WÄHRUNGSVERFALL: GHANA BITTET IWF UM HILFE – Le Ghana a demandé l’aide du FMI pour freiner la dépréciation de sa monnaie

Ghana fleht um Finanzhilfe beim IWF
04.08.2014 Wallstreetjournal http://www.wsj.de/home-page Von DREW HINSHAW und PATRICK MCGROARTY
Die Regierung von Ghana, dem Land mit der labilsten Währung in diesem Jahr, wird Finanzhilfe beim Internationalen Währungsfonds beantragen. Es ist das zweite Mal seit Juni, dass ein afrikanischer Staat den Fonds um Unterstützung bittet.
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Le Ghana a demandé l’aide du FMI pour freiner la dépréciation de sa monnaie
Washington (AFP) – 04.08.2014 16:53
Le Ghana a demandé l’aide du Fonds Monétaire International (FMI) pour freiner la dépréciation de sa monnaie, le cedi, et rétablir la confiance des investisseurs dans son économie en difficulté, a confirmé lundi à Washington le président John Mahama.

Kakaoernte in Ghana reuters
Photo Reuters – Kakaoernte in Ghana: Anleger fürchten einen Rückfall in die Zeit der Überschuldung.

Le président ghanéen, qui assiste au sommet Etats-Unis/Afrique, a indiqué que son pays avait besoin d’assistance pour mener à bien des ajustements structurels afin de parvenir à équilibrer son budget en quelques années et enrayer la chute du cedi.
“Nous voulons travailler avec” le FMI “et voir comment nous pouvons éliminer le déficit rapidement”, a indiqué M. Mahama lundi.
“Les marchés internationaux de capitaux (…) pensent qu’il y a un manque de crédibilité à moins que vous n’ayez le soutien du FMI”, a-t-il ajouté sans donner de détail sur le montant de l’aide recherchée auprès du Fonds.
Le cedi a plongé de 40% par rapport au dollar cette année.
“L’objectif ultime est de stabiliser le cedi pour empêcher localement une envolée des prix”, avait déclaré plus tôt le ministre des finances, Seth Terkper, à Accra à la radio FM Joy, estimant cette mesure rétablirait la confiance des investisseurs dans l’économie de son pays.
Jusqu’ici, le président ghanéen avait assuré qu’Accra n’avait pas besoin d’aide internationale pour endiguer la chute du cedi.
Le Ghana est devenu le deuxième pays d’Afrique sub-saharienne après la Zambie depuis juin à demander l’aide du FMI.
Considéré comme étant la démocratie la plus stable dans cette région d’Afrique tourmentée, le Ghana a connu une croissance économique rapide l’année dernière grâce à d’importantes exportations d’or, de cacao et de pétrole qu’elle a commencé à produire en 2010.
Mais la baisse des prix du métal jaune et les dépenses excessives du gouvernement ainsi que les difficultés rencontrées pour augmenter la production de brut ont suscité le scepticisme des investisseurs.
En mars, l’agence de notation Fitch avait averti que le Ghana risquait un abaissement de sa note en raison de la dépréciation de sa monnaie.
Selon le cabinet d’études économiques Capital Economics, le déficit budgétaire du pays s’est creusé pour atteindre 10% du Produit intérieur brut (PIB) à la suite d’une augmentation des subventions et des dépenses liées au secteur public notamment.
Le déficit des comptes courants a enflé également pour représenter 12% du PIB, malgré l’augmentation des exportations pétrolières, entraînant une dépréciation de la monnaie nationale et une vive inflation.
Un plan d’aide du FMI, soit sous la forme d’un crédit stand-by sur trois ans, soit sous la forme d’une aide d’urgence, devrait réclamer en contrepartie “des mesures significatives” pour diminuer le déficit budgétaire, notamment un gel des augmentations de salaires des fonctionnaires, des réductions de subsides et une hausse de la TVA, estime encore Capital Economics.
Le PIB du Ghana, qui a crû de quelque 7,5% par an au cours de la décennie passée, devrait modérer sa croissance à 4% en 2014 et 2015, selon ces experts.
© 2014 AFP

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Ghana fleht um Finanzhilfe beim IWF
04.08.2014 Wallstreetjournal http://www.wsj.de/home-page Von DREW HINSHAW und PATRICK MCGROARTY
Die Regierung von Ghana, dem Land mit der labilsten Währung in diesem Jahr, wird Finanzhilfe beim Internationalen Währungsfonds beantragen. Es ist das zweite Mal seit Juni, dass ein afrikanischer Staat den Fonds um Unterstützung bittet.
Der ghanaische Präsident John Mahama habe den IWF um Hilfe „zur Unterstützung unseres Stabilisierungs- und Wachstumsprogramms” gebeten, teilte das Präsidentenbüro am Sonntag über die Webseite einer staatlichen Zeitung mit. Vor kurzem haben sich das Haushaltsdefizit sowie die Inflationsrate Ghanas auf zweistellige Werte ausgeweitet, und die Landeswährung Cedi ist abgestürzt.
Offizieller Hilfsantrag könnte noch diese Woche erfolgen
Nach Angaben von Fiifi Kwetey, Ghanas Landwirtschaftsminister und ehemaliger Finanzminister, wird seine Regierung wohl finanzielle Hilfe und politischen Rat erbeten. Den offiziellen Antrag könnte Ghana noch in dieser Woche stellen, wenn Mahama und rund 50 andere afrikanische Staatsführer in den USA zu einem Gipfeltreffen mit US-Präsident Barack Obama zusammenkommen.
Sobald ein offizieller Antrag eingegangen sei, stehe der IWF für Gespräche mit den ghanaischen Behörden zur Verfügung und könne mit ihnen ein „vom Fonds unterstütztes Programm entwickeln, um die fiskalischen und externen Ungleichgewichte anzugehen”, sagte IWF-Sprecherin Ismaila Dieng.
Ghanas Wandel von einer der am schnellsten wachsenden Volkswirtschaften Afrikas zu dem Land mit der weltweit schlechtesten Währungsentwicklung ist ernüchternd für die afrikanischen Märkte. Sie gelten unter Investoren als Verheißung, tun sich aber bei der Integration in das globale Finanzsystem schwer damit, neue Schulden und die Erwartungen der Anleger in Einklang zu bringen.
„Afrikanische Politiker müssen verstehen, dass multilaterale Institutionen und Investoren nicht wieder mit dem Finanzhilfespiel anfangen wollen”, sagt Hendrik du Toit, Chef der Vermögensverwaltung Investec Asset Management. „Sie wollen verlässliches und nachhaltiges Wachstum sehen.”
Zambia, ebenfalls eine rasch wachsende afrikanische Volkswirtschaft mit einem Reichtum an Bodenschätzen wie Kupfer, zog in den vergangenen Jahren zahlreiche neue Investoren an. Aber auch Zambia bat den IWF im Juni um Finanzhilfe. Wie in Ghana geriet auch Zambias Landeswährung ins Trudeln, während sich das Handels- und Haushaltsdefizit immer stärker ausweiteten. Der Kurs des sambischen Kwacha ist in diesem Jahr gegenüber dem US-Dollar um 11 Prozent gefallen. Der ghanaische Cedi hat sich sogar um 50 Prozent verbilligt.
Ghana war eines der ersten afrikanischen Länder, dem internationale Kreditgeber und Industrieländer vor zehn Jahren Schulden erließen. Das Land mit seinen 26 Millionen Einwohnern ist ein wichtiger Exporteur von Gold, Kakao und Öl. 2007 stieg es nach Südafrika zum ersten afrikanischen Land südlich der Sahara auf, das internationale Staatsanleihen auflegte. Inzwischen haben rund ein Dutzend Nachbarstaaten ebenfalls Anleihen am Markt platziert, um vom starken Interesse am Kapitalmarkt zu profitieren. Wegen fallender Wachstums- und Zinsraten in den Industrieländern suchen viele Anleger gerade in Entwicklungs- und Schwellenmärkten nach Renditen.
Ghana verdreifachte die Soldatengehälter
Aber inzwischen ist Ghanas Finanzlage gekippt, unter anderem weil die Regierung die Gehälter für Soldaten und Polizisten verdreifacht hat. Zudem waren Erlöse aus einem Ölfeld, das Ghana im Jahr 2010 anzapfte, niedriger als erwartet. Folge: Das Haushaltsdefizit schnellte im vergangenen Jahr auf 10,5 Prozent des Bruttoinlandsproduktes in die Höhe.
Der IWF hat afrikanische Länder gewarnt, wieder in die Überschuldung zurückzufallen – vor allem, weil Anleger auf der Suche nach verlässlichen Renditequellen ihr Kapital aus Entwicklungsländern heute wesentlich schneller abziehen als früher.
„Politiker werden zweifellos alle Hände voll zu tun haben”, sagte IWF-Geschäftsführerin Christine Lagarde im Juni auf einer Konferenz zu den Aussichten für Afrika.
Trotz der wachsenden Probleme hat Ghana angekündigt, möglicherweise noch im August neue internationale Staatsanleihen im Wert von mehr als 1,5 Milliarden US-Dollar aufzulegen. Fürs erste dürften Anleger Ghanas geplante Zusammenarbeit mit dem IWF allerdings als ein Zeichen dafür werten, dass das Land seine Schulden fristgerecht zurückzahlen kann.
„Das ist die Bestätigung, auf die Investoren gewartet hatten, dass etwas getan werden muss”, sagt Ronak Gopaldas, ein Risikoanalyst bei der Rand Merchant Bank.
Kontakt zum Autor: redaktion@wallstreetjournal.de

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