieten nahe der Grenze zur Demokratischen Republik Kongo ums Leben gekommen.

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Ouganda: près de 100 morts dans les combats depuis ce week-end

Kampala (AFP) – 08.07.2014 13:07
Au moins 96 personnes ont été tuées durant les combats qui opposent depuis ce week-end troupes ougandaises et hommes armés dans l’ouest de l’Ouganda, près de la frontière avec la République démocratique du Congo (RDC), a annoncé mardi l’armée ougandaise.
“Depuis que l’opération a commencé, nous avons tué 75 assaillants”, a déclaré à l’AFP le porte-parole régional de l’armée, Ninsiima Rwemijuma.
Cinq soldats, cinq policiers et 11 civils ont aussi péri, a-t-il précisé.
Nées de conflits tribaux, selon les autorités, ces violences ont éclaté samedi dans les régions de Kasese et Bundibugyo, près des montagnes de Rwenzori, qui sont à cheval entre l’Ouganda et la RDC.
Les assaillants, munis de machettes, de lances et d’armes à feu, ont lancé une série d’attaques samedi et dimanche, obligeant l’armée à envoyer des renforts.
Les combats se poursuivaient mardi, mais l’armée a assuré que les civils étaient désormais à l’abri dans les villages.
“Nous ne nous attendons pas à de nouvelles victimes civiles parce que nous avons déployé assez de forces sur le terrain”, a assuré le porte-parole militaire.
Selon la police, il s’agit au départ de violences interethniques déclenchées par la communauté majoritaire, les Bakonzo, contre la minorité basongora en raison notamment de différends de longue date “liés à la terre”, a affirmé à l’AFP le porte-parole de la police, Fred Enanga.
“Il y a un conflit tribal. Certains chez les Bakonzo ne veulent pas que les groupes minoritaires soient reconnus comme des royaumes à l’intérieur de ce qu’ils considèrent comme le royaume plus vaste de Rwenzori, dont les Bakonzo sont la tribu dominante”, a-t-il ajouté.
Selon le porte-parole militaire, le nombre d’assaillants tués devrait augmenter encore. “Nous recourons à des chiens renifleurs” pour débusquer les blessés et les assaillants qui se cachent, a-t-il ajouté.
Les forces de sécurité ont également dit avoir arrêté plus de 80 suspects.
© 2014 AFP

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Fast hundert Tote bei ethnischer Gewalt in Uganda
8. Juli 2014, 18:31 http://derstandard.at/r652/Afrika
Armee geht gegen Kämpfer an Grenze zum Kongo vor
Kampala – Bei Gefechten mit bewaffneten Stammeskämpfern im Westen Ugandas sind laut Armee seit dem Wochenende mindestens 96 Menschen getötet worden. Seit Einsatzbeginn habe die Armee 75 “Angreifer” getötet, sagte der lokale Armeesprecher Ninsiima Rwemijuma am Dienstag der Nachrichtenagentur AFP. Mindestens 21 Menschen seien in Gebieten nahe der Grenze zur Demokratischen Republik Kongo ums Leben gekommen.
Unter den 21 Opfern, die in den Regionen Kasese und Bundibugyo in der Nähe der Rwenzori-Berge an der Grenze zur Demokratischen Republik Kongo getötet wurden, befänden sich fünf Soldaten, fünf Polizisten und elf Zivilisten. Da die Kämpfe andauerten, müsse mit weiteren Opfern gerechnet werden, sagte der Sprecher. 80 Kämpfer seien festgenommen worden. Demnach gab es ursprünglich 300 Kämpfer, die aufgeteilt in mehreren kleineren Gruppen Kasernen, Polizeiwachen, Banken und die Häuser von Beamten angriffen.
Festnahmen
In einem Bericht der “Daily Monitor” war zuvor bereits die Rede von 125 Verdächtigen, die mit den Attacken in Zusammenhang stehen könnten, und deshalb festgenommen wurden. Nach Ansicht der Behörden könnte es sich laut der Polizeisprecherin Polly Namaye um einen Disput zwischen verschiedenen Volksgruppen handeln, wie das Blatt zitierte. Allerdings werde auch nicht ausgeschlossen, dass eine islamistische Rebellengruppe, die von der Demokratischen Republik Kongo aus operiert, für die Gewalt verantwortlich ist. Die von den Gefechten betroffenen Regionen liegen alle an der Grenze zu dem Nachbarland.
Mehrere Lokalpolitiker sollen laut Namaye verhört werden. “Unsere Ermittlungen deuten auch auf Politiker aus der Gegend und auf einen Hexendoktor aus dem Kongo, die bei den Angriffen geholfen haben sollen”, sagte die Sprecherin der Zeitung. Zahlreiche Bewohner waren aus Angst vor weiterer Gewalt auf der Flucht.
Einem weiteren Polizeisprecher zufolge, sei der Hintergrund der Kämpfe langjährige Landstreitigkeiten zwischen den Volksgruppen der Bakonzo und der regionalen Minderheit der Basogora. Bei den Bakonzo gebe es Widerstand dagegen, dass die Gebiete der Basogora als eigenständige Königreiche in dem von den Bakonzo dominierten größeren “Königreich Rwenzori” anerkannt werden. Ohne die Intervention der Armee hätte die “völlige Auslöschung” der Minderheit gedroht, sagte der Sprecher. Die Sicherheitskräfte seien deshalb angegriffen worden, weil sie die Kultur und die Rechte der Minderheit anerkennen und verteidigen würden.
Der ugandische Präsident Yoweri Museveni kündigte am Dienstag an, die Beteiligten an diesem “kriminellen Plan” zu bestrafen. Der Staatschef kritisierte, es gebe einige Gruppen, die gezielt die Spannungen zwischen den Stämmen anheizten und so täten, “als ob das Einzige, was zählt, gewisse Stämme seien”. Polizei und Armee bestritten, dass die Kämpfe etwas mit der islamistischen Rebellengruppe ADF zu tun hätten, die in der Region aktiv ist.  (APA, 8.7.2014)

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