WIE MIKROKREDITE AFRIKAs ENTWICKLUNG FÖRDERN – Malawi: développement via micro-financements en Afrique

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=> NEW – SIEHE AUCH – VOIR AUSSI – REPORTAGE: MIKROKREDITE MALAWIA: RETTUNGSRING FÜR DIE ARMEN – Au Malawi, le micro-crédit, bouée de sauvetage pour les pauvres
“Hilfe zur Selbsthilfe” wurde nach schlechten Erfahrungen der letzten Jahrzehnte zum hehren Prinzip der Entwicklungshilfe; umgesetzt wird es allerdings immer noch nicht bei den “großen Aktionen”, den politischen, wo viel Geld von oben bis hoffentlich weiter nach unten fließt, sondern entweder von kleinen Nichtregierungsorganisationen (auf nicht-lukrativer Basis) oder von Finanzinstitutionen, die den Armen als Startkapital für eine Aktivität Mikrokredite geben. Bekannt wurde das durch den (dafür ausgezeichneten) Nobelpreisträger Yunus; wer noch nichts darüber weiss, kann sich in diesem telepolis-Artikel kurz informieren.

Der folgende Artikel erklärt und berichtet konkret aus Malawi, einer der allerärmsten Volkswirtschaften der Welt [Bruttoinlandsprodukt pro Kopf 142 Euro, Human Development Index 160. von 182 Plätzen] und Paradebeispiel von Korruption und schlechter afrikanischer Governance, vor allem, wenn man bedenkt, dass dort seit der Unabhängigkeit 1964 keine bewaffneten Konflikte stattgefunden haben. Malawinews hier im Blog.
Das englische Original des Artikels bekam ich in einem newsletter der Webseite “Africa The Good News”; er ist nicht von einer non-profit Organisation, sondern von einem Mitarbeiter der südafrikanischen Forschungs- und Beratungsfirma Consultancy Africa Intelligence (CAI). Trotzdem unterstütze ich das wie ich manche Aktionen von NGO’s unterstütze, nämlich mit deutscher und französischer Übersetzung, denn es zeigt, dass es auch im Finanzsektor political korrekte Firmen gibt, und dass es in Afrika auch in diesem Sektor und dem der autonomen Entwicklung positive Tendenzen gibt.

Die deutsche Übersetzung hat mein Blogfreund deray, der selber einige Beratungsblogs vor allem in Finanzfragen betreibt, solidarisch zur Verfügung gestellt; seine Übersetzung ist in der Mitte eng am Originaltext, die Einleitung und der Schlußabsatz sind von ihm. Danke! 😀

Mikrokredite führen zu Wachstum der Malawischen Wirtschaft

Geschrieben von Benjamin Saccaggi

Malawi ist bekannt als eines der ärmsten Länder dieser Welt. Rund 85 % der Bevölkerung leben in ländlichen Gebieten und unterhalb der Armutsgrenze. Während die Entwicklungshilfe die Auswirkungen der Armut auf der Welt lindern soll, stellen Mikrokreditfinanzierungen eine nachhaltigere Alternative zu diesen rein finanziellen Hilfspaketen dar. Die Mikrokredit Stiftung agiert in vielen afrikanischen Ländern und versucht durch diesen Ansatz die Wirtschaft von unten zu unterstützen. In dem Artikel sollen kurz die Philosophie der Mikrokredite und der Nutzen für die Malawische Bevölkerung skizziert werden.

Mikrofinanzierung für die Menschen

Die Idee der Mikrofinanzierung geht davon aus, dass eine Wirtschaft zu wachsen beginnt, wenn man den Menschen an der Basis der Gesellschaft finanzielle Mittel zur Verfügung stellt. Statt es in staatliche Hände für groß angelegte Projekte zu geben, ist es zielführender, die Menschen direkt zu unterstützen und ihnen kleinere Beträge für die jeweiligen Geschäftsideen zu überlassen. Die Mikrokredite werden dabei immer zusammen mit kleinen Workshops für die Empfänger vergeben. In diesen Seminaren wird betriebswirtschaftliches Basiswissen vermittelt. Dazu kommen beispielsweise landwirtschaftliche Ratschläge für Kredite, die in diesem Bereich vergeben werden.

Zwei Fragestellungen der Kreditgeber sind die Größe der Kredite und die Rückzahlung. Als erstes kann man sagen, dass die Kredite bereits bei einer Größe von 50,50 Malawi Kwacha beginnen, ein Betrag von etwa 5 US-Dollar. Zweitens sieht die Idee vor, dass nicht nur Gelder vergeben werden, sondern diese Projekte auch begleitet werden, um den Erfolg besser zu garantieren. Durch die Projekte erhalten die Menschen die Chance für ein eigenes kleines Geschäft, die ansonsten aufgrund fehlender finanzieller Ressourcen, diese Option niemals erhalten hätten.

Die Mikrokredit Stiftung, die seit 2002 in Malawi arbeitet, fokussiert sich in der Arbeit auf 3 grundlegende Prinzipien. Dies beinhaltet, dass die Angebote immer mit den Angeboten von Geschäftstrainings, Buchhaltungsseminaren und Lebenskompetenztrainings einhergehen. Eine Philosophie, die man nicht nur in Malawi, sondern für Projekte auf dem gesamten Kontinent vorfindet. Seit der Gründung hat die Stiftung rund 20 Zweigstellen im Land eröffnet und mehr als 20 000 Frauen einen Mikrofinanzkredit vermittelt. Die Kredite sind speziell für Frauen vorgesehen, da sie in den Familien oftmals das Geld verwalten. Außerdem werden sie in der Regel bei der Jobvergabe benachteiligt, verglichen mit den Männern. Zudem sind sie in den Familien für die Betreuung der Kinder verantwortlich und haben unter der Armut am meisten zu leiden. Mit dem Ansatz die Kredite an Frauen zu vergeben, kann zusätzlich die finanzielle Abhängigkeit der Frauen von den meistens arbeitenden und somit verdienenden Männern gebrochen werden.

Die Kredite werden immer an eine Gruppe von Frauen vor Ort ausgegeben, wodurch sich eine Verantwortlichkeit für alle Projekte der beteiligten Frauen ergibt. Konkret sind also zwischen 15 und 20 Frauen in der Gruppe gleichermaßen für den Erfolg der unternehmerischen Anstrengungen verantwortlich und nicht nur für das Wachstum der eigenen kleinen Unternehmung.

Der Erfolg der Idee lässt sich an dem langsamen Wachstum der Wirtschaft in Malawi ablesen. Kleine Firmen werden beispielsweise als Gemüsefarmen, Fischverkaufsstellen, Strick- und Nähereifirmen oder Straßencafes gegründet. Auch wenn solche Kleinstfirmen in einer immer größeren Anzahl entstehen, sind sie noch weit davon entfernt, die Wirtschaft in dem Land entscheidend zu stabilisieren. Aber durch diese Unternehmungen erhalten eine Vielzahl von Kreditnehmern unschätzbare und nachhaltige Fähigkeiten im Bereich der Selbstversorgung. Ein Gewinn, der sich auch für die Gemeinschaften vor Ort auszahlt. Die Mikrofinanzierung erweist sich also als Beitrag, dass mehr und mehr Familien oberhalb der Armutsgrenze leben können.

Zusammenfassung

Auch wenn die Hilfsleistungen an Afrika einen unerlässlichen Baustein zum Wachstum des Kontinents darstellen, muss der Fokus auf der Hilfestellung zur Selbstversorgung liegen. Etwa 20 000 Menschen in Malawi konnten bisher durch die Mikrofinanzierungen profitieren und kleine Unternehmen für sich und deren Familien aufbauen. Zugleich erhalten sie durch die Idee die Chance auf Bildung, wodurch sich in einer weiteren Zeitschiene mehr Möglichkeiten für sie eröffnen. Mit einem Kredit von gerade einmal 5 Dollar kann somit einer Familie aus der Armut geholfen werden. Anstatt durch reine Geldzuwendungen, sollten wir uns darauf konzentrieren, Hilfe zu geben, mit der die Menschen vor Ort sich den Herausforderungen selbstständig stellen können.

ORIGINALTEXT:

Teaching women to fish: Micro-financing the growth of Malawi’s economy

Written by Benjamin Saccaggi
Sunday, 17 October 2010 07:56

Malawi is known as one of the worlds’ poorest countries, with up to 85% of the population living in rural areas and on, or just below, the breadline. Although aid donations to Africa are crucial to the survival of the continent, the focus must remain on the ultimate self-sufficiency of Africans. Roughly 20,000 Malawians have benefited from micro-loans, which provide a more sustainable alternative to aid packages.

Micro-financing the roots
Micro-loan schemes operate from the basic premise that economic growth begins at the roots of society. Rather than expecting state-orchestrated schemes to improve dire poverty, small sums of money are made available to individuals as capital for their business ventures.

Given the impasse that the lack of capital or collateral holds for applicants, micro-lenders focus on two broad concerns. First, the size of the loan, which can be as little as 150.50 Malawian Kwacha (US$ 5). These loans are intended to fertilise small sustainable enterprises. Second, the schemes focus on the provision of enveloping assistance to ensure the adequate and prosperous growth of the capital loan. This provides a safety net for the lender because it better ensures the ultimate return of the funds with interest. It also distributes the benefits widely, giving valuable skills to people who would otherwise never have had access to any form of business (or other) education.

Micro-financing Malawi
The MicroLoan Foundation, which began operating in Malawi in 2002, focuses its provision of micro-financing there according to three general principles. They first accompany the provision of the loan with the offer of business training, accounting lessons and other life-skills courses. This is in line with the general philosophy of micro-financing the continent over. Since its inception in Malawi, the MicroLoan Foundation has opened 20 branches and provided micro-finance to over 20,000 women.

The loans are exclusively for women, who represent the primary financial administrators of the family unit and are often overlooked for jobs dominated by men. Women are usually the primary caregivers of the family and often the most burdened by poverty. Thus micro-loans provided exclusively to women serve to address the problem of financial dependence on bread-winning men, and also ensure that the financial gains will be used for sustainable upkeep of the family. The loans are provided according to a peer-lending strategy, which creates a group of inter-dependent, inter-responsible ambitious women. Such a structure not only provides support mechanisms for these women, but also encourages a culture of communal effort for individual and collective benefit. Since all 15 – 20 women in the group are equally responsible for the repayment of loans, they become enthusiastically engaged in the success of every venture, not only their own.

With the business training, accounting lessons and life skills courses which have accompanied these loans, the foundation of the Malawian economy is slowly beginning to expand. The finance is generally used to start small enterprises such as vegetable farms, fish selling, knitting and sewing clothes, and street cafes. Though the expansion of such enterprises are far from the requirements necessary to stabilise the national economy, they are invaluable to the self-sufficiency of the borrowers and have imparted invaluable and lasting skills to numerous African people.

This and similar micro-lending schemes benefit more than just the individuals responsible for the loan. Their dependents and communities benefit, too. The greatest benefit is, however, the one that reaches furthest into communities. As small enterprises begin to succeed, the profits are first used for self and family sustenance. This ensures that more and more families are able to maintain sound health, and live above the breadline. A further increase in profit inevitably gets funnelled into secondary education, which is currently beyond the financial reach of most Malawians.

The Malawian women who have benefited from small loan amounts, adequate training and financial advice now find themselves independently able to support basic personal and family necessities. They are also paving the way for a better-educated future generation – one that will mature to a wider range of opportunities. For a loan as small as US$ 5, an entire heritage of financial stability and ongoing education can lift one family from poverty. Instead of hand-outs, let us focus on how we can enable individuals to overcome challenges and prosper.

By Benjamin Saccaggi
Consultancy Africa Intelligence (CAI)

Traduction francaise de cet article, une traduction automatique google, que j’ai amelioree.

Micro-financement de la croissance de l’économie du Malawi

Rédigé par Benjamin Saccaggi
Consultancy Africa Intelligence CAI (v.f.)
Sunday, 17 Octobre 2010 07h56

Le Malawi est connu comme l’un des pays les plus pauvres du monde, avec jusqu’à 85% de la population vivant dans les zones rurales et au, ou juste en dessous, du seuil de pauvreté. Bien que les dons aide à l’Afrique sont essentiels à la survie du continent, l’accent doit demeurer sur l’ultime l’autosuffisance des Africains. Environ 20.000 Malawiennes ont bénéficié de micro-prêts, qui fournissent une alternative plus durable à l’aide de paquets.

Micro-financement des racines
Les programmes de micro-prêts opérent à partir de la prémisse de base que la croissance économique commence à la racine de la société. Plutôt que d’attendre des programmes orchestrées par l’État, visant à améliorer la misère, de petites sommes d’argent sont mises à la disposition des personnes en tant que capital pour leur activité.

Compte tenu de l’impasse dans laquelle le manque de capital ou de garantie est valable pour les candidats, les micro-prêteurs mettent l’accent sur deux grandes préoccupations. Premièrement, la taille du prêt, qui peut être aussi peu que 150,50 Malawi Kwacha (US 5 $). Ces prêts sont destinés à fertiliser les petites entreprises durablement. Deuxièmement, les systèmes sont axés sur la fourniture d’une assistance enveloppante pour assurer la croissance adéquate et prospère de l’emprunt de capitaux. Cela fournit un filet de sécurité pour le prêteur, car cela assure un meilleur retour final des fonds avec intérêt. Il distribue également de larges avantages, donnant des compétences utiles à ceux qui autrement, n’auraient jamais eu accès à aucune forme d’éducation en entreprenat (ou autre).

Micro-financement du Malawi
La Fondation de microcrédit, qui a commencé à fonctionner au Malawi en 2002, concentre son offre de micro-financement en fonction de trois principes généraux. Ils accompagnent d’abord l’octroi du prêt avec l’offre de formation en entreprise, cours de comptabilité et d’autres cours sur la vie quotidienne. Ceci est en accord avec la philosophie générale du micro-financement du continent entier. Depuis sa création au Malawi, la Fondation microcrédit a ouvert 20 succursales et a fourni des micro-financements à plus de 20.000 femmes.

Les prêts sont exclusivement réservés aux femmes, qui représentent les principaux administrateurs financiers de l’unité de la famille et qui sont souvent négligés dans le monde des emplois dominé par les hommes. Les femmes sont habituellement les principaux aidants de la famille et souvent les plus touchés par la pauvreté. Ainsi, les micro-prêts accordés exclusivement aux femmes servent à régler le problème de la dépendance financière des hommes gagne-pain, et aussi faire en sorte que les gains financiers seront utilisés pour l’entretien durable de la famille. Les prêts sont accordés selon une stratégie de crédit d’entraide, qui crée un groupe de femmes interdépendantes, inter-responsables et ambitieuses. Une telle structure ne fournit pas seulement des mécanismes de soutien pour ces femmes, mais également de favoriser une culture de l’effort en commun pour les prestations individuelles et collectives. Comme tous les 15 – 20 femmes dans le groupe sont également responsables pour le remboursement des prêts, elles s’engagent avec enthousiasme pour la réussite de chaque entreprise, non seulement la leur.

Avec la formation en entreprise, cours de comptabilité et de compétences pour la vie fournie par les cours qui ont accompagné ces prêts, la base de l’économie du Malawi commence lentement à se développer. Le financement est généralement utilisé pour créer de petites entreprises telles que les exploitations de légumes, la vente du poisson, le tricot et la couture de vêtements, et les cafés. Bien que l’expansion de ces entreprises sont loin de representer les conditions nécessaires pour stabiliser l’économie nationale, elles sont précieuses pour l’autonomie des emprunteurs et elles se sont vues conférer des compétences précieuses et durables à de nombreux peuples africains.

Ce (et d’autres semblables) systèmes de micro-crédit bénéficient au-dela des personnes responsables de l’emprunt. Leurs personnes à charge et leurs communautés, bénéficient aussi. Le plus grand avantage est, cependant, celui qui va plus loin dans les communautés. Comme les petites entreprises commencent à réussir, les bénéfices sont d’abord utilisés pour assurer leur subsistance et celle de la famille. Cela garantit que les familles sont de plus en plus en mesure de maintenir la bonne santé, et de vivre au-dessus du seuil de pauvreté. Une nouvelle augmentation du bénéfice est inévitablement canalisés dans l’enseignement secondaire, qui est actuellement au-delà de la portée financière de la plupart des Malawiens.

Les femmes du Malawi qui ont bénéficié de montants de petits prêts, d’une formation adéquate et des conseils financiers se trouvent maintenant en mesure de soutenir de manière indépendante les besoins personnels et familiales. Elles ouvrent également la voie à une génération plus instruite dans l’avenir – qui aura un plus large éventail de possibilités. Pour un prêt aussi petit que 5 $ US, tout un patrimoine de stabilité financière et de formation continue peut soulever une famille de la pauvreté. Au lieu de la hand-outs, concentrons-nous sur la façon dont nous pouvons permettre aux individus de surmonter les défis et à prospérer.

2 thoughts on “WIE MIKROKREDITE AFRIKAs ENTWICKLUNG FÖRDERN – Malawi: développement via micro-financements en Afrique”

  1. Ja, dazu gibt es bei tlepolis auch einen sehr ausführlichen Artikel:

    Social Business: Im Kreuzfeuer zwischen überzogener Rendite und gescheitertem moralischen Anspruch

    Lothar Lochmaier 05.03.2011
    Friedensnobelpreisträger Yunus, Gründer der Grameen Bank für Mikrokredite, der “Bank der Armen”, wurde entlassen
    Die Gerüchteküche kochte bereits seit längerem. Als “Bankier der Armen” wurde er mit dem Friedensnobelpreis geehrt, dann brachte Muhammad Yunus mit seinen politischen Ambitionen die Premierministerin gegen sich auf. Derartige Erklärungsansätze sind aber nur eine unter vielen denkbaren Versionen. Derweil wehrt sich der Geschasste mit allen rechtlichen und politischen Mitteln…..
    http://www.heise.de/tp/r4/artikel/34/34293/1.html

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